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ZEI im Test Das Gadget für die 30-Stunden-Woche?

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Wo es noch klemmt bei der Zeiterfassung
Man kommt nicht so leicht an die Knopfzelle dran. Ohne Pinzette, Zange oder Schere bekommt man sie kaum aus dem Würfel raus. Quelle: Carina Kontio
Batterietausch mit Fingerspitzengefühl

Man kommt nicht so leicht an die Knopfzelle dran. Ohne Pinzette, Zange oder Schere bekommt man sie kaum aus dem Würfel raus.

(Foto: Carina Kontio)

Dabei ist die Einrichtung im Grunde kinderleicht – wenn man weiß, wie es geht: App aufmachen, auf das vierte Icon von links in der unteren Bildschirmleiste tippen („Assign to ZEI“), oben rechts über das kleine + eine Aktivität erstellen, ihr einen Namen geben und eine Farbe zuordnen, auf den Button „On Top“ klicken, fertig. Das ganze dann eben noch für sieben andere Tätigkeiten. Zusätzlich werden die Würfelseiten dann noch mit einem Marker beschriftet oder mit Stickern (lassen sich leider ganz schlecht wieder abknibbeln) beklebt, die Timeular mitgeliefert hat.

Legt man dann den ZEI anschließend so auf den Tisch, dass das Projekt, an dem man gerade arbeitet, nach oben zeigt, wird die Zeit sofort automatisch erfasst. Das funktioniert auch dann, wenn das Smartphone sich in den Ruhemodus verabschiedet und der Bildschirm gesperrt ist – ZEI läuft im Hintergrund einfach immer mit und reagiert auf die Würfeldrehungen.

Die PR-Abteilung der Österreicher beschreibt das übrigens unermüdlich als „Zeiterfassung im Handumdrehen“. Nun ja, ich hatte wirklich meine Anlaufschwierigkeiten, das Gadget überhaupt zum Laufen zu bringen und würde den Gründern wärmstens empfehlen, diesen Punkt sehr viel deutlicher zu beschreiben.

Übrigens: Falls die Batterie des Würfels, eine handelsübliche Knopfzelle, leer ist, können Sie Ihre Projekte auch manuell nur in der App oder via Software im Browser an Ihrem Rechner tracken. Laut Hersteller macht sie aber frühestens nach einem Jahr schlapp. Da ich sie in unserem Test-Produkt schon einmal austauschen musste, weiß ich, dass das Handling etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Man kommt nämlich nicht ganz so leicht an die Knopfzelle dran. Ohne Pinzette, Zange oder Schere, mit der man den Rand der Batterie packt, bekommt man sie kaum aus dem Würfel raus.

Ein paar Probleme gab es auch bei der Bluetooth-Verbindung, die anfangs absolut stabil war, nachdem Würfel und Smartphone gekoppelt waren. Doch das kleine Gerät zickte hin und wieder rum und entkoppelte sich von alleine. Wollte man den Würfel dann wieder verbinden, passierte nichts. Der Vorgang ließ sich so lange ohne Erfolg wiederholen, dass der von Timeular versprochene Effekt der Zeiteinsparung dank ZEI in dem Moment hinfällig wurde.

Angesprochen auf das Problem, bekamen wir sofort einen neuen Würfel geschickt, der, so schrieb man uns, „mittlerweile deutlich besser funktioniert als die ersten Exemplare, die wir vor einem halben Jahr produziert haben und die Sie erhalten haben“. Immerhin: optisch gleich geblieben, gibt es mit diesem Exemplar seit 48 Stunden und 56 Minuten keine Verbindungsschwierigkeiten mehr.

Fazit: Arbeiten im Klausur-Modus
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1 Kommentar zu "ZEI im Test: Das Gadget für die 30-Stunden-Woche?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Da sieht man mal, wie sehr Lebensrealitäten sich unterscheiden: Ich habe noch nie Architekten oder Steuerberater Stundenzettel händisch ausfüllen sehen - dafür aber jede Menge Handwerker und Arbeitnehmer im mittleren und unterem Sektor. DA ist das Standard. Immer noch.

    Sehr idealistisch und amüsant finde ich die Aussage, dass das Ziel der Gründer die 30 Stunden Woche ist, in der effektiv gearbeitet wird. Dass die 35 - 40 Stundenwoche rein aus Eiffzienzgründen Quatsch ist, weiß mittlerweile auch der Letzte, aber ich glaube nicht, dass sich das so schnell (hierzulande) durchsetzen wird, wo alles 30 Jahre später passiert - da wird eher der Tenor vorherrschen, dass man doch noch 5 - 10 Stunden noch effizienter (!?) arbeiten kann. Alltag in KMUs und wohl auch den meisten Konzernen.

    So, nun konkret zum Gadget, weg vom Idealismus. Nehmen Sie es mir nicht übel Frau Kontio, aber der Artikel ist eher schlecht recherchiert:
    1. Preise von bis zu 115 EUR sind in dem Segment normal - und streng genommen eigentlich die Untergrenze. Schließlich handelt es sich hier nicht um Ware für den Massenmarkt, sondern um ein Nischenprodukt, dass sich wohl niemals millionenfach verkaufen wird.
    2. Es gibt mehr als genug Hardware zur Zeiterfassung. Oder woran buchen Sie morgens/abends ihre Arbeitszeit? Von x Firmen. Egal ob zum an die Wand anbringen (klassische Terminals), als Tischgerät (üblich: Tischleser) oder als mobil einsetzbare Lösung (Logger/Geräte zur Tätigkeitsanalyse, REFA). Erschreckenderweise, auch wenn weniger mehr sein soll, mit weniger Funktionen, weniger intuitiv und deutlich weniger Anwendungsmöglichkeiten als andere (uralte) Lösungen am Markt.
    3. Achtseitige "Würfel" nennt man gemeinhin Oktaeder.

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