Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Anthony Levandowski Millionenstrafe für Ex-Entwickler von Google-Roboterwagen

Der Vordenker des Waymo-Roboterautos muss Google 179 Millionen Dollar zahlen. Er soll Betriebsgeheimnisse an Uber verraten haben.
05.03.2020 Update: 05.03.2020 - 14:15 Uhr Kommentieren
Der 39-Jährige musste Insolvenzschutz beantragen. Quelle: Reuters
Anthony Levandowski

Der 39-Jährige musste Insolvenzschutz beantragen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Anthony Levandowski hat die Idee der selbstfahrenden Autos ehrgeizig verfolgt wie kaum ein anderer. Zu ehrgeizig. Wie ein US-Gericht bestätigt hat, muss der 39-Jährige 179 Millionen Dollar an Google zahlen, um einen Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu beenden. Damit ist der spektakulärste Fall von unternehmerischem Geheimnisverrat im Silicon Valley um eine Episode reicher.

Die Sache wurde bekannt, nachdem Levandowski am Mittwoch Insolvenzschutz beantragen musste. Es geht um Geschäftsgeheimnisse und die Abwerbung von Mitarbeitern auf einem Milliardenmarkt. Levandowski war einst einer der wichtigsten Manager bei Waymo, dem Roboterauto-Projekt der Google-Mutter Alphabet. Als er und sein Kollege Lior Ron 2016 die eigene Firma Otto gründeten, war das unlauterer Wettbewerb, hat ein US-Gericht nun entgegen Levandowskis Einspruch bestätigt.

Es dauerte damals nur Monate, bis der Fahrdienst Uber Levandowskis junge Firma für selbstfahrende Lkws aufkaufte. Google war entsetzt, sah seine Geschäftsgeheimnisse verraten. Konkret geht es um die Lasertechnik „Lidar“, an der sowohl bei Waymo als auch bei Uber gearbeitet wurde.

Uber hatte sich im Rahmen von Levandowskis Beschäftigung zwar bereit erklärt, sämtliche Anwaltskosten und Urteile gegen ihn zu übernehmen. Gegenüber der US-Börsenaufsicht erklärte der Fahrdienst nun allerdings, das gelte „vorbehaltlich eines Rechtsstreits zwischen den beiden Parteien“. Der Manager hat Uber inzwischen wieder verlassen und erneut gegründet – natürlich im vertrauten Technologiebereich.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    So oder so ist die Sache für Levandowski aber noch nicht durch. Denn er muss sich noch strafrechtlich verantworten – Bundesstaatsanwälte in Kalifornien haben ihn in 33 Punkten angeklagt. Die Anklage könnte ihn für bis zu zehn Jahre ins Gefängnis bringen.

    Die Vorwürfe wiegen schwer: 14.000 interne Daten soll der frühere Topmanager in seiner Waymo-Zeit kopiert haben, um damit auch außerhalb von Alphabet weiterzuarbeiten.

    Mehr: Warum die Autoindustrie vor allem auf Robotaxis setzt.

    Startseite
    Mehr zu: Anthony Levandowski - Millionenstrafe für Ex-Entwickler von Google-Roboterwagen
    0 Kommentare zu "Anthony Levandowski: Millionenstrafe für Ex-Entwickler von Google-Roboterwagen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%