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Bericht der „Neuen Wetzlarer Zeitung“ Internet-Firma unter Betrugsverdacht

Eine Internet-Firma aus dem südhessischen Büttelborn steht unter dem Verdacht, arbeitssuchende Jugendliche betrogen und genötigt zu haben.

dpa DARMSTADT/BÜTTELBORN. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt bestätigte am Donnerstag einen Bericht der „Neuen Wetzlarer Zeitung“, dass neue Anzeigen gegen das bereits früher auffällige Unternehmen eingegangen seien. Es gehe bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft um Nötigung und Erpressung, in einzelnen Fällen zudem um Betrugsverdacht, erklärte Justizsprecher Ger Neuber.

Der Anbieter verschiedener Internet-Seiten zu Themen wie Berufswahl oder Hausaufgabenhilfe soll einen Rechtsanwalt damit beauftragt haben, angeblich angefallene Gebühren einzutreiben, berichtete Neuber. Hiergegen wehrten sich einige Angeschriebene mit Strafanzeigen. Es werde geprüft, ob das Vorgehen tatsächlich den Straftatbestand der Nötigung oder Erpressung erfüllt. Einige Kunden des Internet-Dienstes hätten zudem berichtet, das in Rechnung gestellte Abonnement nie bestellt zu haben. Hier könnte möglicherweise Betrug dahinter stecken.

Neuber bestätigte, dass gegen das Unternehmen mehrere hundert Strafanzeigen aus dem gesamten Bundesgebiet vorliegen. Die neuen Vorwürfe würden von einigen dutzend Nutzern erhoben. In der Vergangenheit habe man der Firma aber strafrechtlich nichts nachweisen können. Der Zeitung zufolge hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen 20 Abmahnungsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet, das in der Vergangenheit auch mit kostenpflichtigen 0190er-Rufnummern operiert habe.

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