Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Alternative zum Euro Griechen führen den „Obolus“ ein

Erst haben sie ihn weich geklopft, jetzt umgehen sie ihn: In einer griechischen Web-Tauschbörse wird bereits eine Alternative zum Euro getestet.
27 Kommentare
Wut in Griechenland auf Politik und Banken. Schon mehr als 5000 Griechen haben sich der Alternativwährung

Wut in Griechenland auf Politik und Banken. Schon mehr als 5000 Griechen haben sich der Alternativwährung "Neuer Obolus" angeschlossen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAngesichts der Schuldenkrise leidet das Vertrauen in den Euro – aber auch in andere Papiergeldwährungen. Das zeigt sich zum Beispiel an immer neuen Höchstständen beim Gold. Doch die Flucht ins Gold ist nicht alternativlos. Virtuelle Währungen im Web sind angetreten, Geld wieder an reale Werte zu binden oder das Geldwachstum zu begrenzen.

Insbesondere im krisengeschüttelten Griechenland hat das Vertrauen in Politik und Wirtschaft gelitten. Viele Menschen suchen nach Alternativen zu den klassischen Wirtschaftskreisläufen. Das Internet ermöglicht dabei jenen, die das Vertrauen in klassische Währungen und Wirtschaftskreisläufe verloren haben, zu einer Form der naturalistischen Tauschwirtschaft zurückzukehren.

Als „soziale Währung“ und die „griechische Antwort auf die Finanzkrise“ bezeichnen die Aktivisten der griechischen Website Ovolos.gr ihren Ansatz einer virtuellen Währung. Schon mehr als 5000 Griechen sind nach Angaben des ZDF-Blogs Hyperland dem Verein beigetreten. Dabei wurde die Web-Plattform erst 2010 in Reaktion auf die Finanzkrise gegründet. Jedes Neu-Mitglied erhält zur Eröffnung seines Kontos 100 "Neue Obolus", wie der Verein seine virtuelle Währung genannt hat. Weitere virtuelle Münzen werden durch das Anbieten eigener Waren und Dienstleistungen auf der Online-Plattform erworben.

Den Wert erhält die Alternativ-Währung direkt durch die Waren und Dienstleistungen, die die Mitglieder des Netzwerks online dafür zur Verfügung stellen. Das soll den Wert des neuen Obolus stabil halten. Auch die virtuelle Währung TEM verfolgt einen ähnlichen Ansatz, ist dabei aber auf die griechische Region Magnisia beschränkt.

Tausch-Partys

Nicht alle, die herkömmliche Wirtschaftskreisläufe umgehen wollen, gehen den den Umweg über Alternativwährungen. Auf „Swap not Shop“-Partys bringen die Gäste Kleidungsstücke mit, die sie selbst nicht mehr benötigen. Die gleichnamige Facebook-Gruppe hat schon über 3.000 Mitglieder. Neben Trinken und Feiern gehört hierbei die Anprobe zur Party.

Den Anspruch, eine globale Alternativwährung zu schaffen, haben die Aktivisten, die hinter der virtuellen Währung Bitcoin stehen. Statt einer Zentralbank wird neues Geld dabei – der Hacker-Ideologie folgend – dezentral durch die Berechnung von Kryptoschlüsseln geschaffen. Das Geldmengenwachstum soll so begrenzt werden und kann nicht wie bei klassischen Papiergeldwährungen von der Notenbank beliebig ausgeweitet werden. Anders als Alternativwährungen wie der Ovolus sind die Bitcoin großen Wertschwankungen ausgesetzt, da sie auf Online-Handelsplattformen frei gegen etablierte Währungen wie Dollar und Euro gehandelt werden.

Die Währung entzieht sich der Kontrolle von Banken und Staaten – mit allen Konsequenzen. Wie bei Bargeld können die virtuellen Münzen keinem Nutzer namentlich zugeordnet werden. Geld kann jederzeit von einem Konto auf ein anderes transferiert werden – ganz so wie von einer Geldbörse in die andere.

