Einblick IT-Entscheider sorgen sich um Sicherheit

Software wird immer öfter dezentral beschafft. Doch damit verschieben sich die Machtverhältnisse, wie eine Befragung des IT-Dienstleisters Logicalis zeigt.
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Um ihre Rolle als zentrale Kontrollinstanz zu behalten, müsste sich die IT-Abteilung stärker den neuen Anforderungen anpassen. Quelle: dpa
Informatiker im Dienst

Um ihre Rolle als zentrale Kontrollinstanz zu behalten, müsste sich die IT-Abteilung stärker den neuen Anforderungen anpassen.

(Foto: dpa)

KölnSoftware in Betrieb zu nehmen ist heute ein Kinderspiel: Cloud-Anwendungen am PC und Smartphone-Apps sind alltäglich geworden. Den unkomplizierten Zugang zu Programmen schätzen zunehmend auch Mitarbeiter von Unternehmen. Folge: Software wird immer öfter dezentral beschafft. Damit verschieben sich die Machtverhältnisse, wie eine Befragung des IT-Dienstleisters Logicalis zeigt: 39 Prozent der Chief Information Officer (CIO) gaben an, dass sie häufig oder sehr häufig nicht in Investitionsentscheidungen involviert sind. Im Jahr zuvor sagten das erst 29 Prozent.

Der Trend zur Dezentralisierung spiegelt sich auch in der Personalpolitik: Vier von fünf CIOs sagten, die Unternehmensbereiche würden eigene Spezialisten anwerben, um sich selbst um Software, Apps und Cloud-Services zu kümmern.

9 Security-Mythen, die Sie kennen sollten
Mythos: Das Internet ist so unendlich groß. Niemand wird gerade mich angreifen.
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Fakt ist: Es gibt vollautomatisierte Angriffs-Tools, die Hacker einsetzen, um Schwachstellen aufzudecken. Ein neuer, ungeschützter Computer, der erstmalig mit dem Internet verbunden wird, ist in der Regel innerhalb von sieben Minuten kompromittiert.

Mythos: Ich besitze überhaupt keine wertvollen digitalen Informationen.
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Fakt: Jeder Computernutzer besitzt wertvolle Daten. Und seien es nur lokal gespeicherte Passwörter fürs Online-Banking, Kreditkartendaten, E-Mail- oder Web-Accounts. Diese Infos sind gerade für Identitätsdiebe äußerst wertvoll.

Mythos: Um die Sicherheit kümmere ich mich dann, wenn mich einer versucht anzugreifen.
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Fakt: Angriffe laufen immer, Tag und Nacht. Oft bekommen Sie davon gar nichts mit. Eine Security-Lösung mit Antivirus und Firewall sollte heute selbstverständlich sein, ebenso Up-to-Date-Systeme mit aktuellen Patches.

Mythos: AV und Firewall genügen dann aber auch, um meinen Computer sicher zu machen.
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Fakt: Jede installierte Software birgt potenzielle Schwachstellen und sollte mit Updates auf dem Stand gehalten werden - das gilt für Security-Software ebenso wie für jede andere Applikation. Wichtig ist auch, dass persönliche Passwörter und weitere Informationen über einen selbst vertraulich und sicher aufbewahrt werden.

Mythos: Ich habe die kritischen Daten auf meiner Festplatte gelöscht - nun sind sie weg.
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Fakt: Auch wenn die Datei nicht mehr angezeigt und gefunden wird, ist doch nur der Verweis darauf entfernt worden. Die eigentliche Information ist noch solange auf der Festplatte gespeichert, bis sie mit einer neuen überschrieben wird. Erst mit speziellen Wipe-Tools, die Festplatten sektorweise überschreiben, werden Daten endgültig gelöscht.

Mythos: Gefährliche Websites lassen sich direkt erkennen.
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Fakt: Cyberkriminelle tun alles, um eben das zu verhindern. Die besten entwickeln Websites, die seriös und professionell aussehen - oft sogar vertrauten Angeboten eins zu eins gleichen, um die Besucher zu täuschen. Und dann reicht ein einziger kompromittierter Link, und der ahnungslose Besucher sitzt in der Falle.

Mythos: Ich bekomme es mit, wenn mein Computer infiziert oder unterwandert wurde.
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Fakt: Früher vielleicht ja, heute nur noch bei schlecht gemachten Attacken. Die Entwicklung im Untergrund ist soweit fortgeschritten, dass kaum ein Nutzer noch merkt, wenn sein Rechner als Teil eines Botnetzes als Spam-Schleuder missbraucht wird oder andere Computer angreift.

Die Stärkung der IT-Kompetenzen innerhalb der Fachabteilungen könnte positive Effekte haben, zeigt eine Studie des Cloud-Infrastruktur-Anbieters VMware. Führungskräfte erhoffen sich vor allem einen Tempogewinn: Sofort verfügbare Anwendungen könnten etwa die Produktentwicklung beschleunigen, so die Studie. Zudem werde eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit erwartet. "Die zunehmende Dezentralisierung ist unmittelbare Folge des rasanten Entwicklungstempos der Geschäftswelt", sagt Annette Maier, Deutschland-Chefin von VMware.

Doch birgt dieser Trend auch Risiken: IT-Chefs warnen, dass viele der von Fachabteilungen erworbenen Lösungen sicherheitskritisch sein könnten. Hinzu kommt: Oft werden verschiedene Lösungen für ähnliche Zwecke eingekauft - so steigen die Kosten, und es drohen neue Datensilos. Um ihre Rolle als zentrale Kontrollinstanz zu behalten, müsste sich die IT-Abteilung stärker den neuen Anforderungen anpassen, sagt Maier. Nur so könne der CIO in der digitalen Transformation weiter als entscheidender Akteur wirken.

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