Aktie unter der Lupe: Deutsche Telekom: Durchbricht die T-Aktie die 20-Euro-Mauer?
Telekom-Aktionäre setzen vor allem auf einen ungebrochenen Erfolg des US-Geschäfts.
Foto: dpaHamburg. Telekom-Finanzvorstand Christian Illek konnte am 13. Juli zufrieden zu Bett gehen. Nachdem am frühen Abend auch der Aufsichtsrat zugestimmt hatte, war einer der größten Deals der Konzerngeschichte beschlossene Sache: Die Finanzinvestoren Brookfield und Digital Bridge, so verkündete es der Konzern am Folgetag, kaufen einen Mehrheitsanteil (51 Prozent) am Funkturmgeschäft der Deutschen Telekom.
Das Portfolio aus über 40.000 Masten, an denen die Telekom selbst und andere Mobilfunkanbieter Platz für ihre Antennen mieten, wurde im Rahmen des Geschäfts mit 17,5 Milliarden Euro bewertet. Das war zwar etwas weniger, als Investoren zwischenzeitlich erwartet hatten. Aber Illek kann sich dennoch über 10,7 Milliarden Euro in Cash freuen, die – sofern die Kartellbehörden nicht doch noch Bedenken anmelden – Ende des Jahres auf seine Konten fließen dürften.
Die Telekom-Aktionäre können ebenfalls zufrieden sein. Denn der Konzern gewinnt mit dem Turmverkauf Handlungsspielraum. Dank einer Hintertür hat er dennoch die Möglichkeit, in Zukunft die Kontrolle über diesen nicht unerheblichen Teil seiner Infrastruktur zurückzuerlangen. Die Aktie könnte schon bald eine psychologisch wichtige Schwelle überschreiten.