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Angriff auf Netflix Apple steckt sechs Milliarden Dollar in eigene Serien und Filme

Mit „Apple TV+“ will der iPhone-Konzern in Kürze auch Netflix Konkurrenz machen. Ein Filmbudget in Milliardenhöhe soll den Erfolg garantieren.
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Im März stellte CEO Tim Cook den eigenen Video-Streamingdienst vor. Quelle: dpa
Apple TV Plus

Im März stellte CEO Tim Cook den eigenen Video-Streamingdienst vor.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Diese Summe gilt als Kampfansage an den Streaming-Riesen Netflix: Sechs Milliarden Dollar hat Apple in Shows und Filme seines neuen Streamingdienstes „Apple TV+“ investiert, wie die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf Insider berichtet.

Im November soll der neue Service laut dem Finanzdienst Bloomberg an den Start gehen. Zunächst plane der IT-Konzern eine begrenzte Zahl an Shows. Das Angebot soll in den folgenden Monaten ausgebaut werden – zu einer Art Bibliothek.

Apple hat die monatliche Gebühr für seinen Streamingdienst noch nicht offiziell bekanntgegeben. Bloomberg-Insidern zufolge soll diese rund zehn Dollar betragen. Der Konzern verspreche sich bis zum Jahr 2020 Umsätze in Höhe von 50 Milliarden Dollar.

Mit seinem neuesten Service begibt Apple sich auf einen hart umkämpften Markt, der von den Streaming-Riesen Netflix und Amazon dominiert wird. Aber auch US-Konzerne wie Walt Disney, AT&T und NBC Universal haben angekündigt, auf dem Streaming-Markt aktiv zu werden, zumal immer weniger Verbraucher herkömmliches Fernsehen schauen.

Mit einem Preis von 9,99 Dollar pro Monat wäre Apple TV+ teurer als die US-Konkurrenz. Netflix und Amazon verlangen 8,99 Dollar monatlich. Disney, dessen Service ebenfalls im November auf den Markt kommen soll, strebt laut Bloomberg einen monatlichen Abo-Preis von 6,99 Dollar an.

Den Angriff auf Netflix und Co. hat Apple über mehrere Jahre geplant: Der Konzern stellte bereits 2017 Jamie Erlicht und Zack Van Amburg ein, zwei in den USA bekannte Manager von Sony Pictures Television. Ehrlicht und Van Amburg wurden zunächst mit einem Budget von einer Milliarde Dollar ausgestattet.

Nun will FT-Insidern zufolge Apple allein für die Serie „The Morning Show“ mit den US-Schauspielerinnen Jennifer Aniston und Reese Witherspoon hunderte Millionen Dollar ausgegeben. Eine Episode soll deutlich teurer sein als eine Folge der letzten Staffel der US-Kultserie „Games of Thrones“, deren Kosten auf jeweils 15 Millionen Dollar beziffert wurden.

Apple steht unter großem Erfolgsdruck: Zwar ist das iPhone nach wie vor der wichtigste Umsatztreiber des Konzerns, doch die Erlöse gehen zurück. Erstmals seit 2012 haben die Verkäufe weniger als 50 Prozent des Umsatzes ausgemacht. Die TV- und Seriensparte soll den Konzern aus der iPhone-Abhängigkeit befreien.

Mehr: In einem gemeinsamen Schreiben rufen rund 200 Unternehmenschefs zum Umdenken auf, unter ihnen Jeff Bezos. Sie fordern einen gerechteren Kapitalismus.

  • HB
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