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Blitzanalyse Deutsche Telekom steigert Gewinn – Verschuldung nimmt zu

19.02.2020 - 07:20 Uhr Kommentieren

Telekom-Chef Höttges: „Die Fusion in den USA ist greifbar“

Bonn Die Deutsche Telekom hat am Mittwoch ihre Zahlen für das Jahr 2019 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz steigt um 6,4 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro.
  • Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) nach Leasingkosten steigt um 7,2 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro.
  • Der Konzernüberschuss legt um 79 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu.
  • Die Netto-Finanzverbindlichkeiten steigen um 37,2 Prozent auf 76 Milliarden Euro.
  • Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 25. März vorschlagen, die Dividende auf 60 Cent zu senken. Im Vorjahr wurden noch 70 Cent je Aktie ausgeschüttet.

Das fällt positiv auf

Die Deutsche Telekom weist für 2019 das nach eigenen Angaben erfolgreichste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte aus. Der Umsatz ist auf einen Rekordwert gestiegen und alle operativen Segmente haben zugelegt. „Das ist ein historischer Tag für die Deutsche Telekom“, sagte Konzernchef Timotheus Höttges.

Wachstumstreiber USA: Wieder einmal ist es die US-Tochter T-Mobile, die der Deutschen Telekom starke Zahlen liefert. Der Gewinn des Netzbetreibers kletterte im vierten Quartal um 17 Prozent auf 751 Millionen Dollar (684 Millionen Euro). Gleichzeitig konnte die Marke unter CEO John Legere deutlich mehr Neukunden gewinnen. 

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    Nach Abzug von Kündigungen kamen in den drei Monaten bis Ende Dezember 1,0 Millionen neue Telefonverträge unter eigener Marke dazu. Für das gesamte Jahr wies die Telekom für ihre US-Tochter ein Umsatzwachstum von 10,7 Prozent auf rund 40 Milliarden Euro aus.

    In den europäischen Landesgesellschaften konnte die Telekom den Umsatz im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf rund zwölf Milliarden Euro steigern. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) nach Leasingeffekten stieg um fünf Prozent auf vier Milliarden Euro.

    Das fällt negativ auf

    Die Schulden werden zunehmend zum Problem für die Telekom. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Jahresvergleich um 37,2 Prozent auf 76 Milliarden Euro. Nachdem die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr zwischenzeitlich ihr selbstgestecktes Verschuldungsziel verfehlt hatte, befindet sie sich mittlerweile wieder innerhalb ihrer eigenen Vorgaben.

    In der Steigerung ist auch ein Sondereffekt aufgrund des neuen Rechnungslegungsstandards Ifrs 16 enthalten, durch den Leasingverpflichtungen in Höhe von 15,6 Milliarden Euro in den Schuldenstand einfließen. Konzernchef Timotheus Höttges hatte dennoch angekündigt, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr senken zu wollen.

    Der Heimatmarkt Deutschland wächst zwar, allerdings deutlich langsamer als die Telekom-Töchter in Europa oder den USA. Bei Umsatz legte das Geschäft um 0,9 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr zu. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) nach Leasingeffekten stieg um 2,4 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.

    Was jetzt passiert

    Das bestimmende Thema ist das Fusionsvorhaben in den USA. Zwei Jahre ist es her, dass sich T-Mobile US und Sprint auf den 26 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss in den USA einigten. Seitdem haben die Manager beider Firmen und auch Konzernchef Timotheus Höttges persönlich in den USA auf allen Ebenen für die Fusion geworben. Nun steht sie kurz vor dem Abschluss.

    Erst vor zwei Wochen war eine Klage von Bundesstaaten gegen den Zusammenschluss vor Gericht gescheitert. Anfang der Woche hatte die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, die die Klagen angeführt hatte, angekündigt, keine Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. 

    Sollte keiner der Bundesstaaten Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen, müsste die T-Mobile dennoch zwei Hürden nehmen. Es steht noch eine richterliche Genehmigung zum sogenannten „Tunney Act“ aus. Zudem steht noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien, der California Public Utilities Commission, aus. 

    Mehr: Der Abschied von Deutschlandchef Wössner offenbart Konflikte innerhalb der Deutschen Telekom.

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