Leit-Artikel Lenovo Yoga 8 Tablet Ein Tablet-Computer mit Steherqualitäten

Dieser Tablet-Computer hat Steherqualitäten – im doppelten Sinne: Das Yoga 8 von Lenovo lässt sich mit einem Ständer in die Vertikale bringen. Das dicke Ende sorgt zudem für eine außergewöhnliche Ausdauer.
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Flexibler Silberling mit Kino-Qualitäten

DüsseldorfDieses Tablet zieht Blicke auf sich und sorgt für Gesprächsstoff. Als ich auf dem Flug in den Urlaub das Lenovo Yoga 8 auspacke und einen Film abspiele, will mein dänischer Sitznachbar wissen, was für ein ausgefallenes Gerät das da auf dem Klapptisch denn sei.

Seine Neugier ist begründet. Dieses Tablet sieht nämlich anders aus als alles, was bisher angeboten wird. Es ist nicht flach und rechteckig wie andere Geräte, stattdessen wird das aus Aluminium und Kunststoff gefertigte Yoga 8 von oben nach unten immer dicker, bis es schließlich in einem zylinderförmigen Wulst mit ausklappbarem Standfuß endet. Darin untergebracht sind ein riesiger Akku und – selten bei Tablets – nach vorne zeigende Stereolautsprecher. Schon am Design wird klar: Dieses Tablet ist als Abspielstation für Videos und Musik entworfen.

Der integrierte Standfuß funktioniert ausnahmslos gut. Zum Ausklappen braucht man zwar entweder etwas Kraft oder stabile Fingernägel, dafür steht das Tablet nach dem hörbaren Einrasten fest und sicher in einem Winkel von ca. 75 Grad. Dann die Überraschung: Das Tablet lässt sich auch noch stufenlos nach hinten kippen, bis die gewünschte Position erreicht ist. Dank des niedrigen Schwerpunktes durch den kräftigen Akku steht das Yoga 8 bis zu einem Winkel von gut 35 Grad ziemlich stabil – fertig ist der mobile Videospieler.

Das Unterwegs-Kino
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Ein Video im Flugzeug. Das Lenovo Yoga Tablet 8 eignet sich neben seinen ohnehin vorhandenen Tablet-Fähigkeiten gut als mobiles Kino auf dem Klapptisch.

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Mit dem eingebauten und stufenlos regelbaren Standfuß kann man das Tablet so ziemlich überall hinstellen. Zum Beispiel auf den Nachttisch neben das Bett. In der Packung mitgeliefert sind außerdem kleine Gummifüße zum Ankleben. Damit rutscht das Yoga 8 auch auf glatten Flächen nicht.

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Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt, dass hauptsächlich Kunststoff verbaut ist. Und im oberen Bereich wird das Tablet so dünn, dass es sich leicht verformt und Verfärbungen auf dem Display sichtbar werden. Dass der Standfuß schön sicher einrastet, ist eine gute Sache. Allerdings besteht beim Ausklappen Fingernagelabbruchgefahr.

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Wer Texte schreiben will, kann das Yoga auch auf den Rücken legen. Dann sorgt der Standfuß für eine halbwegs komfortable Schreibposition. Einen Computer mit Tastatur ersetzt das aber nicht. Das Yoga ist einfach nicht groß genug, um bequem auf ihm zu schreiben. Kurze E-Mails sind aber kein Problem.

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Das Yoga 8 von hinten. Hinter dem ausklappbaren Standfuß verstecken sich die Steckplätze für Sim-Karte (beim Testgerät nicht vorhanden, sonst links) und für die Micro-SD-Karte (schwarz).

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Die zylinderförmige Ausbuchtung an der Seite lässt sich gut als Haltegriff benutzen. Oben am Gerät befindet sich die Linse für die Fünf-Megapixel-Kamera. Diese liefert ganz akzeptable Bilder – bei guten Lichtverhältnissen.

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Als Betriebssystem kommt eine angepasste Version von Googles Android in der Version 4.2.2 (Jelly Bean) zum Einsatz. Einen klassischen Menüknopf gibt es nicht. Programme und Einstellungen erreicht man per Wisch nach links.

Auf dem gut einstündigen Flug nach Kopenhagen schaue ich mit meinem Sitznachbarn die Dokumentation „The Yes Men fix the World“. Das ist ein Film über die hintergründigen Streiche der Aktivistentruppe „The Yes Men“, den ich vor Antritt der Reise per Datenkabel auf das Yoga 8 geladen habe. Man kann natürlich auch Filme über Googles Play Store auf das Android-Tablet ziehen – Kreditkarte und Google-Konto vorausgesetzt.

Doch zurück zum Film. Das Display spiegele ja doch recht stark, moniert der Sitznachbar zurecht. Von seinem Platz aus ist in dem 20,3 Zentimeter großen Display mit einer Auflösung von 1280 zu 800 Bildpunkten vor allem die Reflektion des Kabinenfensters zu sehen. Doch ansonsten sind wir beide recht angetan, vor allem der Betrachtungswinkel von fast 180 Grad gefällt. So kann man sich auch bequem mit mehreren Personen einen Film ansehen. Der Film in HD-Auflösung läuft flüssig und ohne Aussetzer, der Ton (wir teilen uns ein Paar Ohrstöpsel) ist einwandfrei.

Zehn Stunden, zwei Flüge und zwei Filme, sowie diverse Nachrichten im Netz checken und diversen E-Mails später ist der Akku des Yoga 8 immer noch mehr als halbvoll. Auf der letzten Etappe der Reise versuche ich, im Bus ein E-Book zu lesen. Hier zeigt sich nämlich der zweite Vorteil der Bauweise des Yoga 8. Der dicke Wulst für Batterie und Standfuß wird zum praktischen Handgriff, wenn man das Gerät hochkant hält. So lässt es sich trotz des Gewichts von gut 400 Gramm, im Gegensatz zu normal geformten Tablets, auch über längere Zeit recht bequem in der Hand halten.

Ziemlich guter Klang für ein Tablet
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2 Kommentare zu "Leit-Artikel Lenovo Yoga 8 Tablet: Ein Tablet-Computer mit Steherqualitäten"

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  • Das nennt sich dan "steal with pride". Da hätte Apple ja auch selber drauf kommen können. Gut so. Jetzt gibt es das Gerät sicher günstiger als mit einem Apfel-Logo.

  • Gute Idee - wenn man bei drei Apple-Artikeln klaut, sieht das Produkt ja fast wie eine Eigenentwicklung aus.
    Obenrum Ipad, das Scharnier von den Macbooks und das Profil von der Mac Bluetooth Tastatur kombiniert.

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