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Außerordentlicher Kapitalmarkttag SAP stellt Aktionären weitere Ausschüttungen in Aussicht

Mehr Profit, aber auch mehr Kundenzufriedenheit: SAP will beides erreichen – und verspricht den Aktionären weitere Ausschüttungen.
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SAP hat sich in den vergangenen Jahren mit Übernahmen von insgesamt 30 Milliarden Euro für den Trend zum Cloud Computing gerüstet. Quelle: dpa
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SAP hat sich in den vergangenen Jahren mit Übernahmen von insgesamt 30 Milliarden Euro für den Trend zum Cloud Computing gerüstet.

(Foto: dpa)

Düsseldorf SAP hat den Aktionären in den nächsten Jahren zusätzliche Ausschüttungen in Aussicht gestellt. Durch das laufende Effizienzprogramm werde der Softwarehersteller in den nächsten Jahren deutlich mehr freie Mittel zur Verfügung stehen haben, sagte Finanzchef Luka Mucic am Dienstag auf einem außerordentlichen Kapitalmarkttag in New York. Das schaffe die Möglichkeit für „signifikante Kapitalrückflüsse“ über die reguläre Dividende hinaus.

Konkrete Zahlen nannte der Manager nicht. Der Free Cashflow, der die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel beschreibt, sei von externen Faktoren wie Wechselkursen abhängig und daher schwer zu prognostizieren, erklärte Mucic. Zudem wolle sich SAP Flexibilität bewahren, etwa für kleinere Zukäufe. Für 2020 hatte der Dax-Konzern in der vergangenen Woche eine zusätzliche Ausschüttung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro angekündigt.

SAP hat sich in den vergangenen Jahren mit Übernahmen von insgesamt 30 Milliarden Euro für den Trend zum Cloud Computing gerüstet. Nach den Investitionen will der Konzern die Profitabilität deutlich verbessern und Aktionäre mit höheren Ausschüttungen daran teilhaben lassen. Das hatte der Softwarekonzern im April unter dem damaligen CEO Bill McDermott bekannt gegeben – wohl als Reaktion auf Investoren wie den Hedgefonds Elliott.

Das Management betonte, dass dieses Programm nicht zulasten der Kundenzufriedenheit gehen werde. „Es gibt eine Menge Spielraum, um Effizienzen und Profitabilität zu erhöhen“, sagte der neue Co-Chef Christian Klein, der seit einigen Wochen gemeinsam mit Jennifer Morgan den Konzern leitet. Gemeinsam setze man bereits einen Plan um, um Synergien zu nutzen und die Organisation deutlich zu vereinfachen.

So hat SAP Teams, die Infrastruktur wie Rechenzentren bereitstellen, unter der Leitung des neuen Vorstands Thomas Saueressig zusammengefasst. Dadurch erziele man in diesem Jahr Synergien in Höhe von 100 Millionen Euro, sagte Klein. Auch Überschneidungen im Portfolio, die zumeist aus Übernahmen resultieren, will das Management beseitigen. Zudem prüft es den Verkauf oder die Einstellung von einigen Produkten.

Beträchtliche Einsparungen erhofft sich SAP überdies beim Einkauf – der laufe bislang in den verschiedenen Organisationseinheiten vergleichsweise unabhängig, sagte Finanzchef Mucic. Durch eine Bündelung könne SAP im kommenden Jahr die Kosten um 100 Millionen Euro senken, über mehrere Jahre hinweg 250 Millionen Euro.

Ein wichtiger Faktor bei der Steigerung der Profitabilität ist außerdem das Geschäft mit dem Cloud Computing, das SAP in den vergangenen Jahren aufgebaut hat – es trage mehr als die Hälfte bei, sagte Mucic. Das liege zum einen an der Konsolidierung der vielen Zukäufe: Der Konzern vereinheitlicht die technische Basis und reduziert die Zahl der Rechenzentren von 25 auf fünf. Hinzu kommen Größeneffekte durch die wachsende Kundenbasis.

An der Forschung und Entwicklung will SAP nicht sparen, der Anteil am Umsatz soll konstant bleiben. Allerdings werde das Management künftig Prioritäten setzen, betonte Co-Chefin Morgan: Es werde intern genau kommunizieren, welche Produkte es nicht weiterentwickle und in welchen Bereichen es in Wachstum und Innovation investiere. Wo genau der Softwarekonzern sparen will, legte sie nicht dar.

Mehr: Der Ex-Chef von SAP geht zu dem kleinen US-Cloudanbieter. Im Interview spricht Bill McDermott über seinen Abschied und den Reiz der neuen Aufgabe.

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