Hannover Messe Auf Tuchfühlung mit dem digitalen Polen

Intelligente Roboter, Elektrobusse, automatisierte Fabriken: Angela Merkel und Beata Szydlo rücken in Hannover deutsch-polnische Kooperationen in den Mittelpunkt. Die Länder sollen bei der Digitalisierung zusammenrücken.
1 Kommentar
Vom Robo-Tentakel bis zur Mini-Kanzlerin
Eröffnung mit Amtskollegin aus Polen
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Mit dem traditionellen Rundgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag die Hannover Messe für Besucher begonnen. Die CDU-Politikerin hatte die als weltgrößte Industrieschau geltende Messe am Vorabend zusammen mit Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo aus dem diesjährigen Partnerland offiziell eröffnet.

Am Siemens-Stand
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Konzernchef Joe Kaeser zeigt den beiden Regierungschefinnen einen 3D-Drucker. Die fünftägige Hannover Messe ist im 70. Jahr ihres Bestehens erneut dem Leitthema der vernetzten Industrie gewidmet

Mini-Kanzlerin
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Der Siemens-Chef schenkte Merkel eine Miniaturversion der Kanzlerin aus dem 3D-Drucker. Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag hatte die Bundeskanzlerin eindringlich für offene Märkte plädiert. Abschottung und Protektionismus führten auf Dauer immer wieder zu Verlusten, warnte sie.

Miniatur-Motor am Stand von Faulhaber
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Die Hannover Messe gilt als weltgrößte Leistungsschau für industrielle Neuerungen. Erwartet werden rund 200.000 Besucher und 6500 Aussteller – 60 Prozent davon aus dem Ausland.

Merkel und Szydlo betrachten eine Modellbahn
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Mit Blick auf Polen sagte die Kanzlerin: „Unsere beiden Länder verbindet heute ja weit mehr als nur eine gemeinsame Grenze.“ Polen hätte letztlich auch dazu beigetragen, dass die deutsche Trennung der Geschichte angehöre. „Das werden wir nicht vergessen“, erklärte sie. Die bilateralen Beziehungen seien ein Beispiel für den Offenheitsgrad der deutschen Wirtschaft.

Roboter-Tentakel am Stand von Festo
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Roboter sind das Trendthema der Messe. Vor allem die Industriehelfer ermöglichen, in immer neue Dimensionen vorzustoßen. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter.

Leichtbauroboter „Bionic Cobot“
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Der Hersteller Festo präsentiert einen pneumatischen Leichtroboter, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist und feinfühlige Bewegungen ausführt.

HannoverJoe Kaeser sieht sich noch einmal um. Die Krawatte sitzt. Dann weiten sich seine Augen, er schmunzelt kurz. Der Siemens-Chef kann die beiden Spitzenpolitikerinnen bereits aus der Ferne sehen. Angela Merkel und Beata Szydlo sind im Anmarsch. Kaeser hat für seine prominenten Gäste wortwörtlich den roten Teppich ausgerollt und beglückwünscht die deutsche und die polnischen Regierungschefin auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover mit eher ungewöhnlichen Geschenken – sie kommen frisch aus dem 3D-Drucker.

Merkel schaut verwundert, als ihr Kaeser das Präsent überreicht: Eine 3D-gedruckte Miniatur der Kanzlerin. Die Maße und Proportionen habe man geschätzt, witzelt Kaeser. Dann überreichte der Vorstandsvorsitzende des Münchner Industriekonzerns der Polin Szydlo noch einen Strauß künstlicher Tulpen. „Man kann auch Blumen drucken“, ließ Kaeser wissen und zeigte seinen Gästen einen blauen, vollbeweglichen Roboter. „Hier ist ein 3D-Drucker integriert“, erklärt Kaeser. Das sei schon der Beginn von Industrie 5.0. Seine Botschaft: Wo andere noch über die vernetzte Fabrik und das Industrie-4.0-Zeitalter reden, ist Siemens längst weiter.

Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“ zeigen dieses Jahr auf der Hannover Messe wieder Hunderte Aussteller wie Siemens ihre Lösungen rund um die Fabriken der Zukunft und die Energie- und Mobilitätswelt von morgen. Im vergangenen Jahr waren die USA das Partnerland der Messe, dieses Jahr ist es Polen. Wie üblich bat Merkel daher ihren Gast zum obligatorischen Rundgang durch die Hallen.

Zuvor hat Merkel die Messe kurz nach 9 Uhr noch einmal gemeinsam mit Szydlo symbolisch eröffnet. Indem die beiden Spitzenpolitikerin auf eine Leinwand tippten, zerschnitten sie ein digitales Band. „Liebe Beata“, sagte Merkel. Bisher kenne sie von Polen vor allem die Landschaft, die Städte und die Kultur. In Hannover freue sie sich nun darauf, den Nachbarn auch mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen – nämlich „das digitale Polen“, erklärte Merkel.

I Robot 2.0 – So sollen Mensch und Roboter zusammenarbeiten

I Robot 2.0 – So sollen Mensch und Roboter zusammenarbeiten

„Wir wollen uns als modernes, fortschrittliches Land präsentieren, das Digitalisierung in den Vordergrund stellt“, sagte Szydlo. 200 junge, dynamische Unternehmen aus Polen präsentieren sich auf der Messe.

Im violetten Blazer betonte Szydlo die gute wirtschaftliche Zusammenarbeit von Deutschland und Polen, 30 Milliarden Euro hätten deutsche Investoren bereits in Polen investiert. „Wir heißen deutsche Unternehmen bei uns sehr willkommen“, sagt Szydlo und appellierte an die Wirtschaft: „Bitte investieren Sie“.

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1 Kommentar zu "Hannover Messe: Auf Tuchfühlung mit dem digitalen Polen"

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  • Herr Andreas Schindler21.04.2017, 15:36 Uhr
    Herr Hofmann, haben Sie als AfD Propagandist eigentlich keine Freunde, keine Arbeit und keine Hobbys oder warum kommentieren Sie alles den lieben langen Tag? Mögen Sie sich selbst lesen? Hier gibt es keine Likes...😜

    @Schindler
    Ich freue mich jeden Morgen wenn ich wieder kommentieren darf, die Wochenenden sind schon schlimm genug, ohne Kommentarfunktion.
    Ich mache hier gerne Propaganda für die AFD, wäre Propaganda für die Grünsozialistische Merkelregierung besser?Danke

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