Aus für Megaupload Spektakuläre Razzia in „Villa Dotcom“

Die Polizei hat Einzelheiten zur Festnahme von Kim Schmitz bekanntgegeben: Der Internet-Unternehmer mit der schillernden Vergangenheit musste aus einem speziell gesicherten Raum regelrecht herausgeschnitten werden.
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Die US-Justiz wirft Kim Schmitz (r.) organisierte Kriminalität vor. Quelle: AFP

Die US-Justiz wirft Kim Schmitz (r.) organisierte Kriminalität vor.

(Foto: AFP)

AucklandDie Festnahme des Megaupload-Gründers Kim Dotcom alias Kim Schmitz war das Ergebnis einer minutiös geplanten Polizeiaktion. Wie die neuseeländische Polizei am Freitag mitteilte, wurden insgesamt zehn Häuser in Auckland auf der Nordinsel Neuseelands durchsucht, darunter das streng gesicherte Haus von Schmitz namens „Villa Dotcom“.

Der Internet-Unternehmer habe beim Auftauchen der Polizei versucht, sich in einen speziell gesicherten Raum im Inneren seines Hauses zu verstecken. so der leitende Polizeibeamte Grant Wormald. Er habe zunächst „eine Reihe elektronischer Schließsysteme betätigt“.

Als die Polizei diese „neutralisierte“, versuchte er sich in dem Raum zu „verbarrikadieren“. Die Polizisten hätten sich ihren Weg freischneiden müssen.

„Im Raum fanden sie Mr. Dotcom in der Nähe einer Waffe, die aussah wie eine abgesägte Flinte. Das war ganz bestimmt nicht so einfach, als nur an die Haustür zu klopfen.“

Die Beamten beschlagnahmten mehrere Luxus-Autos im Wert von umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Zudem fror die Polizei mehrere neuseeländische Konten von Schmitz ein, auf denen insgesamt umgerechnet 6,8 Millionen Euro liegen.

Die US-Behörden hatten im Kampf gegen die Internetpiraterie Megaupload, einen der weltgrößten Online-Speicherdienste, dichtgemacht und den deutschen Gründer Schmitz festnehmen lassen. Das US-Justizministerium erklärte, Schmitz habe sich mit dem Portal der organisierten Kriminalität schuldig gemacht.

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10 Kommentare zu "Aus für Megaupload: Spektakuläre Razzia in „Villa Dotcom“"

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  • Ein Mensch mit einer derart faschistoiden, Gewalt verherrlichenden Gesinnung, wie sie aus Ihren Worten spricht, sollte sich besser nicht Charly nennen, sondern Horst oder Wladimir. Sie erdreisten sich, sich auf den Rechtsstaat zu berufen - und dabei verachten Sie ihn zutiefst und begreifen ihn wohl auch gar nicht.
    Wer zu dumm oder zu ignorant ist, die Funktion und Rolle von ARD/ZDF/GEZ/GEMA/RTL/PRO7SAT1/HP/BITKOM etc. zu verstehen, sollte seinen Mund nicht so weit aufreißen, als heiße er Gernot Hassknecht. (Der hat im Gegensatz zu Ihnen Unterhaltungswert.)

  • kann mich nur anschliessen. Erschreckend ist auch wie die deutschen Medien, jetzt auch schon aus dem Ausland, ferngelenkt werden. Einseitige, kurzgreifende Berichterstattung. Notfalls werden wieder Kinderpornos ins Feld geführt. Unheilige Allianz.Aber wie man am Beispiel @maruzz sieht, nachplappernede, unreflektierte Heissluftgebläse gibt es immer und das noch in Masse.

  • Erfolgreich, skrupellos und noch fetter als der Herr Niebel. Da wird ein potentieller FDP-Wähler weggesperrt und hoffentlichn auf 500 Kalorien/Tag gesetzt.

