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Pixel 4 Googles neues Smartphone lässt sich auch mit Gesten steuern

Die vierte Generation des neuen Google-Smartphones erhält erstmals eine Doppelkamera und Gestensteuerung. Es reagiert auch auf Gesten – ganz ohne Berührung.
Update: 15.10.2019 - 18:45 Uhr Kommentieren
Sabrina Ellis, Vice President of Product Management bei Google, bei der Pixel-4-Präsentation. Quelle: AFP
Neues Produkt

Sabrina Ellis, Vice President of Product Management bei Google, bei der Pixel-4-Präsentation.

(Foto: AFP)

New York Der Technologiekonzern Google feiert sich selbst und sein neues Smartphone Pixel 4. Hunderte von Menschen sind zum Shed, einer hohen, neuen Halle an der New Yorker Highline gepilgert. Sie alle wollen die neuen Produkte des Suchmaschinen-Giganten aus Kalifornien sehen. Mitarbeiter in weißen Overalls mit dem bunten Google-Logo auf der Brust und bunten Converse-Schuhen an den Füßen weisen den Weg.

Auf der Bühne erklärt die Fotographie-Legende Annie Leibovitz, wie sie das neue Smartphone auf einer langen Reise getestet hat. Die Lifestyle-Unternehmerin Martha Stewart sitzt ebenso im Publikum wie andere VIPs.

Die Fotografin will das Gerät schon getestet haben. Quelle: AFP
Annie Leibovitz

Die Fotografin will das Gerät schon getestet haben.

(Foto: AFP)

Vor allem die Kamera des neuen Pixel 4 steht im Mittelpunkt der Präsentation in New York. Algorithmen korrigieren Schnee-Bilder, ermöglichen einen Zoom ohne Extra-Objektiv, errechnen mit Nachtsicht einen Sternenhimmel, auf dem die Milchstraße zu sehen ist. Das neue Smartphone, dass sich per Gesichtserkennung entsperren lässt, ist in den USA für 799 Dollar in orange, schwarz und weiß erhältlich.

Eine weitere Neuigkeit: Das Pixel 4 lässt sich dank eines Bewegungssensors auch mit Gesten steuern, ohne dass man über den Bildschirm wischen muss. Oder mit den neuen Ear buds – den Stöpseln im Ohr, die auch als Mikrophone funktionieren: „Google, spiel meine Playlist“, reicht dann aus, um das Smartphone zu bedienen. Das geht auch, wenn das Smartphone drei Räume weiter weg in der Ladestation oder im Spind des Fitnessstudios liegt. Die Finger-ID könnte somit schon bald der Vergangenheit angehören.

Für Google ist das Smartphone als weiteres Standbein wichtig. Im zweiten Quartal hat der IT-Konzern bei 39 Milliarden Dollar Umsatz zehn Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Das größte Geschäft macht Google dabei immer noch mit Werbung.

So sieht das neue Smartphone aus. Quelle: AP
Google Pixel 4

So sieht das neue Smartphone aus.

(Foto: AP)

Aber immerhin 16 Prozent des Umsatzes kommt mittlerweile über den Verkauf von Smartphones, Lautsprechern und Cloud-Computing-Dienstleistungen. Diese Sparte „andere Umsätze“ ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar gestiegen. Wieviel davon von den Smartphones stammen, gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Google muss zahlungskräftigere Konsumenten überzeugen

Während Google Probleme mit dem Verkauf des Pixel 2 und 3 hatte, ist das kostengünstige Pixel 3A bei den Kunden gut angekommen. Die Version kam im vergangenen Mai für unter 400 Dollar auf dem Markt, als kaum andere Hersteller ihre Produkte lancierten. Nun muss das Pixel 4 beweisen, dass Google auch die zahlungskräftigeren Kunden mit seinem Smartphone überzeugen kann.

Das Gerät wird in zwei unterschiedlich großen Varianten (5,7 und 6,3 Zoll) ab 749 Euro angeboten. Quelle: AP
Neue Pixel-Smartphones

Das Gerät wird in zwei unterschiedlich großen Varianten (5,7 und 6,3 Zoll) ab 749 Euro angeboten.

(Foto: AP)

Außerdem präsentiert der Suchmaschinen- und Werbegigant seine neue Version des komplett vernetzten Hauses. Da gehen Lichter und Heizungen von alleine aus, das Video wechselt per Sprach-Order von einem Raum in den nächsten. Die „Mini-Nest“-Geräte im Bücherschrank dienen als Telefon und teilen mit, wer an der Tür ist, ob der Hund bellt oder das Kind in der Küche ist.

In New York belässt es Google bei einer reinen Produktshow. Auf das brennende Thema hinsichtlich Privatsphäre und der Marktmacht gingen die Manager auf der Bühne nicht ein. Die Tatsache, dass die potentielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Elizabeth Warren, eine Aufteilung von Google, Facebook und Co. fordert, wird nicht thematisiert.

Reges Interesse am Google-Event in Manhattan. Quelle: Reuters
Made by Google 19

Reges Interesse am Google-Event in Manhattan.

(Foto: Reuters)

Auf die Frage, ob Kunden besorgt sein könnten, dass Google ihre Bilder nutzt, um Werbung noch besser auf sie zuzuschneiden, sagte der Computergraphik-Professor und Google-Ingenieur Marc Levoy dem Handelsblatt am Rande der Veranstaltung: „Wir müssen die Menschen daran erinnern, dass wir nichts Böses mit Ihren Fotos anstellen wollen und dass wir sie nicht verkaufen. Fotos sind etwas sehr Persönliches.“

Google nehme das Thema Privatsphäre sehr ernst. „Viele Mitarbeiter würden intern ihre Hand heben, wenn sie etwas sehen, was ihnen unethisch erscheint. Das ist Teil unserer Unternehmenskultur“, erkärt Levoy.

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