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Blitzanalyse Infineon warnt vor dem Ende des Booms

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Infineon warnt vor dem Ende des Booms. Quelle: Reuters
Infineon

Infineon warnt vor dem Ende des Booms.

(Foto: Reuters)

MünchenDer Chiphersteller hat am Dienstagmorgen seine Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahrs vorgelegt. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

  • Der Umsatz ist im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr auf knapp zwei Milliarden Euro geklettert, ein Zuwachs von rund acht Prozent.
  • Der Gewinn des Halbleiterproduzenten ist dagegen deutlich gefallen – um 49 Prozent auf 231 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Infineon allerdings 268 Millionen Euro aus dem Verkauf einer Sparte verbucht.
  • Die operative Marge ist gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent gesunken.

Das fällt positiv auf

„Dank seines robusten Geschäftsmodells hat sich Infineon im zweiten Quartal in einem deutlich abkühlenden Markt gut behauptet“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss.

Das stimmt: Deutschlands größter Chipkonzern ist gegenüber dem Vorjahr in allen drei großen Bereichen gewachsen. Das gilt insbesondere für die Autosparte, das Kerngeschäft der Münchener. Nur der Umsatz der kleinsten Division, Digital Security Solutions, stagnierte.

Das fällt negativ auf

Im Jahresvergleich schneiden alle Sparten gut ab, im Vergleich zum Vorquartal ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Gegenüber dem ersten Quartal des Geschäftsjahrs ist der Umsatz in den Divisionen Power Management & Multimarket und Industrial Power Control leicht gesunken. Ein Warnsignal, meint Infineon-Chef Ploss: „Der Boom ist erst einmal vorbei, die Nachfragedynamik hat sich abgeschwächt.“

Was jetzt passiert

Vorstandschef Ploss hat seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr (zum 30. September) bereits Ende März zurückgenommen. Diesen reduzierten Ausblick bestätigte der 63-Jährige am Dienstag. Das hatten die Analysten im Vorfeld auch so erwartet.

Demnach soll der Umsatz um rund fünf Prozent klettern auf acht Milliarden Euro. Im vergangenen Herbst hatte der Ingenieur noch ein Plus von elf Prozent in Aussicht gestellt. Im Februar korrigierte er den Wert dann auf neun Prozent.

Zudem ist Infineon nicht so profitabel wie ursprünglich versprochen. Im Herbst war von einer operativen Marge von 18 Prozent die Rede, nun sind es noch 16 Prozent. Immerhin sieht es so aus, als könne Ploss diesen im März genannten Wert nun tatsächlich halten.

Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist für den Konzern der Handelsstreit zwischen den USA und China. Die am Wochenende von Präsident Donald Trump angekündigten höheren Zölle würden Infineon zwar nicht direkt treffen, da der Konzern kaum Ware von der Volksrepublik nach Amerika exportiert.

Viel schlimmer wäre für die Bayern, wenn die chinesische Wirtschaft unter der Auseinandersetzung leidet. Infineon erwirtschaftet jeden vierten Euro in China. Am Montag ist der Kurs daher bereits schwer unter Druck geraden. Mit einem Minus von mehr als drei Prozent gehörte Infineon zu den größten Verlierern im Dax.

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