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Industrie 4.0 – Schritt halten mit der Zukunft

Hannover Messe Industriekonzerne entdecken die Blockchain für sich

Nach der Finanzbranche erobert die Blockchain nun Industrie- und Logistikkonzerne. Die Hoffnung: eine Welt ohne Papier.
27.04.2018 - 12:06 Uhr Kommentieren
Wer sich in den Messehallen umsieht, bekommt schnell einen Eindruck davon, wie wichtig Software-Entwicklung geworden ist. (Foto: dpa)
Hannover Messe

Wer sich in den Messehallen umsieht, bekommt schnell einen Eindruck davon, wie wichtig Software-Entwicklung geworden ist. (Foto: dpa)

Hannover Intelligente Maschinen, die sich selbst steuern können. Roboter, die nach einem Computerprotokoll mit Menschen interagieren. Lieferketten, die sich selbst überwachen: Wer über die Hannover Messe geht, bekommt schnell einen Eindruck davon, wie wichtig Software-Entwicklung geworden ist - selbst in einer so handfesten Branche wie der Industrie.

Eine der wohl spannendsten Innovationen kommt dabei ursprünglich aus der Welt der Finanzen - die Blockchain. Jeder hat schon einmal von ihr gehört, doch kaum einer weiß, wie sie funktioniert. Und doch hat sie das Potenzial, die Welt zu verändern.

Während Digitalkonzerne wie Google und Amazon die Blockchain längst für sich entdeckt haben, ist die Technologie für viele Unternehmen noch ein Novum. Doch sie kann helfen, vernetzte Maschinen vor Hacker-Angriffen zu schützen, digitale Verträge verifizieren oder Lieferketten lückenlos überwachen, ohne dass auch nur ein Mensch ein Dokument lesen muss.

Ufos, arktisches Gemüse und ein Asteroiden-Lander
Roboter Cimon
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Er ist weiß, so groß und rund wie ein Medizinball und sein Display zeigt ein freundlich lächelndes Gesicht: Cimon ist eine Art fliegendes Helferlein mit künstlicher Intelligenz, das im Sommer mit dem Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS fliegen soll. Seine Aufgaben: Fragen beantworten, Hintergrundinfos liefern, vor Gefahren warnen – und auch für Unterhaltung sorgen. (Foto: DLR)

Auf der Jagd nach der Dunklen Energie
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Seit dem Urknall dehnt sich das Universum aus. Eigentlich sollte diese Expansion durch die Schwerkraft der Materie verlangsamt werden. Doch angetrieben durch die Dunkle Energie beschleunigt sich die Ausdehnung sogar. Dabei ist das physikalische Phänomen „Dunkle Energie“ noch weitgehend ungeklärt. Welche grundlegenden Kräfte stecken dahinter? Antworten soll das Röntgenteleskop Erosita (Extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) mit seinen sieben Spiegelmodulen bringen. (Foto: MPE)

Sonde hüpft über den Asteroiden
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Der Asteroiden-Lander Mascot reist derzeit an Bord der japanischen Sonde Hayabusa 2 zum Asteroiden Ryugu. Dort angekommen, wird er sich von seinem Mutterschiff trennen und auf dem Himmelskörper landen. Von Messstelle zu Messstelle hüpfend, soll Mascot mit seinen Instrumenten dann möglichst viel über den Asteroiden herausfinden. (Foto: DLR)

Projekt Ufo
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Luftfracht ohne Piloten über größere Strecken zu transportieren - darum geht es im Forschungsschwerpunkt Ufo (Unmanned Freight Operations). Ziel ist es zum Beispiel, Hilfsgüter in Katastrophen- oder Kriegsgebiete zu befördern, ohne beim Transport Menschenleben zu riskieren. Die Technologie dafür wird in Projekten wie ALAADY (Automated Low Altitude Air Delivery) erforscht. (Foto: DLR)

