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Softwaretipp Office im Web

Warum teure Software auf dem PC installieren, wenn es doch Textverarbeitung und Tabellenkalkulation kostenlos im Web gibt? Google Text & Tabellen reicht für viele kleinere Büros völlig aus.
  • Jörg Schieb

Softwarebenutzer sind eine merkwürdige Spezies: Für die meisten kann ein Programm gar nicht genug Features haben. Motto: Man weiß ja nie, ob man's nicht irgendwann mal braucht. Doch in Wirklichkeit liegen die meisten Funktionen brach. Sie werden nicht benutzt. Zum einen, weil sie nahezu unauffindbar in den Untiefen von Menüs und Dialogboxen versteckt sind. Zum anderen, weil man in der Regel auch ganz gut ohne auskommt.

Hand aufs Herz: Die meisten wollen mit ihrer Textverarbeitung doch nur ein paar Absätze schreiben, einen Brief, eine Tabelle, eine E-Mail – oder vielleicht einen Blog. Warum also ein teures Microsoft Office installieren oder ein voluminöses, wenn auch kostenloses OpenOffice? Darum erfreuen sich Office-Lösungen im Web immer größerer Beliebtheit. Das zweifellos bekannteste „Office im Web“ kommt von Google und heißt „Google Text & Tabellen“.

Seit kurzem kann sich jeder unter docs.google.com kostenlos anmelden. Hier lassen sich bequem, ohne irgendwelche Software herunterladen zu müssen, Textdokumente erstellen. Man braucht nur einen PC mit Internetzugang. Der Browser wird zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Die Bedienung erinnert an Word und Excel: Es gibt Menüs und Buttons zum Anklicken, etwa um Texte zu formatieren.

Wer mag, kann auch Word-Dokumente hochladen – und sie dann im Web speichern und weiter verarbeiten. So lange nicht allzu komplizierte Formatierungen oder Funktionen benutzt werden, kommt Googles Textmaschine problemlos mit den Dokumenten klar.

Kostenlose Office-Software: Google Text & Tabellen.

Kostenlose Office-Software: Google Text & Tabellen.

Ich nutze das oft, denn so kann ich überall, an jedem PC auf meine Dokumente zugreifen und sie sogar bearbeiten. Die Texte lassen sich drucken, aber auch per E-Mail verschicken oder als PDF ausgeben. Sehr praktisch.

Und nicht nur das: Google Text merkt sich die einzelnen Generationen eines Textes. Sollten sich Korrekturen an einer Textpassage später doch als Irrtum erweisen, lässt sich mit wenigen Mausklicks die ursprüngliche Fassung wieder hervorkramen.

Bislang habe ich noch nichts vermisst. Und das, obwohl Word mindestens ein paar Hundert Funktion mehr zu bieten hat. Dasselbe lässt sich übrigens über die Tabellenkalkulation sagen, die nicht minder praktisch ist. Da muss man allerdings eingestehen: Die Fähigkeiten von Excel, dröges Zahlenmaterial in ansprechende Grafiken und Charts zu übersetzen, sind ungeschlagen. Da kann Googles Spreadsheet nicht mithalten.

Wer sich auf ein Office im Web einlässt, geht aber auch Risiken ein. So sind die Dokumente auf einem fremden Server gespeichert – unverschlüsselt. Sensible Daten bearbeitet man daher also besser nicht im Web, zumindest nicht bis es auch dafür eine Lösung gibt.

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