Vernetzte Produktion bei Festo Lernen für die digitale Zukunft

Seite 2 von 3:
Unterwegs mit iPad statt Lötkolben
Merkel spricht bei ihrem Besuch bei Festo mit einer Mitarbeiterin in der Produktion. Quelle: dpa
Kanzlerin zu Besuch bei Festo

Merkel spricht bei ihrem Besuch bei Festo mit einer Mitarbeiterin in der Produktion.

(Foto: dpa)

Doch wenn es hier mal hakt, wird es kompliziert: Ist es die IT, die für den Aussetzer verantwortlich ist? Was sagen mir die Echtzeitdaten, die die Anlage unaufhörlich liefert? Muss ich die ganze Anlage stilllegen, um ein defektes Teil auszutauschen? "Künftig wird es keine festen Lösungswege mehr geben", sagt Niehaus. Wie einfach war da noch die alte, die analoge Berufswelt. Da reichte es für einen Mechatroniker aus, sich an den vorgegebenen Wartungsplänen abzuarbeiten und dann einzuspringen, wenn die Maschine oder Anlage einmal aufmuckte.

"Früher lief der Betriebselektriker mit dem Lötkolben rum, heute kommt er mit dem iPad", sagt Niehaus. Im digitalen Zeitalter muss er viel stärker Entscheidungen mit großer Tragweite selbstständig treffen, sich in der IT, Elektronik, Mechanik und der virtuellen Realität gleichermaßen gut auskennen und idealerweise ein Grundproblem - sollte es eines sein - so erfassen können, dass er gleich eine allgemeingültige Lösung auch für andere Maschinen gleichen Typs entwickeln kann.

Festo hat aus diesen neuen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt seine Schlüsse gezogen und gleich neben den Produktionsanlagen unter demselben Hallendach eine kleinere Lernfabrik installiert. Während des laufenden Betriebs melden sich die Festo-Arbeiter aus der Produktion ab, um sich mit neuen Problemstellungen vertraut zu machen - mal 20 Minuten, mal eine Stunde, vielleicht auch für einen ganzen Tag.

Zehn Gründe, warum Sie eine Karriere in der IT anstreben sollten
Fachkräftemangel in der Branche
1 von 10

Eine aktuelle Arbeitsmarktstudie zeigt: Qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden, ist alles andere als einfach. 88 Prozent der Technologieverantwortlichen sehen eine große Herausforderung darin, fachkundiges Personal auszumachen. Fast genauso viele CIOs (80 Prozent) sind besorgt, ihre besten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. IT-Fachkräfte befinden sich also aufgrund der positiven Wirtschaftslage in einer vorteilhaften Position, ihren nächsten Karriereschritt zu planen – sei es eine neue Jobposition, eine Gehaltssteigerung oder ein größerer Verantwortungsbereich. Der Fachkräftemangel in der Branche begünstigt Karrierepläne.

Die Wahl zwischen mehreren Jobmöglichkeiten
2 von 10

Der zunehmende Bedarf an IT-Fachkräften hat - seitens der Arbeitnehmer- zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein in Gehaltsverhandlungen geführt. In der Informationstechnologie macht jede zweite Führungskraft die Erfahrung, dass IT-Profis heute häufiger über ihr Gehalt verhandeln als in den vergangenen Jahren. Der Hauptgrund: IT-Experten können oftmals zwischen mehreren Jobangeboten auswählen.

Die Gehaltsentwicklung ist überdurchschnittlich gut
3 von 10

Für dieses Jahr prognostizieren deutsche CIOs im IT-Bereich Gehaltssteigerungen von etwa sechs Prozent. Mit dem Gehaltsplus übertreffen IT-Profis nicht nur die von der deutschen Bundesbank prognostizierte Inflationsrate von etwa 1,1 Prozent, sondern auch die erwartete deutschlandweite Gehaltsentwicklung von durchschnittlich drei Prozent. Der Durchschnittsverdienst in Deutschland liegt bei satten 67.000 Euro im Jahr. Der Gehaltsanstieg spiegelt somit den hohen Bedarf an IT-Fachkräften wider und macht die Branche für Karrieremenschen besonders attraktiv.

