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Industrie 4.0 – Schritt halten mit der Zukunft

Turbinengeschäft Siemens sucht Lösung für Kraftwerksparte – und verhandelt angeblich mit Mitsubishi

Die wirtschaftliche Lage im Geschäft mit großen Turbinen belastet die Siemens-Bilanz. Nun hat Konzernchef Kaeser womöglich einen Partner gefunden.
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Kraftwerksparte: Siemens verhandelt mit Mitsubishi Quelle: dpa
Siemens-Turbinenwerk in Berlin

Der Konzern prüft schon seit Jahren mögliche Kooperationen, auch mit Mitsubishi gab es immer wieder Kontakte.

(Foto: dpa)

MünchenSiemens-Chef Joe Kaeser will offenbar bis Anfang Mai eine Lösung für das darbende Geschäft mit großen Kraftwerks-Turbinen gefunden haben. Bis zum Investorentag am 8. Mai könnte der Münchner Industriekonzern einen Partner für die Sparte präsentieren, „Natürlich würde Kaeser die Zukunft der Kraftwerkssparte bis zum Kapitalmarkttag gerne klären“, sagte ein Insider dem Handelsblatt.

Derzeit würden verschiedene Varianten geprüft. Partnerschaften seien dabei eine Option. Dazu sind laut Medienberichten die Gespräche mit dem japanischen Konkurrenten Mitsubishi Heavy Industries zuletzt wieder intensiver geworden, der seit Jahren als einer der möglichen Partner für die Sparte gilt, in der Siemens bereits 6000 Stellen abgebaut hat.

Das „Manager Magazin“ und Bloomberg hatten darüber als erstes berichtet. Siemens wollte sich dazu nicht äußern. „Die Situation auf dem Weltmarkt für fossile Kraftwerkstechnik ist unverändert“, sagte ein Sprecher. Siemens beschäftige sich seit Anfang 2015 mit der schwierigen Lage dort.

Der Markt für große Gasturbinen ist weltweit eingebrochen. Da in Zeiten der Energiewende vor allem kleine, dezentrale Lösungen gefragt sind, wird die Branche nach Einschätzung aller Experten zu früheren Höhen auch nicht mehr zurückkehren.

Daher prüft Siemens schon seit Jahren mögliche Kooperationen, auch mit Mitsubishi gab es immer wieder Kontakte. Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen bislang immer schwierig, die kulturellen Unterschiede erwiesen sich als groß.

In den vergangenen Jahren musste die Kraftwerkssparte von Siemens heftige Umsatz- und Gewinnrückgänge hinnehmen und belastete so die Bilanz des Gesamtkonzerns. Auf der Hauptversammlung forderten Investoren eine strategische Lösung. Die relativ schwache Kursentwicklung von Siemens in den vergangenen anderthalb Jahren liegt nach ihrer Einschätzung vor allem in der ungeklärten Kraftwerksfrage.

Im Mai will Konzernchef Kaeser auf einem Kapitalmarkttag Details seiner „Vision 2020+“ bekanntgeben. Am 1. April startet die neue Konzernstruktur.

Die Kraftwerkssparte ist eines von drei operativen Unternehmen, die den industriellen Kern darstellen. Daneben gibt es die strategischen Unternehmen. Neben der Mobility-Division, deren Fusion mit Alstom am Widerstand der Kartellwächter scheiterte, sind das die Mehrheitsbeteiligungen an den Healthineers und Siemens Gamesa.

Allerdings ist der Handlungsdruck laut Konzernkreisen nicht so groß wie angenommen. „Die Lage ist nicht so desolat, wie sie gemalt wird“, sagte ein Insider dem Handelsblatt, Manche Fachleute glaubten, dass sich der Markt gerade stabilisiert.

Zudem verdiene die Division mit einer operativen Umsatzrendite von zuletzt etwa fünf Prozent ja noch Geld. Der Service sei weiterhin sehr profitabel. „Das Servicegeschäft wird noch über Jahre funktionieren, das ist eine Ertragsperle“, sagte der Insider.

Mit Agenturmaterial.

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