Leit-Artikel Nvidia Shield Verspielte Wollmilchsau

Nvidia Shield soll das Beste aus zwei Welten vereinen: Die große Auswahl an Android-Spielen und eine Bedienung, wie man sie von Spielkonsolen kennt. Der Klotz eignet sich sogar als Tablet – wenn man gelenkig ist.
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Drücken statt tatschen: Die Spielkonsole Nvidia hat einen echten Controller – anders als Tablet-Computer und Smartphones.

Drücken statt tatschen: Die Spielkonsole Nvidia hat einen echten Controller – anders als Tablet-Computer und Smartphones.

Die beliebtesten Spielkonsolen haben keine Knöpfe: Viele Nutzer lassen auf ihren Smartphones und Tablet-Computern zornige Vögel fliegen, heizen über kurvige Rennstrecken oder hacken auf Monster ein. Tausende Spiele stehen auf den mobilen Plattformen zur Auswahl, viele kostenlos oder für ein paar Euro. Doch die Konsolenkonkurrenten haben alle einen Nachteil: Die Steuerung mit dem Touchscreen ist ungenau und umständlich – es fehlen die Bedienelemente, die man von echten Spielgeräten kennt.

Nvidia will Abhilfe schaffen. Der Chiphersteller hat mit der Shield ein potentes Gerät herausgebracht, das Steuerelemente hat, gleichzeitig aber auf das schier unendliche Angebot an Android-Spielen zugreifen kann. Ein Tablet-Computer mit Tasten und Deckel, eine Spielkonsole mit Android – kann die Kreuzung dieser beiden Gattungen gutgehen? Im Test hat die eierlegende Wollmilchsau mit Spieltrieb einige Schwächen offenbart.

Das US-Unternehmen Nvidia hat sich mit hochgezüchteten Grafikkarten einen Namen gemacht. Da ist es eine Ehrensache, dass es die Shield mit leistungsfähigster Hardware ausrüstet. Im klobigen Gehäuse steckt ein Tegra-4-Prozessor aus eigenem Haus, der zu den schnellsten Chips gehört und auch ultrahochauflösende Bilder ohne Ruckeln übertragen können soll. Der 5-Zoll-Bildschirm spielt brillante Bilder aus. Und die integrierten Boxen an der Vorderseite beschallen die Ohren ganz ordentlich.

All das kommt allerdings in einem reichlich klobigen Gehäuse daher, das nicht gerade leicht ist. Der Spiele-Schild wiegt 580 Gramm und bringt damit deutlich mehr auf die Waage als die Playstation Vita (280 Gramm), der Nintendo 3DS (240 Gramm) oder das iPad Air (470 Gramm). Um länger spielen zu können, muss man das Gerät schon auf dem Schoß ablegen.

Drücken statt tatschen
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Schutz vor Kratzern: Die mobile Spielkonsole Nvidia Shield lässt sich zuklappen. Darunter....

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.... ist die Bedienung verborgen: zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz, Knöpfe. Mit der Nvidia-Taste in der Mitte öffnet man die Plattform mit Spielen, die für das Gerät bereits optimiert sind.

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Drücken statt tatschen: Einige Spiele sind für den Shield-Controller optimiert, etwa dieser Flipper.

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Immer auf die Zombies! Gerade bei Ego-Shootern kann die Nvidia Shield ihre Stärken ausspielen.

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Weil nur ein Bruchteil der Android-Spiele für den Shield-Controller optimiert ist, können Nutzer die Steuerung selbst gestalten – hier beim Autorennen „Asphalt 8“.

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Auch der Spiele-Klassiker Sonic läuft auf der Nvidia Shield – hier Version 4.

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Die Shield eignet sich auch als Tablet, zumindest bedingt. So kann man mit dem Android-Gerät im Internet surfen – wenn es mit seinen 580 Gramm nicht zu schwer wird. Auch die Bedienung des Touchscreens ist ergonomische Herausforderung.

Tablet-Computer mit Deckel...

Das Gerät beherrscht prinzipiell alles, was ein normaler Tablet-Computer kann. Denn als Betriebssystem kommt Android in der relativ aktuellen Version 4.2 zum Einsatz. Das heißt: Nutzer können im Internet surfen, Nachrichten lesen, skypen.

Und sie können natürlich Apps, Musik und Filme aus dem Play Store von Google herunterladen. Das lohnt nicht nur als Zeitvertreib für unterwegs: Das Gerät lässt sich über HDMI an den Fernseher anschließen und eignet sich somit als Zuspielgerät, um beispielsweise Filme aus dem Netz auf den großen Bildschirm zu bringen. Vorausgesetzt, die Internetverbindung ist schnell genug. Bislang unterstützt Shield nur eine Auflösung von 720p, ein Update auf Full-HD ist aber geplant.

Die Bedienung ist indes eine ergonomische Herausforderung. Zwar hat das Gerät einen Touchscreen; darauf herumzuwischen und -drücken ist aber etwas unbequem, weil man gleichzeitig das deutlich schwerere Unterteil der Klappkonstruktion halten muss. Alternativ lässt sich mit dem Analog-Stick ein virtueller Zeiger über den Bildschirm bewegen.

... und Spielkonsole für Tüftler
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