Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Amerikanische Hilfe US-Tech-Unternehmen verdienen am chinesischen Überwachungsstaat

Intel, Hewlett Packard Enterprise und weitere US-Tech-Unternehmen sollen China mit Überwachungstechnologie geholfen haben. Die US-Regierung will Tech-Importe einschränken.
26.11.2019 - 21:24 Uhr Kommentieren
Allein in einer Woche hat das Überwachungssystem im Jahr 2017 insgesamt 24.000 Personen als „verdächtig“ eingestuft. Quelle: dpa
Überwachungskamera

Allein in einer Woche hat das Überwachungssystem im Jahr 2017 insgesamt 24.000 Personen als „verdächtig“ eingestuft.

(Foto: dpa)

New York Chinas Überwachungsstaat als Goldgrube für US-amerikanische Technologieunternehmen: Hersteller wie Intel, Hewlett Packard Enterprise, Seagate Technologies und Western Digital haben China bei seinem milliardenschweren Aufbau eines Überwachungsstaats in seinen von Minderheiten bewohnten Regionen geholfen.

Das geht aus Regierungsdokumenten hervor, die das International Consortium of Investigative Journalists veröffentlicht hat. Die in Washington sitzende Non-Profit Organisation hat nun Details vorgelegt, wie China beispielsweise in Xinjiang seine muslimischen Bürger überwacht. Allein in einer Woche hat das System im Jahr 2017 insgesamt 24.000 Personen als „verdächtig“ eingestuft. Seit 2017 sind dort laut Medienberichten 1,8 Millionen verhaftet worden.

Diese hochentwickelte Technologie war offensichtlich nicht zuletzt mit amerikanischer Hilfe möglich. Die engen Verbindungen zwischen den US-Zulieferern und den chinesischen Überwachungsunternehmen kamen ans Licht, als US-Präsident Donald Trump im Oktober acht chinesische Hersteller von Überwachungstechnologie auf die schwarze Liste setzte. Diese Unternehmen wären in Menschenrechtsverstößen in „Chinas Kampagne der Repression“ in Xinjiang verwickelt, so die Begründung des US-Handelsministeriums.

Den US-Unternehmen droht durch die Nachrichten aus China nicht nur ein großer Reputationsverlust. Wenn die US-Regierung die Sanktionen gegen Chinas Überwachungsindustrie weiter verschärft, könnten auch die Umsätze der US-Hersteller erheblich einbrechen. Schließlich waren die Chinesen bisher dankbare Abnehmer, wenn es darum ging, ganze Systeme hochauflösender Überwachungskameras mit Softwarelösungen zu installieren.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Laut den Analysten von IDC hat der Markt für Video-Überwachung in China im vergangenen Jahr einen Umsatz von 10,6 Milliarden Dollar erreicht. Die Hälfte davon gehe auf Regierungsaufträge zurück.

    Zudem hat das Handelsministerium am Dienstag eine strikte Neuregelung bekanntgegeben: Der Import von sämtlichen Produkten, die zum Spionieren geeignet sind, brauche nun die persönliche Genehmigung von Handelsminister Wilbur Ross.

    Mehr: Im Fall der Berichte über Internierungslager in China fordert der BDI die Politik zum Handeln auf. Die sieht wiederum derzeit noch die Verantwortung bei den Unternehmen.

    Startseite
    Mehr zu: Amerikanische Hilfe - US-Tech-Unternehmen verdienen am chinesischen Überwachungsstaat
    0 Kommentare zu "Amerikanische Hilfe: US-Tech-Unternehmen verdienen am chinesischen Überwachungsstaat"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%