Offene WLAN-Netze Freifunk für alle

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Problematische Störerhaftung
So müssen Geheimdienste draußen bleiben
Auto Transporter
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Auto-Transporter

Wer sensible Daten mit Kollegen oder Freunden über Online-Dienste wie Dropbox & Co. tauscht, läuft Gefahr, dass Spitzel und Hacker mitlesen. Eine smarte Alternative bietet der Speicher- und Synchronisationsdienst des US-Startups Connected Data. Bei dessen Transporter genannten Festplatten kann der Nutzer selbst bestimmen, welche Dateien per Direktverbindung automatisch und verschlüsselt mit den Transporter-Disks anderer Nutzer synchronisiert werden.

Preis: ab 299 Dollar


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Platten-Sperre
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Platten-Sperre

Wer verhindern will, dass Spionagesoftware die Passworteingabe für die verschlüsselte Festplatte aufzeichnet, sollte externe Speicher mit eigener Entsperrtechnik einsetzen – wie die DataLocker-Festplatte von Origin. Das Modell Enterprise 2.0 besitzt ein Tastenfeld für die Code-Eingabe und ist von der US-Technologiebehörde NIST unter anderem für den militärischen Einsatz zertifiziert.

Preis: ab 390 Euro


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Passwörter-Buch
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Passwörter-Buch
Wer kann sich noch die Passwörter merken, die er auf Hunderten Web-Seiten eingibt? Der MyIDkey des US-Startups Arkami hilft da weiter: Der USB-Stick, der sich nur über den eingebauten Fingerabdruck-Scanner aktivieren lässt, merkt sich sämtliche Benutzernamen und Passwörter, die der Nutzer in Web-Seiten eingibt – und füllt die Zugangsdaten bereits besuchter Web-Seiten automatisch in die vorgegebenen Eingabefelder ein. Via Bluetooth-Funk funktioniert das auch mit Smartphones.
Preis: 170 Dollar


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Merkel-Berry
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Merkel-Berry

Private Daten und Unternehmensinformationen hält die Spezialversion des Blackberry Z10 vom deutschen Sicherheitsspezialisten Secusmart strikt getrennt. Möglich macht das, neben Sicherungen im Betriebssystem, die Zusatz- verschlüsselung per Smartcard, die der Technik Secusuite gerade die Freigabe als Regierungshandy beschert hat.

Preis: 2500 Euro


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Sprech-Stelle
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Sprech-Stelle

Abhörsicher telefonieren, unabhängig von Handy oder Notebook, das ermöglicht das Sprachverschlüsselungssystem Topsec mobile des Berliner Spezialisten Rohde&Schwarz SIT. Die Krypto-Box mit eigenem Headset wird per Bluetooth mit internetfähigen Handys oder Computern gekoppelt und baut hochverschlüsselte Sprachverbindungen zu baugleichen Topsec-Modulen auf.

Preis: 2300 Euro

Abdruck-Analyst
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Abdruck-Analyst

Nicht ganz so sicher wie ein komplexes Passwort, aber deutlich komfortabler – und allemal besser als kein Zugriffscode: Das sind Fingerabdruckleser, die viele Business-Notebooks eingebaut haben, wie etwa das Thinkpad X1 Carbon von Lenovo.

Preis: 1470 Euro


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Email - Illustration
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Post-Geheimnis

Mit den Verschlüsselungsverfahren PGP und S/Mime gibt es wirksame Technologien, um elektronische Post gegen unerwünschte Mitleser zu sichern. Nur ist die Konfiguration gerade für Laien teils recht aufwendig. Einfacher und für den Unternehmenseinsatz geeignet sind Programme wie gpg4o des Softwarehauses Giegerich&Partner. Das Paket gibt’s als Erweiterung für Microsofts Outlook 2010 und 2013.

Preis: ab 94 Euro

So verweist auch ein Sprecher der Deutschen Telekom bei dieser Frage auf die AGB des Unternehmens. Dort steht unter anderem, dass ein Telekom-Kunde die Leistungen nicht an Dritte zum alleinigen Gebrauch oder zur gewerblichen Nutzung weitergeben darf (Paragraf 5).

„Wir sind aber nicht kommerziell“, hält dem Felix Kaechele entgegen. Er ist Sprecher des Vereins Freifunk NRW, ein Zusammenschluss von mehreren Initiativen im Bergischen Land. „Mir ist nicht bekannt, dass die Weitergabe der eigenen Internetkapazitäten über das Freifunk-Netzwerk schon rechtliche Konsequenzen gehabt hat.“

Das könnte auch daran liegen, dass die meisten Freifunk-Gemeinden bislang noch klein sind. „In ganz NRW gibt es bislang über 1000 Teilnehmer“, vermutet Kaechele. Bundesweit sind es schätzungsweise 6000. „Manche Kommunen versuchen, mit den Freifunkern zusammen ein WLAN-Netz zu etablieren, etwa in Burscheid im Rheinisch-Bergischen Land oder in Hückeswagen im Oberbergischen Kreis.“ Die Stadt Hamburg prüft, wie eine Zusammenarbeit mit privaten Freifunk-Initativen aussehen könnte, um mehr WLAN-Zugänge zu schaffen.

Auf landespolitischer Ebene werde die Entwicklung aufmerksam verfolgt, sagt eine Sprecherin der Staatskanzlei. Einen direkten Kontakt oder gar eine finanzielle Förderung, wie etwa in Berlin, gebe es aber nicht. Für Unsicherheit sorgt dabei immer wieder die Frage der sogenannten Störerhaftung.

Konkret bedeutet diese juristische Formulierung: Wenn etwa ein Café-Betreiber seinen Gästen sein WLAN-Netz zugänglich macht, dann haftet er auch für eventuelle Straftaten wie illegale Musikdownloads, die Gäste damit begehen. „Absurd“ finden das Leute wie Santos und Felix Kaechele – sie fordern, dass die Störerhaftung abgeschafft wird. Auch beim Land erkennt man „Änderungsbedarf“.

Im Bundestag brachte die Opposition im November einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Störerhaftung ein. Abgeordnete der Koalition sprachen sich aber dafür aus, einen Gesetzentwurf der Bundesregierung abzuwarten, der die Störerhaftung weniger stark einschränken soll. „Es darf keinen Freifahrtschein für Urheberrechtsverletzungen geben“, unterstrich damals der CDU-Abgeordnete Axel Knoerig.

Bis sich etwas ändert, leiten die Freifunker aus Bielefeld ihren Internetverkehr weiterhin über einen Server, der im europäischen Ausland steht. Dort gibt es die Störerhaftung nicht, betonen sie.

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