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App Store Oberster Gerichtshof in den USA lässt Sammelklagen gegen Apple zu

iPhone-Kunden in den USA können Kartellklagen gegen Apple erheben. Dem Konzern drohen Schadensersatzzahlungen. Es ist nicht die erste Wettbewerbsklage gegen Apple.
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Der iPhone-Hersteller muss in den USA mit Sammelklagen gegen seinen App Store rechnen. Quelle: Reuters
US-Kunden können gegen Apple klagen

Der iPhone-Hersteller muss in den USA mit Sammelklagen gegen seinen App Store rechnen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDas oberste US-Gericht hat den Weg für eine Sammelklage von Apple-Kunden gegen den iPhone-Hersteller freigemacht. Der Supreme Court in Washington bestätigte am Montag die Entscheidung einer niedrigeren Instanz, die Sammelklage zuzulassen.

Die Apple-Kunden werfen dem Konzern vor, den Markt für iPhone-Apps als Monopol zu betreiben und zu hohe Preise zu verlangen.

Apple hatte bis zuletzt versucht, die Klage zu verhindern. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass nur App-Entwickler gegen den App Store klagen dürfen, aber nicht deren Nutzer. Die Entscheidung vor dem Obersten Gerichtshof fiel denkbar knapp aus. Mit fünf zu vier Stimmen entschieden die US-Richter, die Kartellklage gegen Apple zuzulassen.

Nun können auch iPhone-Kunden gegen Apples Provisionsregelung für App-Entwickler klagen. Der Konzern verlangt von Programmierern, die ihre Apps über den App Store verkaufen, 30 Prozent der Einnahmen als Provision. Das oberste US-Gericht muss nun klären, ob diese Provisionen auf die iPhone-Kunden abgewälzt wurden und ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist. Sollte dies der Fall sein, drohen Apple Schadensersatzzahlungen.

Wie sehr diese Entscheidung Apple belastet, zeigt die Reaktion an den Finanzmärkten. Die Papiere des iPhone-Herstellers verloren am Montag mehr als fünf Prozent.

Es ist nicht die erste Kartellklage gegen den Konzern. Auch in der EU sieht sich Apple mit einer Klage konfrontiert. Mitte März hatte der schwedische Musik-Streamingdienst Spotify bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen den US-Konzern eingereicht. Anfang Mai hat die Kommission wegen Spotifys Beschwerde ein Ermittlungsverfahren gegen Apple eingeleitet.

Auch die Beschwerde von Spotify richtet sich gegen die Provisionsregelung von Apple. Die 30-Prozent-Regelung für App-Entwickler benachteilige Spotify, da der Musik-Streamingdienst im direkten Wettbewerb mit Apples eigenem Dienst stehe.

Spotify konnte deswegen beim Preis nicht mit Apples Musik-Streamingdienst mithalten. So kostete die Premium-Version von Spotify im App Store 12,99 Euro, statt der üblichen 9,99 Euro, die auch Apple Music kostet. Inzwischen kann man das Premium-Abo von Spotify auf dem iPhone gar nicht mehr abschließen.

Die EU-Kommission kann von Unternehmen Änderungen ihrer Geschäftspraktiken verlangen, wenn diese den Wettbewerb unzulässig beschränken. Auch Geldbußen in Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes sind möglich.

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