Leit-Artikel LG Flex Auf Biegen und Sprechen

Es ist das erste Smartphone mit Kurve: Das G Flex hat ein gebogenes Display. Hersteller LG verspricht eine bessere Tonqualität und einen 3D-Effekt beim Videogucken. Ausgerechnet der Bildschirm hat aber eine Schwäche.
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Das gebogene Smartphone

Es ist das bisher ungewöhnlichste Smartphone des neuen Jahres: Das G Flex von LG ist gebogen. Die Krümmung ist nicht ganz so stark wie bei einer handelsüblichen Banane, aber spürbar. Welche Vorteile hat der Bananeneffekt? Im Test ist das nicht immer deutlich geworden.

LG führt für das ungewöhnliche Design mehrere Gründe ins Feld. Zum einen die Ergonomie: Das Smartphone, so der südkoreanische Hersteller, sei an die Kurven des Körpers angepasst. Beim Telefonieren schmiege es sich an die Wange an, so dass Ohr und Mund nah an Lautsprecher und Mikrofon seien. Es lasse sich komfortabler in der Hand halten. Und es passe perfekt in die Hosentasche – der Po hat schließlich auch eine Rundung.

Zum anderen verspricht der Hersteller ein besseres Bild: Im Querformat sorge das gebogene Display für einen Seheindruck wie in einem Imax-Kino, der den Zuschauer ins Geschehen zieht.

Ein Smartphone macht die Biege
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Nicht ganz so krumm wie eine Banane: Das LG G Flex hat eine leichte Biegung.

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Es geht nicht nur um den Effekt: Die gebogene Form soll für eine bessere Tonqualität beim Telefonieren sorgen. Außerdem verspricht der Hersteller einen leichten 3D-Effekt.

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Die Krümmung ermöglicht ein biegbares Display aus Kunststoff – LG spricht von Plastic OLED.

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LG rüstet das Gerät mit eigener Software auf – so lässt es sich mit einem doppelten Tippen auf den Bildschirm aus dem Standby-Modus wecken.

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Schon beim G2 lagen Ein-/Ausschalter und Lautstärkeregelung auf der Rückseite. Dieses bewährte Element übernimmt LG auch beim G Flex.

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LG verlangt allerdings einen selbstbewussten Preis: Der Hersteller empfiehlt 800 Euro, online ist das Gerät derzeit ab rund 720 Euro zu haben.

In der Praxis hält das G Flex zumindest einige der Werbeversprechen. Die Sprachqualität ist ordentlich – für ein Phablet, also ein Smartphone in Übergröße, keine Selbstverständlichkeit. Die Biegung trägt dazu vielleicht einen Teil bei. Besonders handlich ist das Gerät aber nicht. Für einen solchen Kanten lässt es sich zwar passabel halten, aber für die Bedienung braucht es schon beide Hände. Und auch für die Hosentasche eignet es sich nur bedingt – es ragt angesichts seiner Ausmaße meist heraus.

Die Bildqualität des Gerätes ist in der Tat klasse. Ein 3D-Effekt wie im Imax-Kino stellt sich zwar nicht ein, doch das Display zeigt kräftige und kontrastreiche Farben. Das G Flex eignet sich durchaus als Taschenkino. Allerdings ist die Auflösung mit 1280x720 Pixeln nicht so gut wie bei High-End-Geräten, die den Full-HD-Standard beherrschen. Der Unterschied ist im Alltag vor allem sichtbar, wenn man Webseiten mit kleinen Schriften lesen will.

Biegen, aber nicht brechen
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