Technik-Tipp Worauf Sie beim Router-Kauf achten sollten

Worauf muss man achten, wenn ein neuer Router fällig ist oder für den neuen Internetanschluss ein Gerät ausgewählt werden muss? Hier ein paar Tipps.
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Router gehören zu den oft unterschätzten Hausgeräten. Quelle: dpa
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Router gehören zu den oft unterschätzten Hausgeräten.

(Foto: dpa)

In nahezu jedem Haushalt steht einer. Mal rot, mal weiß, mal schwarz - mal mit langen Antennen, mal mit kurzen. Aber so richtig Beachtung findet der Router eher selten. Dabei sind moderne Internet- und Telefonanschlüsse ohne sie nicht möglich.

Worauf muss man achten, wenn ein neuer Router fällig ist oder für den neuen Internetanschluss ein Gerät ausgewählt werden muss? Grundsätzlich braucht man für den Zugang zum Internet eigentlich nur ein Modem. Das stellt entweder über das Telefonnetz, das Fernsehkabel oder per Funk die Verbindung her. Doch soll mehr als ein einzelner angeschlossener Computer Zugriff auf das Internet bekommen - andere Rechner, Smartphones, Smart-Home-Geräte oder IP-Telefone - braucht es einen Router. Er verteilt die Datenpakete an angeschlossene Geräte, vernetzt sie aber auch untereinander.

Die erste große Frage lautet: Kaufen oder mieten? Der Vorteil beim Mietgerät vom Anbieter: Es ist bereits konfiguriert und funktioniert im Optimalfall sofort - besonders für technisch nicht so versierte Nutzer ist das eine gute Wahl, rät das Telekommunikationsportal „teltarif.de”. Wer beim Anbieter mietet, erhält im Schadensfall außerdem meist ein neues Gerät.

9 Security-Mythen, die Sie kennen sollten
Mythos: Das Internet ist so unendlich groß. Niemand wird gerade mich angreifen.
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Fakt ist: Es gibt vollautomatisierte Angriffs-Tools, die Hacker einsetzen, um Schwachstellen aufzudecken. Ein neuer, ungeschützter Computer, der erstmalig mit dem Internet verbunden wird, ist in der Regel innerhalb von sieben Minuten kompromittiert.

Mythos: Ich besitze überhaupt keine wertvollen digitalen Informationen.
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Fakt: Jeder Computernutzer besitzt wertvolle Daten. Und seien es nur lokal gespeicherte Passwörter fürs Online-Banking, Kreditkartendaten, E-Mail- oder Web-Accounts. Diese Infos sind gerade für Identitätsdiebe äußerst wertvoll.

Mythos: Um die Sicherheit kümmere ich mich dann, wenn mich einer versucht anzugreifen.
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Fakt: Angriffe laufen immer, Tag und Nacht. Oft bekommen Sie davon gar nichts mit. Eine Security-Lösung mit Antivirus und Firewall sollte heute selbstverständlich sein, ebenso Up-to-Date-Systeme mit aktuellen Patches.

Mythos: AV und Firewall genügen dann aber auch, um meinen Computer sicher zu machen.
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Fakt: Jede installierte Software birgt potenzielle Schwachstellen und sollte mit Updates auf dem Stand gehalten werden - das gilt für Security-Software ebenso wie für jede andere Applikation. Wichtig ist auch, dass persönliche Passwörter und weitere Informationen über einen selbst vertraulich und sicher aufbewahrt werden.

Mythos: Ich habe die kritischen Daten auf meiner Festplatte gelöscht - nun sind sie weg.
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Fakt: Auch wenn die Datei nicht mehr angezeigt und gefunden wird, ist doch nur der Verweis darauf entfernt worden. Die eigentliche Information ist noch solange auf der Festplatte gespeichert, bis sie mit einer neuen überschrieben wird. Erst mit speziellen Wipe-Tools, die Festplatten sektorweise überschreiben, werden Daten endgültig gelöscht.

Mythos: Gefährliche Websites lassen sich direkt erkennen.
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Fakt: Cyberkriminelle tun alles, um eben das zu verhindern. Die besten entwickeln Websites, die seriös und professionell aussehen - oft sogar vertrauten Angeboten eins zu eins gleichen, um die Besucher zu täuschen. Und dann reicht ein einziger kompromittierter Link, und der ahnungslose Besucher sitzt in der Falle.

