Pixel 3, Google Home Hub, Chromebook Pixel Slate Mit diesen Neuheiten will Google das Zuhause noch smarter machen

Ein Tag nach Bekanntwerden der Datenpanne präsentiert Google in New York seine Produktneuheiten – in der Hoffnung, eine neue Zielgruppe für sich zu gewinnen.
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So will Google mit dem Pixel 3 auftrumpfen

San Francisco, New YorkDie Hardware steht im Zentrum der Konzernstrategie von Google. „Informationen bereitzustellen gehörte schon immer zu unserer DNA“, erklärte Hardwarechef Rick Osterloh. Der große Durchbruch, den das Unternehmen aus Mountain View sehe, geschehe aber nicht durch Hardware allein, sondern an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Software und Hardware.

Der IT-Konzern hat an diesem Dienstag seine neuen Produkte vorgestellt: die dritte Smartphone-Generation Pixel 3, das neue Google Home Hub für das vernetzte Zuhause und das neue Chromebook Pixel Slate.

Für die Präsentation lud das Unternehmen diesmal in die amerikanische Medienhauptstadt New York, in die loftartigen Spring-Studios im Trendviertel Tribecca. Das passt zu der Dramaturgie, in der Google die neue Hardware inszeniert. Über die Bildschirme von Pixel 3, Home Hub und Pixel Slate flimmern Inhalte von Google Fotos und Schnipsel von Youtube.

Die neuen Geräte sollen Googles intelligente Software noch besser integrieren, noch näher an den Nutzer rücken, ihn besser verstehen, seine Ideen und Gedanken gar vorausahnen. Künstliche Intelligenz (KI) dürfe sich nicht artifiziell anfühlen, sondern müsse ganz natürlich wirken, glaubt Osterloh.

Bei dem Termin geht Google nicht direkt auf die aktuelle Datenpanne beim sozialen Netzwerk Google Plus ein. Doch Manager Osterloh betonte mehrfach, wie ernst der Konzern Sicherheit und Privatsphäre seiner Nutzer nehme.

Neue Zielgruppen im Visier

Der Tech-Konzern will die Entertainment-Industrie und die Kunstszene für sich gewinnen, verkündete eine Kooperation mit Starfotografin Annie Leibovitz, zeigte Titelbilder für Cover aus dem Verlagshaus Conde Nast, geschossen mit dem neuen Smartphone Pixel 3.

Sein neues Smartphone hat Google mit einem OLED-Bildschirm ausgestattet, der fast bis an die Enden des Geräts reicht. Die 64-GB-Version soll es ab 849 Euro geben. Während der Veranstaltung stellte Google besonders die Vorteile der Kamera heraus.

Sie besitzt auf der Rückseite eine Auflösung von 12,2 Megapixel sowie acht Megapixel auf der Vorderseite. Hinterlegte Algorithmen erfassen automatisch, welche Aufnahmen am besten gelungen sind, oder erkennen dank der Software „Google Lens“ eigenständig Bildinformationen wie Telefonnummern oder Gegenstände, die der Nutzer dann im Internet recherchieren kann.

Das Pixel 3 soll Googles Position im Smartphone-Markt stärken. Zwar läuft sein Betriebssystem Android laut der US-amerikanischen Statistikfirma Statcounter auf 77 Prozent der Smartphones und Tablets. Zum Vergleich: Apple liegt bei nur 18,9 Prozent. Doch bei den Smartphone-Verkäufen spielt Google nach wie vor eher eine Nebenrolle.

Nach Daten der Forschungsfirma IDC verkaufte Google vergangenes Jahr vier Millionen Telefone, Apple hingegen um die 217 Millionen iPhones.

Auch die Macht im Internet der Dinge will Google weiter ausbauen. Das Zuhause sei noch nicht smart genug, sagte Hardwarechef Osterloh. Der neue Google Home Hub soll intelligente Services besser organisieren und zusammenführen. Er reagiert auf Sprachbefehle. Auf Zuruf lassen sich Apps aktivieren, darunter Fotos, Videos, Maps oder der Kalender. Die Funktion „Ambient EQ“ passt die Helligkeit des Screens automatisch an die jeweilige Tages- oder Nachtzeit an.

Google Home Hub zeigt dem Besitzer im Dashboard auf einen Blick den Status aller smarten Geräte im vernetzten Zuhause an oder liefert ihm die Informationen unterwegs per App. Nebenher spielt das Gerät die Fotos des Besitzers ab und ist mit Google Fotos verknüpft.

Das mit einem Bildschirm ausgestattete Gerät kann ab sofort in vier verschiedenen Farben für knapp 149 Dollar vorbestellt werden und ist ab 22. Oktober in den USA, Großbritannien und Australien erhältlich. Wann das Gerät nach Deutschland kommt, darüber gab Google keine Auskunft.

Neben Smartphones und smarten Bildschirm präsentierte Google das neue Chromebook Pixel Slate, das der Konzern für 599 Dollar verkaufen will. Das Gerät werde später in diesem Jahr verfügbar sein, so Google-Manager Trond Wueller.

Mit den Neuzugängen investiert Google weiter in seine Position in der Hardwarewelt. Die nötigen finanziellen Mittel besitzt das Unternehmen. Die Google-Mutter Alphabet ist an der Börse mit 835 Milliarden Dollar bewertet und sitzt auf Geldreserven von mehr als 100 Milliarden Dollar.

Einen Teil der Mittel steckt Google auch in seine Expansion in New York: Im Frühjahr hat das kalifornische Unternehmen gleich gegenüber von seinem bisherigen Sitz den Chelsea Market für 2,4 Milliarden Dollar erworben. Es war der größte Immobiliendeal der Geschichte in New York. Schon heute arbeiten mehr als 7.000 Mitarbeiter in der Metropole an der Ostküste. Tendenz steigend.

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