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Test der Apple Watch mit Watch OS 2 Jetzt tickt Apple richtig

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Siri nervt mit bekannten Schwächen

Die Bedienung über das kleine Display ist trotz Krone und Force Touch etwas umständlich. Abhilfe soll die digitale Assistentin Siri schaffen, die Sprachbefehle entgegennimmt. Mit dem neuen iPhone-Betriebssystem ist sie schlauer geworden. Sie versteht beispielsweise direkte Kommandos. Mit dem Satz „Starte einen Lauf“ öffnet sich beispielsweise die Trainings-App. Auch E-Mails lassen sich mit einem kurzen Diktat beantworten, wenn die vorgegebenen Antworten und Emojis nicht ausreichen.

Eine bekannte Schwäche von Siri stört allerdings sehr: Die digitale Assistentin versteht den Nutzer häufig falsch, gerade wenn es um Begriffe geht, die nicht im Wörterbuch stehen – ob Straßen oder nicht ganz alltägliche Namen. Bei der Apple Watch sind die Auswirkungen allerdings nerviger als auf dem iPhone, da sich Eingaben nicht einfach über die Tastatur korrigieren lassen. Die Spracherkennung von Google, die auf Android-Geräten oder den Apps des Internetkonzerns zum Einsatz kommt, ist deutlich präziser.

Das Update bringt auch einige Verbesserungen im Kleinen mit sich. So gibt es jetzt mehr Ziffernblätter, darunter einige hübsche Zeitraffervideos, ob von der New Yorker Skyline oder dem Pariser Eiffelturm. Wer will, kann auch ein selbst gemachtes Foto von seinen Liebsten als Hintergrund nutzen – eine Funktion, die Android-Uhren schon länger bieten. Zudem lassen sich Apps ins Ziffernblatt integrieren – in Form sogenannter Komplikationen, die die man bei klassischen Uhren von der Datumsanzeige kennt. Mit einem Klick öffnet sich etwa die Wettervorhersage oder ein Spiel, wenn die Entwickler die entsprechende Funktion nutzen.

Angesichts der begrenzten Akkulaufzeit sollte die Uhr abends an die Steckdose. Dabei lässt sie sich jetzt als Wecker nutzen: Wenn sie in der Ladeschale liegt und auf die Seite gedreht ist, wechselt sie automatisch in den Weckermodus und zeigt mit einer Berührung des Bildschirms oder der Krone Uhr- und Weckzeit an. Einige Zubehörhersteller haben bereits Ständer entwickelt, auf denen sich das Gerät über Nacht ganz dekorativ ablegen lässt.

Praktisch ist auch die Aktivierungssperre, die man schon von iPhone und iPad kennt. Diebe werden davon abgehalten, gestohlene Gerät zurückzusetzen – wenn sich das rumspricht, ist das ein tauglicher Diebstahlschutz, den klassische Uhren nicht haben.

Fazit: Eine Verbesserung, aber kein Verkaufsargument

Auch wenn noch nicht alles rund läuft: Das Update auf Watch OS 2 lohnt sich für alle, die die Apple Watch bereits haben. Die neue Software sorgt für mehr Geschwindigkeit und ermöglicht neue Funktionen, wie die Apps von Entwicklern wie Runtastic und Weather Channel zeigen. Viele neue Gründe, sich das mindestens 400 Euro teure Gerät zu kaufen, liefert es bislang aber nicht.

Ein Tag mit der Apple Watch, wie ihn der iKonzern in seinem App Store darstellt, ist jedenfalls kein besonders überzeugendes Szenario: Viele der aufgezählten Apps lassen sich zwar auf dem kleinen Bildschirm der Uhr öffnen, bequemer sind sie aber auf dem größeren Display des Smartphones – ob Nachrichten von Spiegel Online, das Quiz Trivia Crack oder die Rezepte von Kitchen Stories. Solange die Killeranwendungen fehlen, ist die Apple Watch vor allem eines: ein modisches Statement.

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