  • @20.01.2012, 16:45 UhrAnonymer Benutzer: markuszz

    ob das "schmarotzerischen geschäftsmodell des feisten herrn kim"
    nun wünschenswert ist, ist eine ganz andere frage, - aber es ist die folge der verhaltensweisen der medialen kriminellen vereinigungen die den rechtsstaat untergraben, die politik und justiz aller staaten korrumpieren und unter druck setzen.
    dazu zählt nicht nur hollywood und co.
    schaun sie z.b. auf die GEZ, GEMA, - auch nichts anderes als selbstbedienungsläden. wenn der öffentliche rundfunk gebühren will, hab ich nichts dagegen, aber dann sollen sie ihr programm verschlüsseln und den rest der menschheit mit ihrem dreck verschonen. und wenn die alle meinen das funktioniert nicht, dann ist es per definition kein funktionsfähiges geschäftsmodell. dann sollen sie ihren laden einklappen und aufhören. das man die gesellschaft zu zwangsabgaben erpresst, (z.b. druckerabgaben, speichermedienabgaben) das geht nun gar nicht. diese firmen arbeiten illegal und die gesellschaft hat deshalb jedes recht diese firmen auch gewaltsam in stücke zu schlagen !

  • @Riesenechse:
    klar können die dubiosen anbieter auch pay-by-call einrichten, aber man auch den telekommunikationsfirmen verbieten, mit diesen anbietern zusammenzuarbeiten.
    paysafecard ist natürlich was anderes...das würde prinzipiell funktionieren, aber die umsätze würden stark einbrechen, da die bezahlung dann etwas umständlicher werden würde und nicht in jedem land solche karten verkauft werden.

    @Charly:
    nicht nur der medienindustrie gehen riesige umsätze verloren, sondern vor allem auch der software-industrie.
    ausserdem halte ich von dem schmarotzerischen geschäftsmodell des feisten herrn kim noch weniger als von dem geschäftsmodell hollywoods...

    @mollemopp:
    wenn kim sich nicht so aufgeplustert hätte und nicht zugegeben hätte, mit mu etwas zu tun zu haben, würde er wahrscheinlich noch seelenruhig in seinem haus in neuseeland sitzen...er hatte ja die geldströme/eigentümerstruktur seines unternehmens durch offshore-konstruktionen verborgen...

  • Ich verstehe diese Typen einfach nicht. Das Internet funktioniert weltweit und wenn einer was illegales betreibt, dann stehen doch normalerweise die Server im ohnehin im Ausland. Da kann man sich doch ein Land aussuchen das nicht ausliefert. Wieso sind solche Typen auf einer Art so intelligent etwas zu erfinden und damit Geld zu verdienen und gleichzeitig so dumm sich schnappen zu lassen? Oder man muss sich einfach das richtige Geschäftsfeld aussuchen. Zum Bankster oder Politiker werden. Dann darf man das Geld aus dem Nichts schaffen und sich dafür legal bezahlen lassen oder es sich einfach vom Steuerzahler holen.

  • Die angeblich im Internet grassierende Kinderpornographie ist ganz schwer zu beseitigen. Wenn aber Urheberrechte verletzt werden, dann können auf einmal international viele Behörden zusammenarbeiten und diese "Mega-Verschwörung" über alle Staatsgrenzen hinweg ausgemerzt werden. Wie krank ist das denn bitte?

  • Überlegen Sie mal was Sie da sagen,
    von Ami-Land ausgehend hat sich eine in ihrem Geschäftsmodellen veraltete Medienindustrie die im Vergleich zur Weltwirtschaft ein paar lächerliche Milliarden umsetzt und kaum Arbeitsplätze schafft es fertiggebracht die Staaten der Welt zu kapern.

    Das ist wie wenn man nach der Erfindung des Autos der Postkutsche ein dauerhaftes Anrecht auf Gewinnschöpfung zubilligt.

    Die Frage sollte eher sein wann der Schurkenstaat USA endlich ausgeschaltet wird.

    Ein seriöser Rechtsstaat sollte Panzer nach Hollywood schicken und das Problem mit einem kurzen Schusswechsel beseitigen.

  • das ganze funktioniert auch über das telefon, die firma welche die nummer bereitstellt wird ebenfalls fürstlich entlohnt.
    Ausserdem gibt es auch paysafecards uä.

  • eine gute nachricht, dass diesem kerl das handwerk gelegt wird. man hätte ihn schon längst wegsperren sollen.

    wahrscheinlich werden auf absehbare zeit auch ähnliche angebote aus dem web verschwinden...wenn die usa von den kreditkartenanbietern verlangt, dass mit derartigen firmen keine geschäfte mehr gemacht werden dürfen, dann nützt es den hintermännern nichts, wenn sie in russland oder in südamerika sitzen...
    vg

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