Apple Watch Eine Uhr für 11.000 Euro

Top oder Flop? Apples lang erwartete Watch kommt am 24. April auf den Markt. Kunden können dann nicht mehr nur mit dem iPhone telefonieren, Nachrichten lesen und bezahlen. Wird sie trotz der hohen Preise begeistern?
Update: 09.03.2015 - 21:10 Uhr 31 Kommentare

So präsentierte Cook die Apple Watch

San FranciscoApples neue Uhr, die „Watch“, wird ab 24. April erhältlich sein, auch in Deutschland. Vorab-Bestellungen sind ab 10. April möglich, und die goldene Version wird es in Deutschland für 11.000 Euro (USA: ab 10.000 Dollar) aufwärts geben. Eine Preisvorstellung, die am Montag im Publikum im Yerba Buena-Center in San Francisco für ein hörbares Aufstöhnen sorgte. Vor einem Jahr undenkbar, heute schon Realität: Kaufe ich ein Auto oder eine Uhr von Apple?

Der Einstieg geht allerdings auch zu einem kleineren Preis. Die Apple Watch fürs einfache Volk wird es ab 549 Dollar (649 Euro) in der 38 mm-Form geben, beruhigte Apple-Chef Tim Cook in San Francisco nervöse Apple-Fans. Die Standard-Uhr in 42 mm beginnt 50 Dollar teurer. Die Sport-Edition in Aluminium ist sogar ab 399 Euro zu haben.

Besonders wichtig: die Akkulaufzeit. Apple verspricht jetzt „einen Tag“, genauer gesagt bis zu 18 Stunden, was laut Cook „für die meisten Menschen ausreichen sollte“. Aufladen mit dem magnetisch angeschlossenen Ladegerät ist also jede Nacht angesagt. Wer es Zuhause vergisst, hat Pech. Apple ist nicht mit anderen kabellosen Ladestandards, wie sie zum Beispiel bald von Ikea in Tische eingebaut werden, kompatibel.

Die Bilder des Apple-Abends
Viele Varianten
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Apple wird seine mit Spannung erwartete Computeruhr am 24. April auf den Markt bringen, kündigte Konzernchef Tim Cook an. Die Preise der drei verschiedenen Ausführungen der Uhr gehen wie erwartet sehr weit auseinander.

Eine Uhr für 11.000 Euro
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Für die teuerste und limitierte „Edition“-Version mit einem Gehäuse aus 18-Karat-Gold wird man mindestens 11.000 Euro oder 10.000 Dollar zahlen müssen. Die Preise für die Edelstahl-Variante beginnen in Europa ab 649 Euro und gehen - je nach Auswahl des Armbands - bis 1249 Euro. Die günstigste „Sport“-Variante in einem Aluminium-Gehäuse gibt es ab 399 Euro für die kleinere Ausführung mit dem 38 Millimeter großen Display. Die größere Version mit 42 Millimetern kostet 50 Euro mehr.

Anruf annehmen mit der Uhr
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Mit der Uhr soll man einen Anruf annehmen können, einen Wagen des Fahrdienstes Uber rufen, die Musik-Wiedergabe kontrollieren und auch eine vernetzte Garagentür aufmachen. „Ich wollte das machen, seit ich fünf Jahre alt war“, sagte Cook zur Möglichkeit, über die Uhr zu telefonieren.

Kevin Lynch
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Die Apple Watch soll unter anderem Kurznachrichten oder Neuigkeiten von Facebook anzeigen, Autos und Hotelzimmer aufschließen sowie über den Dienst Apple Pay zum Bezahlen an den Kassen eingesetzt werden können, wie Apple-Manager Kevin Lynch in diesem Bild zeigt. Außerdem können Fitness-Daten wie die Herzfrequenz gesammelt werden.

18 Stunden Batterielaufzeit
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Die Batterie soll bei gewöhnlicher Nutzung 18 Stunden halten. Damit solle eine Akkuladung von morgens bis abends reichen, sagte Cook. Die Uhr hat keinen eigenen Anschluss zum Internet und muss dafür mit einem iPhone verbunden sein.

Uhrenvergleich
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Besucher der Veranstaltung konnten auch die teure Variante der Uhr bereits testen.

Vor der Präsentation
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Vor dem Event versammelten sich zahlreiche Journalisten vor dem Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien.

