Leit-Artikel Garmin Virb Elite Filmen zu Land, zu Wasser und in der Luft

Mit einer Action-Kamera begibt sich Garmin auf neues Terrain. Die Virb Elite erzeugt solide Bilder und reichert sie mit präzisen GPS-Daten von der Kletter- oder Skitour an. Perfekt ist die Premiere trotzdem nicht.
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Was kann die Virb Elite?

DüsseldorfKletterer in schwindelnden Höhen, Surfer in riesigen Wellen und Basejumper bei gefährlichen Sprüngen: Nur allzu gerne sehe ich solch spektakuläre Bilder. Meistens im Netz, manchmal im Kino.

Kann ich das auch? Klar. Ich kann vielleicht keinen Eintritt verlangen. Aber für mein persönliches Urlaubsalbum oder Facebook reicht es. Denn mit Action-Kameras ist es mittlerweile leicht möglich, besondere Momente hautnah festzuhalten. Seit im Jahr 2004 die erste Kamera des Marktführers Gopro auf den Markt kam, werden solche Geräte immer selbstverständlicher. Sei es am Lenker, auf dem Helm oder wo immer sie hinpassen.

Der Markt wächst, das Sortiment auch, allein die neueste Gopro Hero 3+ kommt in vier Versionen daher. Während Gopro-Gründer Nick Woodman aber längst Milliardär ist, muss sich Garmin als Neuling erst beweisen. Das Gerät Virb Elite, das wir getestet haben, ist das erste seiner Art im Sortiment des Herstellers.

Für den einstigen Pionier für Navigationsgeräte ist die Luft dünn geworden. Der Siegeszug der Smartphones bedeutet den Niedergang der Navis. Garmin, Tomtom und Co. brauchen dringend neue Umsatzquellen. Sport ist eine und so empfiehlt Garmin passend zur Virb-Kamera jede Menge Zubehör, für die ultimativ athletisch-ästhetische Erfahrung. Eine GPS-fähige Uhr dient als Fernbedienung, ein Brustband meldet den aktuellen Puls. Übrigens empfiehlt sich auch der Wasserschutz. Es soll zwar möglich sein, das Gerät eine halbe Stunde in ein Meter Tiefe zu nutzen. Doch der Gummischutz für die Kabelanschlüsse ist keineswegs dicht genug. Garmin bietet eine Schutzhülle als Zubehör an.

Aufsetzen und losfilmen
VIRB_Elite_Helm
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Die Virb Elite soll Action dokumentieren – mit einer Halterung lässt sich sie auch am Helm anbringen....

Virb_Rafting
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... oder auch beim Paddel wie bei dieser Rafting-Tour.

Garmin VIRB 13
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Nur einmal aufkleben: Für glatte Flächen ist eine Klebehalterung enthalten.

Garmin VIRB 2
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Nichts ohne Zubehör: Anbieter von Action-Kameras bieten jede Menge Zusatzmaterial zum Kauf an, darunter verschiedene Halterungen und, im Fall von Garmin, auch eine Uhr und einen Pulsmesser.

Garmin VIRB 1
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Verbindung per Wlan: Die Virb Elite sendet ein eigenes Signal und kann direkt mit Tablet oder Smartphone verbunden werden. Da das Testgerät keine Software-Aktualisierung zuließ, erschien beim Test nur eine Fehlermeldung.

Garmin VIRB 7
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Gurt für Arm oder Bein: Hier macht sich das Gewicht von 136 Gramm wirklich bemerkbar, immerhin bietet die Halterung viel Freiraum. Umständlich ist das ständige Auf- und Umschrauben.

Garmin VIRB 8
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Großer Schalter: Einmal nach vorne geschoben, springt die Kamera nach einigen Sekunden an und beginnt mit der Aufgabe. Das ist praktisch für Handschuhträger, anders als...

Garmins wichtigstes Argument ist seine GPS-Kompetenz, die in der teureren Variante Virb Elite zum Tragen kommt. Das Gerät hat Sensoren für Herz- oder Trittfrequenzen, zeichnet aber auch auf Wunsch den Standort auf. Die Videos des günstigeren Virb-Modells lassen sich aber auch mit den Daten eines Garmin GPS-Geräts verknüpfen. So sollen die Aufnahmen gleichzeitig unterhalten und präzise Leistungen wiedergeben können.

Also hinein ins Vergnügen. Urlaub in Südafrika, wunderbares Licht und herrliche Landschaft. An einer Kreuzung im Tierpark geht’s los: Rund 30 Elefanten trotten direkt vor unserem Auto gemächlich über die Straße, um dann in der Wiese gemütlich beginnen, mit ihren Rüsseln das Grass in sich reinzustopfen. Ich versuche ähnlich ruhig zu bleiben und die Kamera zu halten. Man hat ja zuletzt gesehen, dass die Dickhäuter aggressiv werden können. Der Bildstabilisator hilft bei diesen Aufnahmen ähnlich gut weiter wie auf den holprigen Straßen.

Rasch die Kamera in die Hand und drauf gehalten. Die grobe Bedienung ist mehr als simpel: Den großen schwarzroten Schieber bedienen, schon geht die Kamera an und nimmt auf. Zebras, Antilopen und Wasserbüffel kreuzen unseren Weg. An Menschen gewöhnt, schauen sie entspannt herüber, ich frage mich, ob sich so die Tierfilmer in der Savanne fühlen. Während der langen Suche hält der Akku die versprochenen drei Stunden.

Während der Ein- und Ausschalter sich leicht bedienen lässt, sind die übrigen Knöpfe für das Menü und den Fotoauslöser klein geraten. Die Schraub-Halterung ist im Vergleich zum Stecken der Gopro umständlich. Und das Gerät hat anders als viele Konkurrenzmodelle ein Display, in der Sonne kann ich darauf aber nicht allzu viel erkennen. Vielleicht ist die Verbindung per App mit Smartphone oder Tablet da sinnvoller.

Doch es gibt noch andere Probleme.

Das neue Gerät hat noch Kinderkrankheiten
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