Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

5G-Netz Telefónica investiert 2021 mehr in Netzausbau – und will Dividende erhöhen

Für 1,5 Milliarden Euro hat der Netzbetreiber Funkmasten verkauft. Das Geld soll jetzt in die Infrastruktur und eine höhere Dividende fließen.
19.01.2021 Update: 19.01.2021 - 11:41 Uhr Kommentieren
Bei der Schließung der sogenannten „grauen Flecken“ im 4G-Netz setzt der Mobilfunker, der vor allem für seine O2-Marke bekannt ist, auf eine Kooperation mit der Deutschen Telekom. Quelle: dpa
Logo des Telekommunikationsanbieters Telefonica auf einem Schild vor dem O2-Uptown-Hochhaus in München

Bei der Schließung der sogenannten „grauen Flecken“ im 4G-Netz setzt der Mobilfunker, der vor allem für seine O2-Marke bekannt ist, auf eine Kooperation mit der Deutschen Telekom.

(Foto: dpa)

Berlin, Düsseldorf Telefónica Deutschland will bei der Netzabdeckung stärker zur Konkurrenz aufschließen. Während die Rivalen Deutsche Telekom und Vodafone im vergangenen Jahr den Echtzeitmobilfunk stark ausgebaut hatten, hängt Telefónica derzeit weit hinterher. Das werde sich ändern, versprach Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas am Dienstag. Ziel sei es, bis Jahresende mehr als 30 Prozent der Haushalte mit 5G zu erreichen. 2025 soll es dann ein „flächendeckendes“ 5G-Netz geben.

Ebenso wie die Deutsche Telekom will Telefónica in fünf Jahren 99 Prozent der Bevölkerung Deutschland sowie 90 Prozent der Fläche mit 5G versorgen. Schon jetzt erreicht die Deutsche Telekom mehr als zwei Drittel der deutschen Bevölkerung.

Telefónica hängt seit Jahren in der Qualität seines Netzes hinter der Deutschen Telekom und Vodafone zurück. Die Bundesnetzagentur hatte Telefónica aufgrund einer unzureichenden Netzqualität sogar mit Strafen gedroht. Seit der Übernahme des Konkurrenten E-Plus im Jahr 2014 hatte Telefónica Jahre gebraucht, die Netze der beiden Betreiber zusammenzulegen.

Zuletzt hatte die Firma dann deutlich bei der Qualität ihrer Netze zu den Konkurrenten aufschließen können. Beim vergangenen Test der Zeitschrift Connect war Telefónica erstmals mit „sehr gut“ bewertet worden, allerdings weiter auf dem dritten Platz hinter Telekom und Vodafone.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Den Netzausbau will Telefónica unter anderem über den Verkauf von Funkmasten finanzieren. Mit der Abspaltung von rund 10.000 Masten hatte Telefónica im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Euro erlöst.

    Kartellamt drängt Telekomfirmen zu Kooperation

    Das Geld werde aber nicht nur in die Infrastruktur investiert, kündigte Haas an. „Neben diesen Investitionen wollen wir etwa 15 Prozent der Einnahmen aus der Telxius-Transaktion an unsere Aktionäre ausschütten“. Geplant sei eine Dividende von 18 Cent pro Aktie. Dies werde auch die erhöhte Untergrenze für die Jahre 2021 bis 2023 sein. Dadurch verlängere sich der derzeitige Zeitraum für die Dividendenuntergrenze um ein Jahr.

    Haas kündigte an, sich künftig auch stärker auf Geschäftskunden konzentrieren zu wollen. In diesem Segment spielt Telefónica bislang im Vergleich zu den Rivalen Telekom und Vodafone nur eine geringe Rolle.

    Er hat sich zum Ziel setzt, in den drei Jahren bis 2022 kumuliert um mindestens fünf Prozent zu wachsen und gleichzeitig die Profitabilität zu steigern. Dazu sollen unter anderem mehr Kunden auf dem Land und höhere Umsätze durch gebündelte Angebote beitragen. Im dritten Quartal legten die Erlöse um 0,4 Prozent zu, während das Betriebsergebnis um 0,8 Prozent stieg.

    Telefónica dürfte auch von einer Intervention der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes profitieren. Die Behörden hatten die Netzbetreiber zur Zusammenarbeit angehalten. Ursprünglich wollten Deutsche Telekom und Vodafone zusammenarbeiten, um sogenannte „graue Flecken“ zu schließen. Das sind Regionen in Deutschland, an denen bislang nur ein Betreiber verfügbar ist. „Eine Kooperation von Deutscher Telekom und Vodafone ohne Beteiligung von Telefónica wäre aus unserer Sicht wettbewerblich problematisch“, hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt kritisiert.

    Die Unternehmen haben es sich zum Ziel gesetzt, Hunderte „graue Flecken“ zu schließen. Sie wollen sich dafür an Orten, an denen bislang nur einer präsent ist, gegenseitigen Netzzugang gewähren. „In Zukunft wird man die grauen Flecken mit der Lupe suchen müssen“, sagte Haas. Netzagentur-Präsident Jochen Homann sagte: „Kooperationen der Betreiber können wesentlich zu einer besseren Mobilfunkversorgung in Deutschland beitragen.“ Und Telekom-Deutschlandchef Srini Gopalan ergänzte: „Wir arbeiten mit unserem Wettbewerber zusammen, damit noch mehr Menschen in Deutschland ein besseres Netz nutzen können.“

    Mit Agenturmaterial

    Mehr: Die Steuertricks von Telefónica – warum der Netzbetreiber kaum Ertragsteuer zahlt

    Startseite
    Mehr zu: 5G-Netz - Telefónica investiert 2021 mehr in Netzausbau – und will Dividende erhöhen
    0 Kommentare zu "5G-Netz: Telefónica investiert 2021 mehr in Netzausbau – und will Dividende erhöhen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%