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Smartphone-Betriebssystem Die wichtigsten Neuerungen des neuen Android Q

Im Herbst liefert Google ein neues Android-Betriebssystem aus. Es soll Faltdisplays unterstützen und besitzt einen Dark Mode. Der schont Akku und Augen.
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Android Q: Die wichtigsten Neuerungen Quelle: AFP
Android

Das neue Smartphone-Betriebssystem von Google wartet mit einigen Neuerungen auf.

(Foto: AFP)

KölnGoogle hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O eine neue Android-Version angekündigt, die im Herbst auf ersten Geräten auf den Markt kommt. Bislang trägt die Betaversion den Namen „Q“, wobei das nur der Anfangsbuchstabe der noch unbekannten Süßigkeit ist, nach der Google in alter Manier seine finale Android-Version nennen wird. Die jüngsten Android-Versionen hießen „Pie“ (Kuchen), „Oreo“ (benannt nach dem Keks) oder „Nougat“. Folgende Neuerungen erwarten Nutzer von Googles neuem Smartphone-Betriebssystem:

1. Faltdisplays werden unterstützt

Hersteller wie Samsung und Huawei wollen noch in diesem Jahr faltbare Smartphones auf den Markt bringen. Während beim Samsung Fold Displayprobleme den Marktstart verzögern, will der Konkurrent aus China sein Mate X im Sommer auf den Markt bringen. Das neue Smartphone-Betriebssystem von Google reagiert auf diese Entwicklung und unterstützt einen nahtlosen Wechsel von einem kleinen zu einem großen Bildschirm. Die Funktion „Screen Continuity“ soll zudem dafür sorgen, dass der Nutzer nach dem Faltvorgang genau da weiter machen kann, wo er aufgehört hat, ohne wieder umständlich zur vorherigen Position im Browser oder in einer App scrollen zu müssen.

Android muss dabei zwei grundverschiedene Konzepte von Auffalt-Smartphones unterstützen: So hat Samsungs Galaxy Fold zwei Bildschirme. Der eine lässt sich wie ein Buch zur Tablet-Größe auffalten und ist in zusammengeklapptem Zustand nicht sichtbar, während ein weiteres kleines Display auf der Außenseite die Smartphone-Funktionen übernimmt. Beim Konkurrenzmodell Mate X von Huawei bleibt der Bildschirm beim Zusammenfalten auf der Außenseite und kann abwechselnd von beiden Seiten auf halber Größe genutzt werden.

2. Live-Untertitel

Android Q kann für jedes beliebige Video Live-Untertitel erzeugen. Das gilt sowohl für Videos aus dem Internet oder lokal gespeicherte Urlaubsaufnahmen. Größe und Position der Untertitel können vom Nutzer eingestellt werden. Dabei werden keine mobilen Daten verbraucht, da die Untertitel lokal vom Smartphone selbst erstellt werden.

3. Dark Mode

Android Q soll einen nativen Dark Mode (Dunkelmodus) bekommen. Damit ist ein dunkles, augenfreundliches Design gemeint. Auf Smartphones mit Oled-Displays werden zudem nicht nur die Augen, sondern auch der Akku geschont: Da hier die schwarzen Pixel nicht leuchten, verbrauchen große, dunkle Flächen nicht so viel Strom wie ein grellweißes Design.

4. Datenschutz und Sicherheit

In der neuen Smartphone-Betriebssystemversion von Googles Android können Nutzer, wie bereits bei Apples iPhone üblich, festlegen, dass eine App nur auf ihren Aufenthaltsort zugreifen kann, wenn sie genutzt wird. Bisher galt die erteilte Genehmigung bei Android ohne Einschränkungen, so dass Apps grundsätzlich auch auf die GPS-Daten zugreifen konnten, wenn sie im Hintergrund aktiv waren.

5. Systemupdates werden über den Play Store installiert

Google will bei seiner neuen Android-Version Sicherheitsupdates und Datenschutzverbesserungen direkt über den Play Store bereitstellen. Wichtige Android-Sicherheitsupdates können dann wie die restlichen App-Updates im Hintergrund geladen werden. So bekommt Google mehr Kontrolle darüber, wann die Nutzer mit wichtigen Sicherheitsupdates versorgt werden. Bislang ist Google nämlich bei dieser Frage von den Smartphone-Herstellern abhängig, die aus dem Basis-Android jeweils individuelle Betriebssysteme basteln und die jeweiligen Android-Updates über die Systemebene anbieten, auf die Google keinen Zugriff hat.

Auf 21 Smartphone-Modellen lässt sich die Android-Q-Betaversion testen – allerdings auf eigene Gefahr: Die Nutzung von Betaversionen kann Fehlfunktionen und Datenverluste zur Folge haben. Experimentierfreudige finden unter diesem Link eine Liste mit den kompatiblen Modellen.

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