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Gettr Twitter-Kopie für Donald-Trump-Fans kämpft mit Problemen

Nachdem Ex-Präsident Donald Trump aus vielen sozialen Netzwerken verbannt wurde, haben seine Anhänger ein neues gegründet. Kurz nach dem Start gibt es schon mehrere Rückschläge.
14.07.2021 - 16:29 Uhr Kommentieren
Das soziale Netzwerk Gettr soll ihnen im Netz eine neue Heimat bieten. Quelle: AP
Trump-Fans

Das soziale Netzwerk Gettr soll ihnen im Netz eine neue Heimat bieten.

(Foto: AP)

Berlin Knapp eine Woche nach dem Start des sozialen Netzwerks Gettr in den USA, das vor allem Freunde des ehemaligen Präsidenten Donald Trump eine ideologische Heimat bieten sollte, kämpft die Plattform gegen massive Sicherheitsprobleme.

So gelang es Hackern, die E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtstage und Standorte von über 85.000 Nutzern abzurufen, die sich bei Gettr registriert hatten.

Jetzt muss Gettr-Gründer Jason Miller, ehemaliger Sprecher der Trump-Kampagne, einen neuen Rückschlag für sein Netzwerk verkünden. Der Konkurrent Twitter, den Miller mit Gettr ausbooten wollte, lässt das neue Netzwerk keine Beiträge übertragen.

Die ursprüngliche Idee war, dass Nutzer mit ihren Profilen von Twitter zu Gettr umziehen könnten, mitsamt all ihrer Tweets und Informationen. Diese Funktion hat Twitter jetzt blockiert.

Prominente Profile gehackt

Es ist nur eines von vielen IT-Problemen der erst wenige Tage alten Plattform. Bereits zum Start am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, hatten sich Hacker Zugriff auf Profile mehrerer prominenter Nutzer verschafft und sie mit der Botschaft „Free Palestine“ versehen.

Die meisten der betroffenen Profile stammten von ehemaligen Mitarbeitern der Trump-Regierung wie dem Chefstrategen Steve Bannon oder dem ehemaligen CIA-Chef Mike Pompeo. Auch Gettr-Gründer Miller war von der Hackerattacke betroffen.

Das Ziel des Netzwerks soll es nach Angaben von Miller sein, „den gesunden Menschenverstand voranzutreiben, die Meinungsfreiheit zu verteidigen, die Monopole der sozialen Medien aufzubrechen und einen Marktplatz der Ideen zu schaffen“. Der Name der Plattform stellt eine Abkürzung aus den Wörtern „Get together“ (zu Deutsch: „Kommt zusammen“) dar.

Bisher wurde die Gettr-App etwa 1,3 Millionen Mal installiert, auf der Seite befinden sich auch viele Posts von deutschen Nutzern. Viele der Beiträge glorifizieren Ex-Präsident Trump, kritisieren afroamerikanische Bürgerrechtsbewegungen oder zweifeln an der Coronapandemie.

Chinesischer Finanzier

Hinter der Plattform steckt neben Jason Miller laut amerikanischen Medienberichten auch der chinesische Milliardär Guo Wengui, ein Vertrauter des ehemaligen Trump-Beraters Steve Bannon. Wengui soll Gettr in der Anfangszeit mitfinanziert haben.

Laut Berichten der „Washington Post" hatten Wengui und Bannon bereits gemeinsam andere Online-Plattformen ins Leben gerufen, auf denen auch gezielte Falschinformationen und Verschwörungsideologien zu finden waren.

Gettr ist jetzt ein neuer Versuch, eine Alternative zu den bekannten sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter zu etablieren, die den Ex-Präsidenten Donald Trump nach seinen Beiträgen zum Sturm auf das Kapitol im Januar von ihren Plattformen verbannt hatten.

Seitdem ist Trump auf der Suche nach einem neuen digitalen Sprachrohr. So sprach er in dem US-amerikanischen Podcast „The Rubin Report“ davon, nur noch das richtige Netzwerk finden zu wollen. Es solle „eine perfekte Plattform sein, und ich denke, Sie werden dazu sehr bald etwas sehen“, sagte Trump.

Dass Gettr diese „perfekte Plattform“ ist, nach der Trump gesucht hat, ist allerdings fraglich: Bisher hat sich der Ex-Präsident dort selbst noch kein Profil zugelegt.

Mehr: „Unser Kampf hat erst begonnen“ – Trump setzt bei seiner Comeback-Tour auf die Migrationspolitik.

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