Nachrüstlösungen zum Vernetzen Was ältere Stereoanlagen zum Streamen bringt

Vernetzte Musikanlagen laufen der klassischen Hi-Fi-Anlage zunehmend den Rang ab. Doch nicht jede Altanlage muss gleich zum Recyclinghof, es gibt Nachrüstlösungen.
1 Kommentar
  • dpa
Streaming: Nachrüstlösungen lassen ältere Stereoanlagen streamen
Nachrüstlösungen zum Vernetzen

Wer sich von seiner Altanlage nicht trennen will, findet Möglichkeiten zum Nachrüsten.

Umrahmt von großen Lautsprecherboxen waren Hi-Fi-Anlagen lange die unangefochtenen Stars im Wohnzimmer. Doch im Digitalzeitalter tun sie sich schwer. Nach Zahlen des Branchenverbandes gfu wurden 2017 in Deutschland rund 1,7 Millionen netzwerkfähige Audiokomponenten verkauft - 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Und für 2018 wird eine weitere Steigerung um rund 7 Prozent erwartet.

Vernetzte Musikanlagen laufen der klassischen Hi-Fi-Anlage also zunehmend den Rang ab. Doch nicht jede Altanlage muss gleich zum Recyclinghof, denn es gibt Nachrüstlösungen zum Vernetzen.

Die günstigste Möglichkeit, eine Anlage etwa mit Smartphones oder Tablets zu vernetzen, sind Bluetooth-Audio-Adapter, sagt Christian van de Sand von der Stiftung Warentest. Diese kleinen Empfänger stellt man auf oder neben die Anlage: „Man schließt ganz einfach den Adapter per Kabel an einen freien Audio-Eingang der Anlage sowie an die Steckdose an und kann den Empfänger dann per Bluetooth-Funk mit Smartphone oder Computer vernetzen.”

Multiroom-Sound und ein Plattenspieler an der Wand
LF-S50G von Sony
1 von 13

Ein Hingucker: Sony verbindet seine Chromecast-fähigen Audioprodukte mit dem Google Assistant - so auch den neuen 360-Grad-Lautsprecher LF-S50G (230 Euro). Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Sonoro-Audiosystem Stream
2 von 13

Versteht sich auf den Undok-Standard: Das Sonoro-Audiosystem Stream (300 Euro), das sich auch fürs Bad eignet und mit wasserfester Fernbedienung kommt. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Yamahas Netzwerkplayer NP-S303
3 von 13

Macht ältere Anlagen fit für Streaming und Multiroom: Yamahas Netzwerkplayer NP-S303 (350 Euro). Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

CS-N775D von Onkyo
4 von 13

Onkyos Netzwerk-Mini-Anlage CS-N775D (749 Euro) hat nich nur Fireconnect und Airplay an Bord, sie soll auch DTS Play-Fi nachgereicht bekommen. Foto: Onkyo/dpa-tmn

P61110 von Medion
5 von 13

Günstig verbunden: Medions Multiroom-Lautsprecher P61110 (100 Euro) kommt mit Alexa-Sprachsteuerung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

SC-GA10 von Panasonics
6 von 13

Kleiner Monolith: Panasonics neuer WLAN-Lautsprecher SC-GA10 mit dem Google Assistant an Bord. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

SB-100 von Blockaudio
7 von 13

Im Stereo-WLAN-Lautsprecher SB-100 von Blockaudio (500 Euro), das den Undok-Standard unterstützt, steckt neben einem Digitalradio und Bluetooth auch noch ein Akku.

Musikliebhaber, die Klangqualität ähnlich wie in einem Konzertsaal erwarten, würden mit Bluetooth-Empfängern aber eher nicht rundum glücklich, glaubt Bernhard Grill, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS). „Bei Bluetooth dominieren derzeit noch über 20 Jahre alte Codecs und nicht der überlegene AAC-Codec, der nahezu verlustfrei die Musik überträgt.” Wer aber - wie die meisten - Musik eher nebenbei hört, liege mit Bluetooth-Adaptern nicht falsch.

Die Empfänger böten einen guten Einstieg in die akustische Vernetzung, meint auch Warentester van de Sand. Schon die Geräte um 20 Euro hätten in Sachen Klang und Bedienbarkeit überzeugt - wenn man mit der eher geringen Reichweite bis zehn Meter und eingeschränkter Nutzbarkeit leben kann, wenn das Smartphone die Musikquelle ist. Denn Musikhören und gleichzeitig Telefonieren geht etwa nicht.

Einen anderen Funkstandard mit mehr Reichweite und mehr Flexibilität nutzen WLAN-Audio-Adapter: Sie verbinden die Anlage nicht nur mit dem Funknetzwerk daheim, sondern in aller Regel auch mit dem Internet. Das heißt, sie können nicht nur lokale Audio-Inhalte vom Smartphone, Tablet, Rechner, Notebook oder der Netzwerkfestplatte auf der Anlage wiedergeben, sondern auch Musik aus dem Internet streamen.

Für Audioexperte Bernhard Grill ist die WLAN-Übertragung die Lösung der Wahl, wenn der reine Hörgenuss im Vordergrund steht: „Bei WLAN-Übertragung werden höhere Datenraten verwendet, was prinzipiell verlustfreie Übertragung zulässt, so dass die Musik auch von kritischen Hörern nicht vom Original unterscheidbar sein sollte.”

WLAN-Adapter (ab 40 Euro) werden in aller Regel per App gesteuert und können sich oft auch mit anderen Anlagen oder Funklautsprechern zusammenschließen, um in mehreren Räumen zeitgleich dieselbe Musik zu spielen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Aus schlechten Lautsprechern kommt kein guter Klang
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Nachrüstlösungen zum Vernetzen - Was ältere Stereoanlagen zum Streamen bringt

1 Kommentar zu "Nachrüstlösungen zum Vernetzen: Was ältere Stereoanlagen zum Streamen bringt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sorry aber kennen sie MultiCast von Yamaha das oder ähnliche Produkte hätte ich hier erwartet.
    https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/wireless_streaming_amplifiers/wxc-50/?mode=model

    Die WX Reihe bringt sogar ihre alten lieb gewordenen Hifi Schätze perfekt für wenig Geld ins Heimnetz.
    https://de.yamaha.com/de/products/audio_visual/wireless_streaming_amplifiers/index.html

    Netz Streaming den Streaming Boxen.
    Aber macht es wirklich Sinn Mehrfach komprimierte Musik auf Boxen im Preisbereich ab 1000 Euro aufwärts laufen zu lassen.

    HIFI im LAN basierten Heimnetz und WLAN nur über kurze Strecken braucht mehr.
    High End ist dann sowieso nochmal ein tiefer Schluck aus der Pulle.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%