Startseite

Mehr zu: Alternative zum Euro - Griechen führen den „Obolus“ ein

27 Kommentare zu "Alternative zum Euro: Griechen führen den „Obolus“ ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie blauäugig muss man sein, mediengeschädigtes menschenverachtendes Pack die hier lautstark Schmarotzer und Verräter rufen. Wohin fließen die Gelder denn? Wozu habt ihr gewählt? Welches Korrupte pack wurde von welchem korrupten Pack bestochen? Waren es nicht Unternehmen wie Siemens, MAN, Mercedes, dt. Telekom, Ferrostaal, HDW usw die die griechischen Politiker bestochen haben? Wer mit den Finger auf Andere zeigt, sollte zumindest vor der eigenen Haustür gesäubert haben.
    Wenn eure Politiker nicht längst erfasst hätten, dass sie im selben Boot sitzen wären Sie nicht aktiv geworden. Im Unmut eures eigenes Versagens parolt ihr faschistisches getue im Schutz der anonymität des Internets, weil ihr gepeinigt durch eure Feigheit seid. Weil ihr nicht auf die Strasse gehen könnt um das zu verhindern wovor ihr Angst habt. Ihr seid zu feige und zu klein und unbedeutend in eurer ohnmacht, psychisch geschädigt durch die Medien zu hilflos die Realität zu erfassen. Eure Politik vergibt die Kredite, doch der Grieche mit seinen 2% Wirtschaftsanteil in der EU soll schuld für euer eigenes Versagen sein.
    Wir befinden uns in einem Währungsweltkrieg, und angegriffen wurde das schwächste Glied. Eure Politik handelt richtig im Währungskampf und hätte schon längst mit Reperaturen am bröckelnden Euro Rumpf beginnen sollen. Stattdessen hat Angie so getan als ginge es euch nichts an, als wäre das Euro Konstrukt nur an einer Stelle löchrig. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F....e halten!!

  • Selten einen solchen Quatsch iim HB gelesen!

  • verehrter in_memoriam_Fellini,

    Fakt ist, dass nur noch ein Rückzug uns helfen kann den Niedergang evtl. für uns zu verhindern. Wenn selbst chronische Bullen, wie H.W. in Godmodtrader zu dem Schluss kommen, dass das Finanzsystem zusammen brechen wird, sollte man das nicht eifach als irreal abtun. http://www.godmode-trader.de/nachricht/Finanzmarktarchitektur-Der-kaputte-Schlussstein,a2623205,b605.html

    Der dt. Größenwahn hat uns gerade vor 2-3 Generationen in die Katasrophe geführt. Wir sollte, früher wie heute auf unsere Dolche-Viata Freunde achten (s. Niederlage der dt. Wehrmacht in Nordafrika)

  • [email protected] in_memoriam_Fellini

    Fakt ist,
    wir zahlen
    und zahlen
    und zahlen.

    Wir brauchen den € nicht.

    Eine Rückkehr zur D-Mark würde uns evtl. vor dem Zusammenbruch bewahren.

    Ähnlich wie 2008 signalisiert uns auch dieser Börsenkrach Schieflagen in der europäischen Bankenlandschaft. Der Crash wurde vom Bankensektor eingeleitet. Die Aktie der in Italien marktführenden Bankengruppe INTESA SANPAOLO ging bereits ab März auf Talfahrt und hat sich seitdem halbiert. Bankaktien anderer europäischer Länder zeigen ein ähnliches Bild. Ich möchte nicht schwarzmalen, aber die Aktienkurse der Bankinstitute kündigen an, dass es in der nächsten Wochen oder Monaten zu einer Insolvenz eines europäischen Institutes kommen wird. Ein zweites Lehman Brothers wird die EZB nicht zulassen, sie wird rettend einschreiten. Ob der Aktienmarkt jedoch drehen kann, bevor die negativen Nachrichten auf dem Tisch liegen, halte ich für fraglich.







  • BEim Zeus, Sie haben aber südländisches Temperament....

  • @Beim_Zeus

    Dass die zwei Herren etwas kürzer treten sollten mit Ihrer meinen da gebe ich Ihenen recht, bei allem anderen sollten Sie sich wirklich mal fragen ob das jetzt wirklich hilfreich ist!

  • Die Kommentare zeigen, dass das Tauschringsystem, das dem zugrunde liegt, nicht verstanden wurde. Das ist so unintelligent nicht und ganz sicher nicht korrupt und verlogen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe in Krisenzeiten. Fahrt mal nach Griechenland und schaut Euch die Not der Bevölkerung dort an. Ich finde es toll, dass inzwischen immer mehr die Initiative ergreifen, sich aufrappeln und sich an der korrupten, schmarotzenden Bürokratie vorbei selbst helfen, von der sie keine Hilfe zu erwarten haben. Unsere EU-Gelder, für die wir deutschen Steuerzahler haften, fließen eben nicht in die Taschen der BEvölkerung, sondern der korrupten Bürokraten und ihrer Drahtzieher.

  • Verlegen Sie eine Wirtschaftszeitung oder ein Boulevardblatt? Es ist mir unverständlich, wie ein Artikel mit diesem Niveau auf der ersten Seite stehen kann. Wo bleiben die wirklich eingehenden Analysen ohne Stereotypen?

  • Im Übrigen wäre der Sprit heute nicht mehr verwendbar. Mit Gold wäre die Rechnung aber auch möglich.

  • Wieso darf jemand wie du frei herumlaufen?
    An die Handelsblatt-Redaktion:
    Was muß man eigentlich schreiben, damit Beiträge gesperrt werden?

Alle Kommentare lesen