Satellitenmission Tandem-L
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Zwei Radarsatelliten, mit denen dynamische Prozesse auf der Erde in bisher unerreichter Auflösung erfasst werden - das ist Tandem-L. Unabhängig von Wetter und Tageslicht erfassen die Himmelsspäher selbst winzige Deformationen der Erdoberfläche, sie beobachten Gletscherbewegungen und das Abschmelzen polarer Eiskappen ebenso wie die globalen Meeresströmungen. Startschuss für die Mission, an deren Planung auch die Nasa beteiligt ist, könnte 2023 sein. (Foto: DLR)

Satellitenmission Merlin
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Die französisch-deutsche Satellitenmission Merlin soll ab 2021 die globale Methan-Konzentration in der Atmosphäre. Methan gehört zu den wirksamsten Treibhausgasen und wird unter anderem freigesetzt, wenn im Zuge der globalen Erwärmung Permafrostböden aufschmelzen. Zur Erfassung der Methan-Konzentration arbeitet Merlin mit einem Laser, der Messungen auch bei Nacht und durch Wolkendecken ermöglicht. (Foto: CNES)

Gemüse züchten am Südpol
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Ausgerechnet in der Antarktis beschäftigen sich DLR-Forscher mit Gemüsezucht. Das Antarktisgewächshaus Eden-ISS soll das Know-how für den Anbau von frischen Nahrungsmitteln für Mond- und Marsreisen liefern. Die erste Ernte wurde vor wenigen Wochen eingefahren. (Foto: DLR)

Das US-Marktforschungsinstitut International Data Corporation schätzt, dass Unternehmen 2018 für Blockchain-Lösungen rund 2,1 Milliarden US-Dollar ausgeben werden - bis 2021 soll sich der Betrag verfünffachen. Im Jahr 2027 könnten rund zehn Prozent des weltweiten Wirtschaftsaufkommens über eine Blockchain abgewickelt werden, so eine Berechnung des Weltwirtschaftsforums.

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    In der Finanzbranche sind die Folgen heute schon spürbar: Auf bis zu 20 Milliarden Euro taxiert das spanische Geldhaus Santander bis 2020 die Kostensenkungen für Banken, wenn sie grenzüberschreitende Zahlungen, den Wertpapierhandel und Compliance über die Blockchain abwickeln.

    André Schweizer, Forscher am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), vergleicht die Idee der Blockchain gerne mit der Internet-Enzyklopädie Wikipedia: „Beim Vorgänger Brockhaus gab es einen zentralen Verlag, der alle Informationen kontrollierte und auswertete. Bei Wikipedia erledigen diese Aufgabe jetzt Millionen Einzelpersonen auf der ganzen Welt.“

    Die Sicherheit und Richtigkeit der Information wird in der Blockchain wie bei Wikipedia durch gegenseitige Kontrolle und Transparenz sichergestellt - und nicht durch eine einzelne Autorität. Bei Wikipedia sind das Menschen, bei der Blockchain sind es meist Computerprogramme.

    Wie das in der Industrie aussehen kann, zeigt das Beispiel Xage Security. Das kalifornische Unternehmen präsentiert auf der Hannover Messe eine Software, die mittels einer Blockchain Netzwerke von automatisch kommunizierenden Maschinen schützen soll - ohne, dass ein Mensch eingreift.

    Bei solchen „Internet of Things“-Anwendungen (IoT) gibt es meist viele Teilnehmer im Netzwerk: Nicht nur jede einzelne Maschine, sondern auch zahlreiche Sensoren senden dabei verschiedene Daten, die wiederum von den anderen Maschinen ausgewertet und überprüft werden müssen.

    Ihre dezentrale Struktur mache die Blockchain für solche IoT-Anwendungen besonders interessant, sagt Fraunhofer-Mann Schweizer: „Man braucht mit der Blockchain keinen zentralen Server mehr, der alles steuert.“ Das erhöht die Ausfallsicherheit.

    Lieferketten besser überwachen
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