Vernetzte Küche als IFA-Trend „Wir wollen das Internet des Kochens aufbauen“

Aufwendige Menüs zaubern wollen, aber keine Ahnung haben: Vor diesem Problem stehen viele Hobbyköche. Auf der IFA zeigt das Start-up Cuciniale einen Sensor, mit dem Steak oder Risotto trotzdem perfekt werden sollen.
Zusätzlich zum „Gourmetpilot“ soll ein Induktionskochfeld Anweisungen aus der App automatisch umsetzen. Quelle: Cuciniale
Cuciniale-Kochfeld

Zusätzlich zum „Gourmetpilot“ soll ein Induktionskochfeld Anweisungen aus der App automatisch umsetzen.

BerlinWenn der Hobbykoch ein Steak brät, gibt es genau zwei mögliche Ergebnisse: zu zäh oder zu roh. Holger Henke kennt das Problem. Er kocht selbst gerne - „aber zu selten, wenn es nach meiner Frau geht“. Beim Fleisch gibt es viele Faktoren, die die Zubereitung erschweren. Wie dick ist das Stück? Hat der Metzger es mit Wasser aufgespritzt? Und wie viel Fett enthält es? Davon hängt ab, wie lange es die Pfanne sehen muss. Es ist eine kleine Wissenschaft.

Henke hat eine Lösung, die nicht nur seine Frau beeindrucken soll: Der gelernte Elektrotechniker hat mit seinem Start-up Cuciniale einen Sensor entwickelt, der Fleisch oder andere Lebensmittel automatisch analysiert und dem Hobbykoch Anweisungen aufs Smartphone oder Tablet schickt. Das hehre Werbeversprechen: Speisen auf Profiniveau. Mit „100 Prozent Gelinggarantie“.

Cuciniale will von zwei Trends profitieren, die im Gegensatz zueinander zu stehen scheinen - aber gerade dadurch eine Chance bieten. Einerseits ist es en vogue, aufwendig zu kochen, zusammengestellt mit Biozutaten aus der Region, gewürzt mit der Pfeffermischung „TNT“ aus dem Online-Shop und zubereitet mit japanischen Messern. Die vielen Shows im Fernsehen und Lifestyle-Magazine am Kiosk bezeugen den Trend.

Andererseits verbringen die Menschen aber immer weniger Zeit mit Hausarbeit, ob mit dem Staubsauger oder Kochlöffel in der Hand. Die Zeit für die tägliche Zubereitung von Mahlzeiten ist innerhalb von 20 Jahren von 85 auf 40 Minuten gesunken, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat.

Das sind die coolsten IFA-Gadgets
Hue Light Stripes Plus von Philips
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Mit einem Lichtstrom von 1600 Lumen erhellen die zwei Meter langen Hue Light Stripes Plus von Philips einen ganzen Raum. Damit erweitert der Hersteller seine Smart Home-Beleuchtung. Der Nutzer kann die  intelligent steuerbaren Lichtstreifen an Möbel anbringen, verlängern und zuschneiden. Die Lichtstreifen sind mit anderen Komponenten – wie etwa Bewegungs- und Rauchmelder – vernetzbar. Die Leuchtstreifen sind ab Oktober für 79,95 Euro pro Stück erhältlich. (Foto: pr)

Intelligentes Türschloss
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Der dänische Hersteller Poly-Control hat ein intelligentes Türschloss entwickelt, das der Nutzer per App steuern kann. Mit der Danalock-Version 125 ist es möglich, Dritten Zugang zum Eigenheim zu verschaffen – dauerhaft, aber auch zeitlich begrenzt. Trotz der Technologie lässt sich das Türschloss auch manuell öffnen, weil ein konventionelles Schlüsselloch vorhanden bleibt. Für die Datenübertragung kommt, je nach Variante, nur Bluetooth oder Bluetooth und Z-Wave zum Einsatz. Das Türschloss ist ab 199 Euro erhältlich. (Foto: pr)

Panasonics mobile Überwachungskamera
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Mit Nubo sollen Videos direkt in der Cloud landen – dank des eingebauten Mobilfunkmodems geht das auch von unterwegs, ganz ohne WLAN-Zugang. Reisende können die Kamera etwa in ihr Hotelzimmer legen und so ihre Wertsachen überwachen. Nubo erkennt zudem, wenn sich Menschen im Sichtfeld befinden. Käufer sollen neben dem Cloud-Speicherplatz einen weltweiten Datentarif und eine Sim-Karte erhalten. (Foto: dpa)

Huawei Mate S
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Mit seinem neuen Flaggschiff Mate S will Huawei den Konkurrenten Apple direkt angreifen. Dazu führen die Chinesen unter anderem die Force-Touch-Technologie ein, bei der das Display zwischen leichten und festen Berührungen unterscheidet - eine Technik, die dem Vernehmen nach auch im nächsten iPhone zur Anwendung kommen soll.

Sony Xperia Z5
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Sony will sich mit seinen neuen Smartphones der Serie Xperia Z5 als technologischer Vorreiter zurückmelden. Das Premium-Modell der Reihe soll als erstes Smartphone mit einem 4K-Display und gestochen scharfen Bildern punkten. Die neuen Xperia-Z5-Modelle werden voraussichtlich Ende September auf den Markt kommen.

Acer Revo Build
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Der modular aufrüstbare Mini-PC Revo Build von Acer erlaubt es Nutzern, ihren PC nach den eigenen Bedürfnissen zusammenzustellen. Dazu werden Komponenten wie eine portable Festplatte oder ein Audio-Block mit Lautsprechern und Mikrofonen einfach auf die Basis-Einheit gestapelt. Verbunden werden die Einheiten über magnetische Anschlüsse ganz ohne lästige Kabel.

HTC Vive
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HTC präsentiert in Berlin seine Vive-Brille, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Der Elektronikhersteller entwickelt seine Virtual-Reality-Brille gemeinsam mit dem Spielespezialisten Valve. Um die Position des Spielers möglichst genau zu ermitteln, werden im Raum zwei Lasersensoren montiert, die mit den Sensoren am Gerät permanent in Kontakt sind. Eine Besonderheit: Nutzer können sich damit im Raum bewegen.

Schick kochen, aber bitte pronto! Etliche Unternehmen wollen von dieser Haltung profitieren. Da gibt es Start-ups wie Hello Fresh oder Kochzauber, die Boxen mit Lebensmitteln an die Haustür liefern und passende Gerichte empfehlen. „Und keine Angst: die Rezepte sind garantiert einfach und schnell nachgekocht!“, beruhigt die Firma auf ihrer Website.

Auf der IFA zeigen diverse Aussteller praktische Küchenhelfer. Bosch etwa hat einen Herd, der die Temperatur in einem ausgewählten Bereich hält, damit das Essen nicht anbrennt. Und Küchenmaschinen im Stile des Thermomix versprechen die Zubereitung von Suppen und Saucen ohne viel menschliches Zutun.

Kochfeld setzt Anweisungen automatisch um
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