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Unternehmen will Wandel in der Handy-Nutzung anstoßen E-Plus geht mit neuer Preisrunde in Offensive

Der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter E-Plus senkt dauerhaft die Minutenpreise für Gespräche ins Festnetz deutlich. Die KPN-Tochter will damit die Kunden vermehrt vom Festnetztelefon aufs Handy locken und zugleich den kleineren Konkurrenten O2 Deutschland attackieren.

HB DÜSSELDORF.Das zum niederländischen Telekom-Konzern KPN gehörende Unternehmen teilte am Montag in Düsseldorf mit, vom 1. März an könnten Privat- und Geschäftskunden für drei Cent pro Minute deutschlandweit ins Festnetz telefonieren. Bislang mussten die Kunden zwischen neun und 49 Cent je Verbindungsminute zahlen. E-Plus erhofft sich von dem Schritt, das zuletzt schwache Kundenwachstum wieder beleben zu können.

Ziel der neuen Tarife sei es, durch geringere Verbindungspreise die Nutzer zu vermehrter Nutzung ihrer Handys für Festnetzgespräche zu animieren. Vor allem für die Mobilfunkfirmen gebe es noch große Potenziale, da erst ein Fünftel aller Telefongespräche über Handys geführt würden.

E-Plus hat im vergangenen Jahr seinen Marktanteil wieder geringfügig auf rund 12,7 % gesteigert, nachdem im Jahr 2002 der Marktanteil deutlich um einen Prozentpunkt auf 12,3 % gesunken war. Für das laufende Jahr hat E-Plus ein Kundenwachstum auf neun von zuletzt 8,2 Mill. Nutzern in Aussicht gestellt.

Die neuen Tarife für Festnetzgespräche haben zwei Stoßrichtungen. Zum einen will E-Plus damit Tarife seines kleineren Konkurrenten O2 Deutschland angreifen, bei dem die Kunden innerhalb eines kleinen Radius um den Wohnsitz verbilligte Gespräche mit dem Handy ins Festnetz zu drei Cent führen können. Zum anderen verspricht sich E-Plus, den Festnetzanbietern in Deutschland Marktanteile abnehmen zu können, indem die Kunden vermehrt über Handys telefonieren.

"Wir wollen einen grundsätzlichen Wandel in der Handy-Nutzung anstoßen", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim. Langfristig könnte jedes zweite Telefongespräch über Mobiltelefone abgewickelt werden. E-Plus hatte bereits im vergangenen Jahr für wenige Wochen die Tarife für Gespräche ins Festnetz gesenkt. Die Kunden hätten damals ihre Handys deutlich häufiger genutzt, teilte das Unternehmen ohne Bekanntgabe weiterer Details mit.

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