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Industrie 4.0 – Schritt halten mit der Zukunft

Autobauer und Industrie 4.0 Wie Daimler seine Produktion neu organisiert

Daimler organisiert seine Produktion künftig in globalen und architekturbasierten Fertigungsverbünden. Die Folge: Die Hierarchien werden flacher, die Produktion flexibler. Sie rückt so nah an die Kunden wie nie zuvor.
20.04.2016 - 19:02 Uhr
Das Daimler-Werk in Sindelfingen hat den Lead bei den Luxus- und Oberklassemodellen – im Bild die Produktion der S-Klasse. Quelle: DPA
Daimler

Das Daimler-Werk in Sindelfingen hat den Lead bei den Luxus- und Oberklassemodellen – im Bild die Produktion der S-Klasse.

(Foto: DPA)

Eine stetig wachsende Anzahl an Fahrzeugmodellen und -derivaten, hochgradig volatile Märkte, zunehmende Stückzahlen – die Automobilproduktion sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Und durch die Digitalisierung kommt eine weitere hinzu.

Zwar sind auch die Verheißungen des Einsatzes digitaler Technologien in der Fertigung groß, Stichwort: Industrie 4.0. Sich deutlich verändernde Kundenerwartungen – etwa sehr kurze Produktzyklen, wie sie in der Unterhaltungselektronik üblich sind – setzen die Hersteller aber enorm unter Druck.

Klar ist: Die automobile Produktion muss sich verändern – und das fordert durchaus prominente Opfer. „Wir haben die Werkleiterebene komplett eliminiert“, sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars für Produktion und Supply Chain Management. Lange Zeit galt der Werkleiter als unantastbare Institution in der Automobilwelt, nun wird die Position im Zuge neuer Organisationsstrukturen überflüssig.

Daimler ist aktuell das beste Beispiel dafür, wie sich über Jahrzehnte gewachsene Strukturen im Zeitalter der vierten industriellen Revolution verändern müssen. Der OEM verabschiede sich derzeit von den klassischen, singulär agierenden Werken, sagt Schäfer im Gespräch mit automotiveIT. Stattdessen werden die Hierarchien flacher, lange Entscheidungsketten eliminiert und die Produktionsstandorte von Mercedes-Benz in vier flexiblen globalen Netzwerken organisiert.

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    Im Mittelpunkt eines jeden Verbunds steht ein Leadwerk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Diese Produktionsnetzwerke sind architekturbasiert.

    So wird von Rastatt aus der fünf Standorte umfassende Verbund für die Kompaktwagen wie A- und B-Klasse auf Basis der MFA (Mercedes Front-Wheel Drive Architecture) organisiert. Das Werk Bremen fungiert als Kompetenzzentrum für die C-Klasse.

    Produktion und Entwicklung wachsen zusammen
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