Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Industrie 4.0 – Schritt halten mit der Zukunft

Hannover Messe Smarte Maschinen, verschiedene Sprachen: Eine Allianz der Praktiker will das ändern

Die Industrie 4.0 ist noch keine Realität, denn häufig arbeiten Maschinen nicht zusammen. Eine Allianz um SAP, Kuka und Samson geht das Problem an.
Kommentieren
Nur jede vierte Maschine ist einer Bitkom-Studie zufolge vernetzt. Quelle: dpa
Industrie 4.0

Nur jede vierte Maschine ist einer Bitkom-Studie zufolge vernetzt.

(Foto: dpa)

Hannover Gabelstapler heben selbstständig Waren ins Hochregal, Bauteile befehlen dem Montageroboter den nächsten Arbeitsschritt, und die Maschinen fahren für die nächste Aufgabe selbstständig an die richtige Stelle der Produktionsstraße: Die Industrie 4.0 verheißt eine flexible und effiziente Fertigung.

Die Realität ist von der Vision jedoch noch weit entfernt. Zwar ist immerhin jede vierte Maschine vernetzt, wie der Branchenverband Bitkom in der deutschen Industrie erfragt hat. Doch oft gelingt der Datenaustausch nur bedingt – die Geräte der Hersteller nutzen unterschiedliche Technologien, sprechen also gewissermaßen unterschiedliche Sprachen.

Das soll sich nun ändern: Auf der Hannover Messe haben mehrere Unternehmen aus Maschinenbau, Fabrikautomatisierung und IT die „Open Industry 4.0 Alliance“ gegründet. Sie will „ein standardisiertes und offenes Ökosystem“ schaffen, das Fabriken, Logistik und Dienstleistungen vernetzt, und zwar einheitlich. Zu den Mitgliedern zählen Beckhoff, Endress+Hauser, Kuka und Samson, außerdem SAP.

Die Allianz will nicht selbst Standards entwickeln, sondern nimmt bestehende Regelwerke als Grundlage für ein sogenanntes Framework. „Es geht hier ganz klar um die Umsetzung bestehender Standards“, sagte SAP-Manager Nils Herzberg dem Handelsblatt.

„Der Kunde soll sich in Zukunft die Bestandteile zusammenstecken können, die er braucht“, erklärte Herzberg, der im Bereich „Digital Supply Chain“ für das Partnermanagement verantwortlich ist. Welche Anlagen kompatibel sind, soll ein Logo zeigen.

Erst ein gemeinsames Vorgehen von Fabrikbetreibern und Maschinenherstellern bringe den Mehrwert der Industrie 4.0, erklärte auch Reinhold Stammeier, Digitalchef bei Kuka. „Es gibt viele Insellösungen am Markt“ – die Kunden forderten jedoch die durchgängige Vernetzung in der Fertigung sowie eine sichere Verbindung von der Maschine bis zur Cloud.

Die Allianz hat sich das Ziel gesetzt, dass bis zu 80 Prozent aller Maschinen in einer „Smart Factory“ miteinander kompatibel sein sollen. Der Weg dorthin ist allerdings noch weit. So fehlen große Fabrikausrüster wie ABB, Bosch Rexroth und Siemens auf der Teilnehmerliste.

„Wir hoffen, dass sich diese Firmen der Allianz anschließen, sie steht allen offen“, sagte SAP-Manager Herzberg, es gebe bereits Gespräche. Auch Firmen aus den USA und China fehlen bislang.

SAP hofft darauf, dass die Initiative das Geschäft mit Industriekunden stärkt. Das Kalkül: Wenn die Maschinen einheitliche Standards verwenden, ist es einfacher, Geschäftsprozesse zu vernetzen und effizienter zu gestalten – das Kerngeschäft des Dax-Konzerns.

Startseite

Mehr zu: Hannover Messe - Smarte Maschinen, verschiedene Sprachen: Eine Allianz der Praktiker will das ändern

0 Kommentare zu "Hannover Messe: Smarte Maschinen, verschiedene Sprachen: Eine Allianz der Praktiker will das ändern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote