Künstliche Intelligenz Erwachender Riese

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Gedankenlesende Roboter
Kanzlerin in der Cebit-Realität
Eröffnungsfeier
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Mit dem traditionellen Rundgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag die Technologiemesse Cebit für Besucher begonnen. Bereits am Sonntagabend hatte die Kanzlerin eindringlich appelliert, vom digitalen Wandel verunsicherte Menschen nicht zu ignorieren. Es gehe um „Millionen von Menschen, die zum Teil noch nicht wissen, was sie erwartet“, sagt sie.

Partnerland Japan
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Zu der fünftägigen Veranstaltung mit über 3000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200.000 Besucher erwartet. Aus dem diesjährigen Partnerland Japan ist Ministerpräsident Shinzo Abe dabei.

Sushi-Roboter
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Europa sei oft langsam bei der Digitalisierung, räumt Merkel ein. „28 Mitgliedstaaten müssen sich natürlich einbringen“, erklärt sie. „Aber wir spüren, dass auf der Welt das Tempo hoch ist, und mit Japan haben wir einen Freund, der sich dieses hohe Tempo zunutze macht.“ Beim Rundgang mit Abe schaut sich die Kanzlerin auch einen Sushi-Roboter an.

Künstliche Intelligenz
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Premierminister Abe (r.) betont, Japan fürchte sich nicht vor Technologien wie der künstlichen Intelligenz: „Dass die Maschinen die Menschen ersetzen könnten, eine derartige Angst gibt es in Japan nicht.“

Roboterbeine
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Neben Drohnen gibt es auf der Cebit auch Roboter zu sehen. Hier begutachtet die Kanzlerin ein Gestell mit Roboter-Beinen, welches einmal Prothesen ersetzen könnte.

Blumen für den Ehrengast
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Telekom-Chef Tim Höttges, Angela Merkel, Shinzo Abe und Bildungsministerin Johanna Wanka am Telekom-Stand. Die IT-Leistungsschau will in diesem Jahr besonders den digitalen Wandel mit konkreten Beispielen anfassbar und erlebbar machen.

„Umbruch aller Lebensbereiche“
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Die CDU-Politikerin hat bei dem Rundgang den Umbruch aller möglichen Lebensbereiche durch die Digitalisierung betont. Diese sei eine Tür in eine andere Welt des Wirtschaftens, Arbeitens und Konsumierens.

Künstliche Intelligenz drängt in Büros und Fabriken und verändert Jobprofile rasant. Die Berater von Tractica erwarten für 2017 eine Verdopplung des Marktvolumens – von 644 Millionen Dollar im Vorjahr.

Künstliche Intelligenz werde die Menschen an vielen Stellen im Arbeitsalltag unterstützen – und nicht ersetzen. Diese Auffassung vertritt Frank Riemensperger, Deutschland-Chef der Beratung Accenture. Mit dem Einsatz der Technik ließen sich Produktivität und Wirtschaftswachstum enorm steigern – ohne dass dies zwingend negativ auf Beschäftigtenzahlen wirke. So sei es auch bei der Industrialisierung, der Automatisierung und der beginnenden Digitalisierung gewesen: „Wenn durch einen Technologiesprung Jobs weggefallen sind, entstanden neue an anderer Stelle“, sagt Riemensperger. Schrittweise lerne man den intuitiven Umgang mit KI.

Auch beim Massachusetts Institute of Technology (MIT) steht nicht fest, wohin die Reise geht mit dem jüngsten Projekt: einem gedankenlesenden Roboter. „Der könnte in der Industrie oder im selbstfahrenden Auto zum Einsatz kommen“, sagt Daniela Rus, Leiterin des Forschungszentrums für künstliche Intelligenz am MIT. Wer mit dem Roboter kommuniziert, trägt eine Mütze mit Sensoren, die Gehirnströme messen und dem Roboter mitteilen.

In Tests sortiert der Roboter Gegenstände in Boxen. Steuert er auf eine falsche Box zu, kann er in Echtzeit auf seinen menschlichen Partner reagieren, wenn der „Fehler“ denkt. Der Roboter schlägt in dem Moment eine andere Richtung ein.

Der österreichische Automatisierer Knapp hat einen Kommissionier-Roboter entwickelt, der über Sensoren und Bilderkennungssoftware seine Umwelt begreift. So erkennt der Roboter jene Artikel, die er greifen soll – egal ob sie gestapelt sind oder durcheinanderliegen.

Der Roboter berechnet den effizientesten Weg seines Greifarms zur Ware und von dort zum Zielpunkt der Kommissionierung. Fehler erkennt er eigenständig und behebt sie in der Regel. Ist das nicht möglich, ruft er einen Mitarbeiter zu Hilfe. Bis zu 1.800 Zugriffe schafft der Roboter pro Stunde. Er eignet sich besonders für den Einsatz in Regionen mit hohen Lohnkosten, heißt es bei Knapp.

Was im Smartphone Apple mit der Sprachassistentin Siri vorgemacht hat, zieht nun in Büros ein: sprechen statt tippen. Jedes zehnte Unternehmen erwartet, dass Desktop und Notebook im Büroalltag binnen einer Dekade ausgedient haben, ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Das Bonner Unternehmen Scopevisio stellte kürzlich auf der Cebit einen digitalen Sprachassistenten für das Büro vor – noch als Betaversion. Bis Ende 2017 soll der Assistent 1.000 betriebliche Fragen, zum Beispiel nach Angeboten, Aufträgen oder Umsatz, beantworten können, indem er große Mengen Unternehmensdaten durchforstet. Durch seine Rechenleistung deckt er anders als ein Mensch in Windeseile Muster auf, erkennt Zusammenhänge und zieht logische Schlüsse. „KI wird die manuelle Buchhaltung langfristig weitgehend abschaffen“, sagt Scopevisio-Geschäftsführer Jörg Haas.

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