Aerotain Skye Dieser Ballon ist eine Drohne

Skye sieht zwar aus wie ein Ballon, ist aber längst nicht so behäbig. Es fliegt so agil wie eine Drohne und kann sogar mehr: Das Fluggerät ist dazu gedacht, Manöver über einer großen Menschenmenge zu fliegen.
Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. (Foto: pr)
Ballondrohne Skye

Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. (Foto: pr)

BerlinDrohnen bei Sportereignissen sind nicht ungefährlich, wie der österreichische Skifahrer Marcel Hirscher kürzlich feststellen musste, als ein Quadcopter ihn auf der Piste nur knapp verfehlte. Mit Skye, der Drohne des Schweizer Startups Aerotain, wäre das nicht passiert.

Das Fluggerät ist eigens für den Einsatz bei Sportveranstaltungen konzipiert. Dort soll es so wendig und präzise wie ein Multicopter fliegen und dadurch ganz neue Aufnahmeperspektiven ermöglichen – dabei aber so sicher sein wie die bisher schon bei Großveranstaltungen eingesetzten Kameraballons.

Auf Tuchfühlung mit der Zukunft
Roboter Pepper
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Von wegen unemotional: Pepper, der Roboter der japanischen Firma Softbank, soll Empathie schaffen und aufs Gegenüber reagieren können. In Japan kommt er bereits in Geschäften zum Einsatz, demnächst soll so ein Humanoide auf einem Aida-Kreuzfahrtschiff anheuern. Kostenpunkt: 30.000 Euro.

Speedboat
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Mit bis zu 220 Stundenkilometern rast das Speedboat des Silver Hook Racing Team übers Wasser. Viel Muße, die Instrumente zu kontrollieren, haben die beiden Piloten nicht. Die Daten der 70 Sensoren – neben Öldruck und GPS auch der Herzschlag der Fahrer – wertet ein IBM-System in Echtzeit aus und hilft bei Steuerung und Strategie. Das, was in der Formel 1 Gang und Gäbe ist, soll so bei Bootrennen günstiger möglich sein.

Sporthemd mit Elektrostimulation
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Unter Strom: Das Sport-Shirt von der Firma Antelope unterstützt das Training mit Elektrostimulation - bei diesem Kleidungsstück soll das die Bauch- und Rückenmuskeln ebenso stärken wie den Rumpf stärken. Dafür sind in das Textil Elektroden eingewoben. Das hat allerdings seinen Preis: Dieses Tank Top schlägt mit rund 300 Euro zu Buche.

Implantierung eines RFID-Chips
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Nein, das soll keine Tätowierung werden: Am Stand der Firma Digiwell lässt sich ein Besucher einen RFID-Chip unter die Haut setzen. Der soll Türen per Funk öffnen und Passwörter abspeichern können. Künftig denkbar seien auch medizinische Anwendungen, etwa die permanente Messung von Blutzuckerwerten. Die Aktivisten wollen so den menschlichen Körper erweitern.

Spielen an der Ampel
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Die Zeit an der Ampel wird schnell lang. Damit Fußgänger nicht bei Rot rübergehen, sondern gerne warten, hat das Start-up Actiwait einen Taster entwickelt, auf dem Spiele laufen – zum Beispiel Pong. Dieses Konzept lässt sich ausweiten, die Entwickler arbeiten an weiteren Anwendungen, etwa zur Befragung der Passanten. Ein Hersteller von Tastern bringt das Konzept Ende des Jahres in Serie.

Virtueller Dinosaurier Tristan
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Das Skelett von Tyrannosaurus Tristan steht im Berliner Naturkundemuseum. Mit einer App der Firma Shoutr lässt sich die Echse jedoch in die Cebit-Hallen holen, und zwar samt Haut und Fleisch: Das Programm legt eine lebensechte Animation des Tiers über das Bild der realen Umgebung - Augmented Reality nennen Experten das Prinzip, das beispielsweise die Exponate in Museen zum Leben erweckt.

Bodycam für die Polizei
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Was ist los bei der Demonstration? Mit dieser Bodycam werden die Bilder direkt in die Einsatzzentrale gefunkt - der schnelle Datenfunk LTE macht es möglich. In der Cloud sollen die Bilder gerichtsfest gespeichert werden. Motorola Solutions hat den Prototypen entwickelt, Vodafone vernetzt ihn. Mögliche Einsatzgebiete: Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW).

Skye ist ein knapp drei Meter großer Ballon aus Polyester. Vier drehbare Elektromotoren bewegen ihn präzise in jede Richtung: Er kann vorwärts, rückwärts und seitwärts fliegen, steigen oder sinken und sogar rollen. Gesteuert wird er per Hand mit einer 3D-Maus. Für große Hallen oder Stadien gibt es aber auch ein funkbasiertes Navigationssystem.

Die Drohne ist gedacht für den Einsatz bei Großveranstaltungen: Messen, Konferenzen oder Sportveranstaltungen. „Skye ist sicher genug, dass wir über Menschen fliegen können“, sagt Daniel Meier. Er ist Chef und einer der Gründer von Aerotain, einer Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich.

Skye soll als fliegende Kamera Bilder aus Perspektiven liefern, die bisher nicht möglich waren. Außerdem ist auf der Hülle viel Platz für Werbung.

Nun ist die Idee, Kameras an Ballons zu hängen, nicht neu. Schon seit einigen Jahren gibt es Ballons, unter denen eine Gondel mit einer Kamera hängt. Sie werden unter anderem bei Sportveranstaltungen eingesetzt. Ein solcher Ballon ist mit Motoren ausgestattet, mit denen er sich steuern lässt. Allerdings ist das System recht behäbig.

Anders Skye. „Wir können uns in jede Richtung bewegen und auch jede Orientierung stabilisieren. Das erlaubt uns, Manöver zu fliegen wie beispielsweise einen drehenden Bohrer oder einen rollenden Fußball“, erklärt Daniel Meier. Ausgangspunkt war die Anforderung, eine Kamera nahe bei Menschen sehr präzise zu steuern. Sie hätten dann einen Ballon gebaut, der sich sehr präzise navigieren lasse, berichtet der Entwickler.

Noch ist starker Wind ein Problem
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