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Industrie 4.0 – Schritt halten mit der Zukunft

Wettlauf um die digitale Führung Wie GE dem Rivalen Siemens Marktanteile abjagen will

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Siemens will Maßstäbe setzen, GE hält dagegen
Zehn Gründe, warum Sie eine Karriere in der IT anstreben sollten
Fachkräftemangel in der Branche
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Eine aktuelle Arbeitsmarktstudie zeigt: Qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden, ist alles andere als einfach. 88 Prozent der Technologieverantwortlichen sehen eine große Herausforderung darin, fachkundiges Personal auszumachen. Fast genauso viele CIOs (80 Prozent) sind besorgt, ihre besten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. IT-Fachkräfte befinden sich also aufgrund der positiven Wirtschaftslage in einer vorteilhaften Position, ihren nächsten Karriereschritt zu planen – sei es eine neue Jobposition, eine Gehaltssteigerung oder ein größerer Verantwortungsbereich. Der Fachkräftemangel in der Branche begünstigt Karrierepläne.

(Foto: dpa)
Die Wahl zwischen mehreren Jobmöglichkeiten
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Der zunehmende Bedarf an IT-Fachkräften hat - seitens der Arbeitnehmer- zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein in Gehaltsverhandlungen geführt. In der Informationstechnologie macht jede zweite Führungskraft die Erfahrung, dass IT-Profis heute häufiger über ihr Gehalt verhandeln als in den vergangenen Jahren. Der Hauptgrund: IT-Experten können oftmals zwischen mehreren Jobangeboten auswählen.

(Foto: Fotolia)
Die Gehaltsentwicklung ist überdurchschnittlich gut
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Für dieses Jahr prognostizieren deutsche CIOs im IT-Bereich Gehaltssteigerungen von etwa sechs Prozent. Mit dem Gehaltsplus übertreffen IT-Profis nicht nur die von der deutschen Bundesbank prognostizierte Inflationsrate von etwa 1,1 Prozent, sondern auch die erwartete deutschlandweite Gehaltsentwicklung von durchschnittlich drei Prozent. Der Durchschnittsverdienst in Deutschland liegt bei satten 67.000 Euro im Jahr. Der Gehaltsanstieg spiegelt somit den hohen Bedarf an IT-Fachkräften wider und macht die Branche für Karrieremenschen besonders attraktiv.

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IT-Sicherheitsexperten werden besonders gesucht
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Die Nachfrage nach spezialisierten IT-Profis ist groß: Für 43 Prozent der CIOs ist es denkbar schwierig, qualifizierte Fachkräfte im Bereich IT-Security zu finden. Der Sicherheitsaspekt spielt bei vielen aktuellen Themen, wie Digitalisierung, Big Data und Cloud Computing eine wichtige Rolle. Insbesondere für anstehende Digitalisierungsprojekte sind IT-Profis kompetente Partner bei der Umsetzung. Eine spezialisierte Berufsausbildung zahlt sich also aus.

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Personelle Unterstützung ist für Unternehmen unverzichtbar
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Durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 wächst der Einfluss der Informationstechnologie in Unternehmen und ihren Geschäftsprozessen zusehends. Um diese Herausforderung zu stemmen, brauchen IT-Abteilungen personelle Unterstützung. Die größte Bedeutung für die Unternehmensentwicklung messen Technologiechefs den Bereichen IT-Sicherheit (46 Prozent), Cloud-Technologie (24 Prozent) und Mobile Lösungen (13 Prozent) bei. Hier haben Arbeitnehmer die besten Chancen auf eine Karriere.

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IT-Budgets steigen
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Auch neue, unternehmensinterne Initiativen öffnen IT-Profis neue Chancen. Knapp die Hälfte der CIOs - nämlich 49 Prozent - ging im vergangenen Jahr von steigenden IT-Budgets aus, wodurch diese Projekte geplant werden können. Wer sich auf Mobile Lösungen spezialisiert hat, hat besonders gute Chancen: 34 Prozent der IT-Führungskräfte gaben an, in diesem Bereich Unterstützung zu brauchen. Außerdem wird für die Verbesserung der Geschäftsprozesse nach IT-Profis verlangt - zumindest Glauben das 30 Prozent der in der Studie befragten CIOs. Genauso viele IT-Führungskräfte sind davon überzeugt, dass Informationstechnologen Virtualisierungsprozesse gewinnbringend verbessern können.

