Smartphones Neuer ARM-Chip soll Akkulaufzeit verdreifachen

Smartphones können immer mehr, doch am Ende des Tages ist der Akku leer, manchmal sogar noch früher. Eine neue Chip-Generation von ARM soll das ändern. Bis sie auf dem Markt erhältlich ist, dauert es allerdings noch.
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Wer sein Smartphone ausgiebig nutzt, muss derzeit damit rechnen, dass der Akku abends leer ist. Quelle: ap

Wer sein Smartphone ausgiebig nutzt, muss derzeit damit rechnen, dass der Akku abends leer ist.

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CambridgeDer bei Smartphones und Tablets dominierende Chip-Entwickler ARM hat neue Prozessoren vorgestellt, die deutlich mehr Leistung bei 75 Prozent weniger Stromverbrauch bieten sollen. Das werde durch Änderungen am Design sowie einen moderneren Fertigungsprozess erreicht, erklärte ARM am späten Dienstag. Es dürfte bis 2016 dauern, bis die Technologie in Geräten auftaucht.

ARM produziert die Chips nicht selbst, sondern verkauft Lizenzen an Hersteller, die auf Basis der Technologie eigene Modelle entwickeln können. Das neue Top-Modell Cortex A72 soll 50 Prozent mehr Leistung als bei fünf Jahre alten Spitzen-Smartphones bieten, hieß es. ARM-Chips sollen auch Video in Ultra-HD-Auflösung abspielen können, die vier Mal höher als bei herkömmlichem Full-HD ist.

Auf einem Event von ARM demonstrierte die Oculus, wie der neue Chip Cortex A72 verwendet werden könnte, um auf einem Smartphone eine bessere Virtual-Reality-Darstellung zu ermöglichen. „Wir sind sehr froh darüber, dass Firmen ansprechende Grafikchips und Hauptprozessoren entwickeln, die eine überraschend gute Darstellung einer virtuellen Realität auf dem Smartphone ermöglichen“, sagte Oculus-Manager Anuj Gosalia.

Was Sie bei der Handy-Reparatur beachten sollten
An Amazon Fire smartphone is seen during a teardown procedure in a handout picture provided by iFixit
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Ich möchte gerne selber reparieren – wie schwierig ist das?

Das kommt ganz aufs Handy-Modell an. Bei den Samsung-Smartphones der Modellreihe Galaxy S etwa können Akkus ohne Werkzeug mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden. Deutlich schwieriger ist die Sache etwa bei neueren iPhones und Modellen anderer Hersteller wie HTC oder Motorola. Hier muss, teils sehr langwierig, geschraubt und gehebelt werden. Der Austausch eines Displays ist generell ziemlich kompliziert.

An Amazon Fire smartphone is seen opened up during a teardown procedure
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Wie komme ich an Ersatzteile?

Das Angebot im Internet ist schier unüberschaubar, auch die Preise gehen weit auseinander. Ob es sich um ein Originalteil des Smartphone-Herstellers handelt, wie es oft im Werbetext heißt, oder um ein gefälschtes Teil, lässt sich nicht immer feststellen – außer bei Apple: Der Konzern verkauft seine Originalteile nur an autorisierte Werkstätten, sie sind daher nicht frei erhältlich.

Auch gebrauchte Teile sowie Nachbauten des Originals werden oft angeboten. Die Experten der Computerzeitschrift c't raten, vor allem auf die Rezensionen anderer Kunden zu achten – diese geben am ehesten Hinweise auf schlechte Qualität.

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Was brauche ich noch?

Vor allem das passende Werkzeug, beispielsweise kleine Schraubendreher. Meistens wird Werkzeug beim Kauf eines Ersatzteils mitgeliefert. Bessere Qualität bietet oft der Fachhandel. Die c't-Experten mahnen, bei der Reparatur sehr vorsichtig vorzugehen und alle abmontierten Teile und Schrauben so abzulegen, dass sie später wieder an genau der richtigen Stelle wieder eingesetzt werden können.

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Wo finde ich Reparaturanleitungen?

Im Internet. Es gibt Plattformen, die sich ausschließlich mit Reparaturen befassen, und diese Schritt für Schritt auf Fotos oder im Video zeigen. Solche Filme gibt es beispielsweise auch auf der Google-Plattform Youtube.

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Und wenn ich doch lieber einen Fachmann beauftragen will?

Es gibt autorisierte Werkstätten, bei denen die Mitarbeiter Originalteile verwenden und von den Herstellern geschult werden. Billiger sind freie Anbieter, doch bei denen stimmt die Qualität nicht immer. Hier sollte auf jeden Fall etwas Zeit für die Recherche aufgewendet werden, um unseriöse Werkstätten auszusortieren.

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Was muss ich sonst noch beachten?

Wer sein Smartphone in eine Werkstatt gibt, sollte vorher ein Backup machen und dann alle persönlichen Daten vom Gerät löschen. Der Zugriffscode sollte ausgeschaltet werden, damit der Reparateur das Gerät testen kann. Auch beim Reparieren in Eigenregie kann ein Backup ratsam sein – dann ist nichts verloren, wenn beim Basteln etwas schief geht.

Der britische Chip-Designer ARM dominiert bislang im Markt der Smartphones und Tablet, während Chip-Primus Intel den Markt bei Laptops, Desktop-PCs und Servern beherrscht. Intel versucht aber schon seit Jahren, im Geschäft mit Smartphones und Tablets Fuß zu fassen und musste zuletzt dafür zuzahlen, dass Hersteller seine Chips verbauten.

  • dpa
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