Mythos: Ich bekomme es mit, wenn mein Computer infiziert oder unterwandert wurde.
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Fakt: Früher vielleicht ja, heute nur noch bei schlecht gemachten Attacken. Die Entwicklung im Untergrund ist soweit fortgeschritten, dass kaum ein Nutzer noch merkt, wenn sein Rechner als Teil eines Botnetzes als Spam-Schleuder missbraucht wird oder andere Computer angreift.

Manche Anbieter haben auch eigene Router zum Kaufen im Portfolio. Allerdings sind die vom Anbieter mitgelieferten Geräte nicht immer sonderlich leistungsfähig. Zum reinen Internetsurfen reicht es, wer aber mehr als ein Brot-und-Butter-Gerät wünscht, für den lohnt sich der Kauf eines eigenen Routers, rät die Stiftung Warentest.

Die Anbieter raten dabei meist zur Nutzung ihrer eigenen Geräte. Grundsätzlich haben Verbraucher aber die Wahl, sagt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Seit August 2016 gilt auch im Kabelnetz die Routerfreiheit. Anbieter müssen auf Anfrage die nötigen Zugangsdaten herausrücken. Faktisch funktionieren im freien Handel gekaufte Kabelrouter trotz korrekter Zugangsdaten vom Anbieter aber technisch nicht immer korrekt, erklärt Alexander Kuch von „teltarif.de”. Dann hakt es entweder beim Internet oder bei der Telefonie. Er empfiehlt, lieber das bestmögliche Gerät vom Dienstanbieter zu nutzen.

Sonderlich groß ist das Angebot an freien Kabelroutern ohnehin noch nicht, hat die Stiftung Warentest ermittelt. DSL-Kunden finden hier ein deutlich größeres Angebot vor. Wichtig ist dabei, so simpel das klingt: Der Router muss alles können, was man mit ihm anstellen will. Nicht jedes Gerät hat etwa ein Modem eingebaut und kann alleine die Verbindung zum Internet herstellen.

Und damit nicht genug: Je mehr Geld man in die Hand nimmt, umso mehr Funktionen hat der Router. Da lohnt ein Vergleich - und der Abgleich mit den eigenen Bedürfnissen. Nicht jeder braucht einen Medienserver daheim. Nützlicher ist etwa ein Gästezugang, bei dem Gäste des Hauses einen WLAN-Zugang bekommen können - aber nicht automatisch Zugriff auf alle (privaten) Bereiche des heimischen Netzwerks.

Auch bei der Telefonie gibt es Merkmale, auf die man beim Kauf eines Routers achten sollte. Da über kurz oder lang alle noch verbliebenen analogen Anschlüsse auf den digitalen internetbasierten Standard Voice over IP (VoIP) umgestellt werden, braucht man mittlerweile für die Festnetz-Telefonie Router, die diesen Standard unterstützen.

Als zusätzliches Ausstattungsmerkmal können Router dabei auch die schnurlosen digitalen sogenannten DECT-Telefone als Basisstation unterstützen. Ein Schnurlos-Telefon kann dann direkt an den Router gekoppelt werden, ohne zusätzliche Basisstation.

Wer bereits einen funktionierenden Router oder ein Modem in Betrieb hat und nur moderne Funktionen wie schnelleres WLAN oder den Medienserverbetrieb nachrüsten will, kann das auch tun, sagt Alexander Kuch. Der neue Router lässt sich in den meisten Fällen einfach per LAN-Kabel an das vorhandene Gerät anschließen und im reinen Routerbetrieb nutzen. Dann kommen auch Geräte ohne eigenes Modem oder ohne Telefoniefunktion infrage - falls das vorhandene Gerät das schon beherrscht. Bei Kabelanschlüssen lassen sich so aber nur zum Beispiel WLAN oder Medienserverdienste nachrüsten. Telefonie muss weiter über den ersten Kabelrouter abgewickelt werden.

Auf diese Weise können dann auch Kabelkunden theoretisch jeden Router an ihrem Kabelanschluss betreiben - selbst eigentlich für DSL hergestellte Modelle. Dann kommt das Internetsignal zwar noch über das alte Kabelmodem ins Haus, wird aber vom modernen Router verteilt.

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