IT-Sicherheitsexperten werden besonders gesucht
4 von 10

Die Nachfrage nach spezialisierten IT-Profis ist groß: Für 43 Prozent der CIOs ist es denkbar schwierig, qualifizierte Fachkräfte im Bereich IT-Security zu finden. Der Sicherheitsaspekt spielt bei vielen aktuellen Themen, wie Digitalisierung, Big Data und Cloud Computing eine wichtige Rolle. Insbesondere für anstehende Digitalisierungsprojekte sind IT-Profis kompetente Partner bei der Umsetzung. Eine spezialisierte Berufsausbildung zahlt sich also aus.

Personelle Unterstützung ist für Unternehmen unverzichtbar
5 von 10

Durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 wächst der Einfluss der Informationstechnologie in Unternehmen und ihren Geschäftsprozessen zusehends. Um diese Herausforderung zu stemmen, brauchen IT-Abteilungen personelle Unterstützung. Die größte Bedeutung für die Unternehmensentwicklung messen Technologiechefs den Bereichen IT-Sicherheit (46 Prozent), Cloud-Technologie (24 Prozent) und Mobile Lösungen (13 Prozent) bei. Hier haben Arbeitnehmer die besten Chancen auf eine Karriere.

IT-Budgets steigen
6 von 10

Auch neue, unternehmensinterne Initiativen öffnen IT-Profis neue Chancen. Knapp die Hälfte der CIOs - nämlich 49 Prozent - ging im vergangenen Jahr von steigenden IT-Budgets aus, wodurch diese Projekte geplant werden können. Wer sich auf Mobile Lösungen spezialisiert hat, hat besonders gute Chancen: 34 Prozent der IT-Führungskräfte gaben an, in diesem Bereich Unterstützung zu brauchen. Außerdem wird für die Verbesserung der Geschäftsprozesse nach IT-Profis verlangt - zumindest Glauben das 30 Prozent der in der Studie befragten CIOs. Genauso viele IT-Führungskräfte sind davon überzeugt, dass Informationstechnologen Virtualisierungsprozesse gewinnbringend verbessern können.

IT-Abteilungen wachsen
7 von 10

Zwei Drittel (66 Prozent) der deutschen CIOs gehen davon aus, dass ihre Teams innerhalb der nächsten fünf Jahre um 30 Prozent wachsen werden. Gleichzeitig aber wird es schwieriger, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neues Personal zu finden - das zumindest nehmen 47 bis 51 Prozent der in der Studie befragten IT-Profis an. Vor allem der deutsche IT-Mittelstand sieht zuversichtlich in die Zukunft. Laut einer Studie von Bitkom möchte mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (60 Prozent) neue Mitarbeiter einstellen. Das dürfte ambitionierten Jobsuchenden Hoffnung machen.

In Modellanlagen werden eigens Fehler eingebaut, deren Ursache es zu finden gilt. "Wir orientieren uns dabei stark an der Praxis", sagt Klaus Zimmermann, Leiter Vertrieb, Training und Consulting bei Festo Didactic. Gefundene Lösungen könnten gleich in die Produktion übertragen werden. "So wird aus der Lernfabrik ein Innovationstreiber für die reale Fabrik."

Frank Riemensperger, Deutschlandchef des Beratungsunternehmens Accenture, ist überzeugt, dass dieses Projekt Modellcharakter für weite Teile der Industrie haben kann. "Die Verlegung des Lernorts direkt in die Fabrik, die digitale Ausbildung in kleinen Schritten - vielleicht ist das die Arbeitsweise, wie wir sie auch künftig in Berufsschulen einsetzen müssen."

Horrorszenarien wird es nicht geben
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Vernetzte Produktion bei Festo - Lernen für die digitale Zukunft

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%