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Auch Apple im Fokus Bericht: Bundeskartellamt leitet weiteres Verfahren gegen Amazon ein

Laut Kartellamtschef Mundt untersucht die Behörde, ob der Online-Marktplatz Dritthändler benachteilige. Dabei wird auch Apple Teil der Ermittlungen.
28.10.2020 - 19:18 Uhr Kommentieren
Der Online-Handelskonzern sieht sich Ermittlungen des Bundeskartellamts gegenüber. Quelle: AFP
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Der Online-Handelskonzern sieht sich Ermittlungen des Bundeskartellamts gegenüber.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Das Bundeskartellamt hat ein weiteres Verfahren gegen den Onlinehändler Amazon eingeleitet. Zudem nehmen die Wettbewerbshüter nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auch den Technologiekonzern Apple als Amazon-Lieferanten mit unter die Lupe. „Wir möchten klären, ob und inwieweit Amazon mit Markenherstellern zulasten von Dritthändlern kooperiert“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt dem Blatt. Einem Sprecher zufolge handelt es sich um ein sogenanntes Verwaltungsverfahren. Das Kartellamt könnte die Konzerne damit auffordern, die beanstandeten Praktiken einzustellen.

Dem Kartellamt gehe es dem Blatt zufolge um die Frage, ob die Sperrung von Dritthändlern auf der Amazon-Plattform für den Verkauf von Markenprodukten zulässig ist. „Bei manchen Marken werden pauschal alle Händler mit Ausnahme von Amazon selbst und dem jeweiligen Markenhersteller ausgeschlossen“, erläuterte Mundt. Bei anderen Marken beziehe sich der Ausschluss nur auf bestimmte Dritthändler.

Prominentestes Beispiel sei die Kooperation mit Apple. Seit Anfang 2019 sei der Verkauf von Apple-Produkten auf dem deutschen Amazon-Marktplatz nur noch autorisierten Apple-Händlern sowie Amazon selbst erlaubt. Solche Vereinbarungen müssten „das Gebot der Verhältnismäßigkeit wahren und dürfen nicht zu einer Ausschaltung des Wettbewerbs führen“.

„Wir kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen deutschen Behörden“, sagte ein Amazon-Sprecher dem Handelsblatt. Er betonte aber auch, dass Amazon Verkaufsberechtigungen niemals ohne guten Grund verändere. Der Plattformbetreiber argumentiert, dass die Verkaufsbeschränkungen im Interesse der Kunden lägen.

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    „Wir sind stets bestrebt, unseren Kunden die breiteste Produktauswahl anzubieten, während wir gleichzeitig enorme Ressourcen investieren, um ein vertrauensvolles Einkaufserlebnis zu bewahren, indem wir unseren Store vor unrechtmäßigen Waren schützen“, teilte der Amazon-Sprecher mit. Die Beschränkung der Verkaufsberechtigung auf den Hersteller und autorisierte Händler soll nach Darstellung von Amazon verhindern, dass gefälschte oder unsichere Produkte auf der Plattform verkauft werden.

    Das Kartellamt hatte bereits zahlreiche Verfahren rund um die Internetriesen angestrengt. Unter anderem hat die Regulierungsbehörde neben Amazon auch Facebook ins Visier genommen. Das Kartellamt will so auch den Wettbewerb in der Digitalwirtschaft sichern. Mundt will dabei Märkte offenhalten und Verbraucherinteressen schützen.

    Mehr: Netzagentur will europäischen Regulierungsrahmen für Amazon und Co.

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