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IT-Abteilungen wachsen
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Zwei Drittel (66 Prozent) der deutschen CIOs gehen davon aus, dass ihre Teams innerhalb der nächsten fünf Jahre um 30 Prozent wachsen werden. Gleichzeitig aber wird es schwieriger, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neues Personal zu finden - das zumindest nehmen 47 bis 51 Prozent der in der Studie befragten IT-Profis an. Vor allem der deutsche IT-Mittelstand sieht zuversichtlich in die Zukunft. Laut einer Studie von Bitkom möchte mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (60 Prozent) neue Mitarbeiter einstellen. Das dürfte ambitionierten Jobsuchenden Hoffnung machen.

(Foto: Fotolia)

Auch Bosch hat inzwischen mit "IoT Suite" eine branchenübergreifende Plattform entwickelt, an die bereits mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen angeschlossen sind. Die Strategie der deutschen Unternehmen ist nach Einschätzung von Frank Riemensperger, Deutschland-Chef von Accenture, richtig. "Den Plattform-Wettlauf zu gewinnen wird entscheidend sein. Denn wer die Kontrolle über die Plattform hat, hat auch die notwendigen Daten für die neuen Geschäftsmodelle." Allerdings muss der Zugang offen sein.

Auch GE-Europa-Chef Hutchinson sieht eine starke Ausgangsposition der deutschen Industrie. Die kenne die Prozesse und habe industriell einen Vorsprung vor den USA. Doch sei die Kette bis zur Produktion des Produkts, auf der Siemens dominiert, nur ein kleiner Teil des Geschäfts. "Das ist auch wichtig, aber der Teil, den wir abdecken, ist noch wichtiger." 4.0 sei nicht in erster Linie Automatisierung. "Am Ende geht es vor allem um die Produktivität von Maschinen im Betrieb."

Hutchinson nennt ein Beispiel. Für eine US-Eisenbahngesellschaft digitalisierte GE das komplette System mit unzähligen Sensoren. "Jeder Zug wurde zum mobilen Daten-Center", so der GE-Manager. Mit Hilfe der gewonnenen Daten konnten die Lokomotiven effektiver eingesetzt werden, die Durchschnittsgeschwindigkeit stieg von 21 auf 23 Stundenkilometer. Nicht viel, sollte man denken. Doch konnten die Kosten laut Hutchinson so um 300 Millionen Dollar gesenkt werden.

Siemens hat Digital Enterprise und zusätzliche Lösungen auf dieser Basis, mit denen Kunden zum Beispiel eigene Apps entwickeln können. "Wir steigen nicht in den Wettbewerb mit unseren Kunden ein", betont Helmrich. Es gelte das Motto: "Du behältst deine Daten, und wir liefern die Infrastruktur."

Siemens will mit Digital Enterprise Maßstäbe setzen, GE hält dagegen. "Wir glauben, unsere Plattform Predix liegt im Wettbewerb vorn", sagt Hutchinson. Im Februar vorgestellt will GE mit Predix in diesem Jahr bereits sechs Milliarden Dollar Umsatz machen, in vier Jahren sollen es schon 15 Milliarden Dollar sein. Predix sei maßgeschneidert auf die Kundenbedürfnisse. 8.000 Software-Ingenieure von Kunden und GE seien bereits damit beschäftigt, Anwendungen wie zum Beispiel Apps zu entwickeln. Mit Predix können etwa Windfarmen aus der Ferne gewartet und optimiert oder Flugzeugtriebwerke überwacht werden. Heutzutage könne von jeder Maschine ein digitaler Zwilling geschaffen werden, der zum Beispiel durch Simulationen die Optimierung des Betriebs ermögliche, so Hutchinson.

Die neue Einheit GE Digital - Siemens hatte seine Aktivitäten bereits früher in der Division Digitale Fabrik erfolgreich gebündelt - soll bei den Europa-Plänen der Amerikaner eine Schlüsselrolle spielen. GE kam im vergangenen Jahr in Europa auf 25 Milliarden Euro Umsatz. "Wir wollen organisch wachsen und Marktanteile gewinnen", kündigte Hutchinson an. Natürlich will GE Siemens auch Marktanteile abjagen. "GE braucht einen starken Wettbewerber, und Siemens braucht einen starken Wettbewerber." Konkurrenz, so Hutchinson, belebe am Ende schließlich das Geschäft.

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