Apple Das iPhone X ist eine Verkaufsbremse – trotzdem soll das Nachfolgemodell noch teurer werden

Der Absatz des iPhone X schwächelt. Den Kunden ist das Smartphone zu teuer. Und beim Nachfolger könnte Apple noch stärker zuschlagen.
Kommentieren
In den USA ist das neueste Smartphone von Apple deutlich günstiger als in Europa. Quelle: AP
iPhone X

In den USA ist das neueste Smartphone von Apple deutlich günstiger als in Europa.

(Foto: AP)

DüsseldorfSo viel steht fest: Dieses iPhone X wird kein Hit mehr. Nach einem Verkaufsansturm zum Launch im vergangenen November ist das Interesse am hochpreisigen OLED-iPhone schnell abgeflaut. Nach nur fünf Monaten auf dem Markt steht fest: Der große Hoffnungsträger iPhone X bleibt offenkundig immer deutlicher hinter den hochgesteckten  Erwartungen zurück.

Entsprechend haben sich die Research-Abteilungen der Großbanken in den vergangenen Monaten mit immer weiter herabgesenkten Verkaufsschätzungen beim iPhone X überboten. Das Brokerhaus Rosenblatt Securities etwa rechnet damit, dass aktuell gerade noch 1 bis 1,5 Millionen Geräte pro Monat produziert werden.

Die Gründe für die  Käuferzurückhaltung sind hinreichend dokumentiert. Wie die renommierte Investmentbank Piper Jaffray Anfang März in einer Kurzstudie festgestellt hat, waren 31 Prozent der Besitzer von älteren iPhones nicht bereit, die happigen Preisaufschläge für Apples neues Premium-Smartphone auf den Tisch zu legen.

Apple feiert die Weltpremiere im Steve-Jobs-Theater
Tim Cook
1 von 9

Im Steve-Jobs-Theater auf dem Apple-Campus präsentierte Firmenchef Tim Cook am Dienstag das iPhone X. Das Jubiläumsmodell erscheint zum zehnten Jahrestag der Erstveröffentlichung des iPhones im Jahr 2007.

Gesichtserkennung
2 von 9

Fingerabdruck-Scanner war gestern. Das neue Apple-Handy setzt auf Gesichtserkennung zur Entsperrung des Geräts. Durch verschiedene Sensoren funktioniert das jetzt dreidimensional, damit die Technik nicht mit einem Foto ausgetrickst werden kann.

Gesichtserkennung
3 von 9

Die Apple-Software passt sich auch an Veränderungen des Gesichts an – etwa wenn der Nutzer sich einen Bart wachsen lässt. Die Daten werden mithilfe künstlicher Intelligenz direkt auf dem Gerät ausgewertet. Dank der Analyse soll das Telefon den Nutzer auch mit verschiedenen Frisuren und zum Beispiel mit und ohne Brille erkennen.

Neue Bildschirmtechnologie
4 von 9

Erstmals verwendet Apple keinen LCD-Bildschirm mehr, sondern ein OLED-Display und folgt damit Handyhersteller Samsung. Die neue Bildschirmtechnik verspricht deutlich bessere Schwarzwerte.

Technische Spielereien
5 von 9

Ein verspielter Nebeneffekt der Technologie sind animierte Emojis, die in Echtzeit die Mimik des Nutzers übernehmen. Außerdem erlauben die Sensoren, die das Display für einen schmalen Streifen am oberen Bildschirmrand unterbrechen, bessere Selfies.

Kein Home-Button mehr
6 von 9

Bei seinem neuen Gerät verzichtet Apple auf den klassischen Home-Button, durch den größeren Bildschirm ist dafür kein Platz mehr. Um aus einer Anwendung zurück ins Hauptmenü zu kommen, wischt man von nun an vom unteren Bildschirmrand hoch. Zudem kann das iPhone X kabellos aufgeladen werden.

Preis
7 von 9

Die günstigste Version des neuen iPhones kostet 1150 Euro. Dann hat das Gerät einen Speicherplatz von 64 Gigabyte. Wer 256 Gigabyte Speicher haben möchte, muss 1320 Euro zahlen.

Das lediglich mit einem Speicher von 64 GB ausgestattete iPhone X startet in den USA  bei 999 Dollar, während Apple in Deutschland happige 1149 Euro für das Einstiegsmodell verlangt; in der größeren Speicherversion mit 256 GB werden hierzulande enorme 1319 Euro fällig. Der häufigste Grund der Upgrade-Verweigerer ist jedoch ein anderer: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass das alte iPhone schlicht noch gut funktioniere.

UBS: iPhone X verteuert sich um 100 Dollar

Entsprechend läge es nahe, Käufer in der Nachfolgegeneration mit günstigeren Preisen zu locken. Doch wie reagiert Apple? – nach Einschätzung der Schweizer Großbank UBS mit weiteren Preisaufschlägen! Wie die Analysten Steven Milunovich und Benjamin Wilson gestern in einer Researchnote prognostizierten, die dem Business Insider vorliegt, könnte der iKonzern an der Preisschraube weiter nach oben drehen.

So rechnet Milunovich mit einem Preisaufschlag von 100 Dollar beim nächsten iPhone-X-Modell. Der Grund: Wenn Apple Kunden einmal an ein neues Preisniveau gewöhnt hat, hat der Techpionier in der Vergangenheit immer wieder weiter an der Preisschraube gedreht – wie beim iPhone 6 im Vergleich zum iPhone 5s bzw. iPhone 7 im Vergleich  zum iPhone 6 bzw. 6s.  Entsprechend dürfte der Durchschnittsverkaufspreis weiter steigen.

Auf der anderen Seite könnte Apple Kunden günstigere iPhone-Alternativen anbieten: So prognostizieren die UBS-Analysten, dass das iPhone SE als Einstiegsmodell noch günstiger werden dürfte und für bis zu 300 Dollar angeboten werden könnte. Auch das iPhone 8 könnte möglicherweise im Herbst einen weiteren Preisnachlass erhalten.

6,1 Zoll großes LCD-iPhone wird Apples neuer Trumpf

Zum eigentlichen Kassenschlager könnte unterdessen nach Einschätzung des notorisch gut vernetzten Tech-Analysten Ming-Chi Kuo ein iPhone-Modell werden, das noch gar nicht auf dem Markt ist: ein iPhone mit dem neuen Formfaktor in 6,1 Zoll. Wie Kuo aus Zuliefererkreisen erfahren haben will, soll Apple seine Komponentenhersteller dazu angehalten haben, 3D-Sensoren, die für die Fertigung des Gesichtsscanners Face ID benötigt werden, in dreifachem Umfang zu fertigen.

Der Grund: Das  – neben den Nachfolgemodellen zum iPhone X in 5,8 und 6,5 Zoll – dritte neue iPhone dürfte ebenfalls mit einem LCD-Display ausgestattet werden, aber in der Preisklasse des heutigen iPhone 8 angeboten werden – also zwischen 700 und 800 Dollar.

Wegen des ebenfalls (fast) randlosen Displays sieht Kuo den iPhone-8-Nachfolger, der mit einer Bildschirmdiagonalen von 6,1 Zoll als Phablet zwischen dem iPhone Xs und iPhone Xs Plus positioniert werden soll, auf dem Weg zum eigentlichen Kassenschlager.

Startseite

Mehr zu: Apple - Das iPhone X ist eine Verkaufsbremse – trotzdem soll das Nachfolgemodell noch teurer werden

0 Kommentare zu "Apple : Das iPhone X ist eine Verkaufsbremse – trotzdem soll das Nachfolgemodell noch teurer werden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%