Magnetfeld statt Bluetooth Daten abhörsicher durch den Körper senden

Derzeit kommunizieren Smartphone und Smartwatch meist per Bluetooth miteinander. US-Forscher haben jetzt ein neues Übertragungsverfahren entwickelt, das abhörsicher ist und weniger Energie benötigt.
Die Magnetspule am Arm sendet durch den Körper. (Foto: UCSD)
Neue Übertragungstechnik

Die Magnetspule am Arm sendet durch den Körper. (Foto: UCSD)

BerlinKommunikation durch den Körper: US-Wissenschaftler haben ein Verfahren für Datenübertragung zwischen mobilen Geräten wie Smartwatch und Smartphone entwickelt. Dabei werden die Daten durch den menschlichen Körper geschickt.

Derzeit kommunizieren Wearables meist über den Funkstandard Bluetooth. Nachteil dieser Übertragungstechnik ist, dass der menschliche Körper die Funkwellen absorbiert, wenn ein Gerät auf der einen Seite des Körpers mit dem auf der anderen kommuniziert. Damit der Datenaustausch durch den Körper funktioniert, muss das Signal entsprechend stark sein, was wiederum den Akku des jeweiligen Geräts beansprucht.

Das sind die neuen Wearables für Manager
Apple Watch 3
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Mit der Apple Watch Series 3 legte Apple kürzlich das erste Modell vor, das über eine eigenständige Mobilfunkverbindung verfügte. Und doch fehlt auch bei der aufgefrischten Smartwatch, die im Wesentlich noch immer aussieht, wie im Jahr 2014, etwas: die besonders teure Mode-Version.

Kooperation mit Nike
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Immerhin lässt sich die Smartwatch inzwischen auch zum GPS-genauen Lauftraining verwenden. Auch andere Outdoor-Aktivitäten wie Wandern lassen sich damit nun detailliert tracken. Nachteil: die GPS-Nutzung wirkt sich erheblich auf die Akkuleistung aus. Nicht das einzige Manko....

Wasserdicht, aber kein Luxus
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Der Hersteller verzichtete auch auf eine 18-Karat-Gold-Fassung oder Saphirglas.... Für die traditionellen Hersteller von Luxus-Uhren ist das eine Bestätigung dafür, dass Apple nicht in derselben Liga mitspielen kann. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der schönsten Edel-Smartwatches für Manager.

Breitling B55 Connected
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Die „B55 Connected“ ist die erste Smartwatch aus dem Hause Breitling und stellt das Handy in den Dienst der Uhr. Titan-Gehäuse, Carbon-Beschichtung, digitales und analoges Ziffernblatt gleichzeitig: der klassische Fliegerchronograf ist in der Zeitzone der Wearables gelandet. Über eine App lassen sich u.a. Uhrzeit und Alarm einstellen sowie kabellos Abflug- und Landezeiten auf die Uhr herunterladen, um sie besser zu lesen, zu speichern oder weiterzuleiten.

Preis: ab 7.000 Euro.

(Foto: Screenshot Breitling)

Tag Heuer Connected
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Auf diese Uhr hatten Fans lange gewartet. Der Schweizer Uhrenhersteller Tag Heuer, eine Marke der französischen Luxusschmiede LVMH, arbeitet bei seiner ersten intelligenten Uhr, die in der bekannten Carrera-Serie erscheint, mit Intel und Google zusammen. Die auch von anderen Uhren bekannten Android-Wear-Funktionen lassen sich mittels Druck auf den 1,5 Zoll Touchscreen der Uhr aktivieren. Aufgeladen wird die Smartwatch per Induktion, danach hält sie laut Hersteller 25 Stunden durch.

Preis: 1.350 Euro.

(Foto: Screenshot Tag Heuer)

Tag-Heuer-Chef Jean-Claude Biver mit der 2. Smartwatch
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Mit diesem Modell war Tag Heuer der erste Luxushersteller, der sich an das Segment Smartwatch wagte. Inzwischen gibt es sogar ein zweites Modell, die "Connected Modular 45."

Tissot Smart Touch
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Auch bei Tissot wurde mit Hochdruck an einer Smartwatch gearbeitet, die dann erstmals auf der Baselworld 2016 präsentiert wurde. Die intelligente Uhr Smart Touch, die u.a. Daten über Wetter, Höhe, Luftfeuchtigkeit und Temperatur liefert, funktioniert mit Bluetooth. Außerdem kann sie verlorene Schlüssel oder Handys wieder finden, an denen eine Art Anhänger angebracht wird. Drückt man dann einen Knopf auf der Uhr drücken, gibt der Anhänger einen Ton von sich, damit der Uhrenträger den gesuchten Gegenstand wieder findet.

Preis: ab 800 Euro.

Das soll die Entwicklung von Patrick Mercier und Jiwoong Park von der University of California in San Diego (UCSD) ändern: Magnetic Field Human Body Communication nennen sie ihren Übertragungsstandard. Dabei werden die Daten nicht um den Körper herum gefunkt, sondern durch ihn hindurch geleitet – per Magnetfeld.

Anders als Funkwellen wandern Magnetfelder sehr gut durch den Körper. Die Forscher testeten das, indem sie einem Probanden isolierte Spulen aus Kupferdraht um Kopf, Arme und Beine legten. An einer Spule wurde Spannung angelegt, um ein Magnetfeld zu erzeugen. Die Forscher maßen die Stärke der Signale, die an den anderen Spulen ankamen.

Dabei stellten sie fest, dass der Pfadverlust zehn Millionen Mal geringer war als bei Bluetooth. „Unserem Wissen nach hat diese Technik den geringsten Pfadverlust aller drahtlosen Kommunikationssysteme für den menschlichen Körper, die bisher vorgeführt wurden“, sagt Mercier. „Diese Technik ermöglicht es, Wearables zu bauen, die weniger Strom brauchen.“

Ein Nachteil hat die Technik
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