Gleichzeitig mit der Uhr kommt das iPhone-Betriebssystem iOS in der Version 8.2, das jetzt die Uhr unterstützt. Apps werden über das iPhone im Appstore gesucht und geladen. Apple Watch ist kompatibel mit dem iPhone 5 aufwärts mit iOS 8.2 oder neuer. Andere Betriebssysteme, so wie Android, werden nicht unterstützt.

Darüber hinaus gab es bei der Präsentation wenig Neues über die bereits im September vorgestellten Details. So wird es an der Seite eine „Digitale Krone“ geben, um durch Menüs und Bildschirme zu Scrollen und zu Navigieren. Das Display bekommt „Force Touch“ und kann damit zwischen einem sanften und starken Druck unterscheiden und verschiedene Funktionen auslösen.

Trifft eine neue Nachricht ein, tippt die Uhr ihren Träger leicht am Arm an. Die Watch kann Anrufe annehmen, über eine App Taxis bestellen oder anzeigen, ob das Garagentor Zuhause geschlossen oder der Flug pünktlich ist. Sensoren wie Beschleunigungsmesser oder für die Herzfrequenz sollen den wachsenden Fitness- und Gesundheitsmarkt bedienen.

Was man für sein Geld bekommt: Apple Watch Sport bietet ein versiegeltes Aluminiumgehäuse in Silber und Space Gray mit Retina Display und Armbänder in fünf Farben. Die Apple Watch-Kollektion kommt mit Gehäuse aus Edelstahl, hochglanzpoliert oder in schwarz, das Display bekommt eine Oberfläche aus Saphirkristall. Die Apple Watch-Kollektion bekommt Leder- und Gliederarmbänder und schwarze oder weiße Sportarmbänder. Der Star, die Apple Watch Edition, kommt in 18 Karat Roségold- oder Gelbgoldlegierungen, die laut Apple besonders gehärtet sind. Die Armbänder sind mit Verschlüssen, Schnallen und Zapfen aus 18-karätigem Gold gearbeitet.

Schlangen vor den Apple-Stores garantiert
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31 Kommentare zu "Apple Watch: Eine Uhr für 11.000 Euro"

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  • @ Oliver Kolmer: Es ging mir bei meinem Beitrag nicht um Argumente, es ging mir um die unverständlich platten Beiträge zu einem Produkt, das niemandem weh tut, das niemand kaufen muss und lediglich dazu dient, ein paar Leuten Spaß zu machen. Typisch für diese unsägliche Art aufgeregten Hyperventilierens ist, dass man sich über den Preis von 11.000 Euro empört, obwohl es nur wenige Modelle zu diesem Preis gibt und diese Exemplare wahrscheinlich nur am Handgelenk von Familie Geissen und Konsorten zu finden sein wird. Die Rolex habe ich nur angeführt, weil sie mir, zu welchem Preis und welcher Qualität auch immer, halt auch nur die vergehende Zeit anzeigen kann. Und ob eines der Teile 200 Jahre hält, ist mir von Herzen wurscht, da ich in vielleicht 20 Jahren eh über den Styx setzen werde. Bis dahin bleibe ich allerdings ein "Fan" meiner Speedmaster...

  • @ Oliver Kolmer:

  • Schon richtig, aber die Streichhölzer hatten einen echten Mehrwert generiert.

    Was kann eine iWatch denn tatsächlich besser, außer dass Sie dauernd geladen werden muß, nie im Leben länger hält, als ein paar Jahre? Sonst ist sie höchstens als abgesetztes Bedienteil eines iPhones nützlich?!

    Neu ist das Thema iWatch auch nicht. Pebbles ist da ziemlich überlegen. (Allerdings auch nicht meine Wahl! - Ich bleibe bei meinem analogen Chronometer!)

  • Dann würde es uns allen besser gehen, denn wir wären nicht die Sklaven von elektronischen Spielzeug, von Bits und Bytes.
    Wieviel sinnvoller könnte man ohne den ganzen digitalen Kram seine Lebenszeit verbringen!
    Ich nehme mich da selbst nicht aus.
    Mein persönlicher Eindruck ist, dass uns die Digitalisierung mittlerweile so sehr vereinnahmt, dass sie uns auf Dauer krank macht.


  • Ohne Innovationen wie APPLE sie hervorbringt, würden wir heute noch (bildlich gesprochen) auf Bäumen sitzen. Ich bin 1998 auf einen MAC umgestiegen (beruflich), welch eine Wohltat.

  • Ich ja. Aber wenn sie eine 200 Jahre alte Uhr besitzen würden, wüssten sie, dass diese nicht nur gut ist um die Zeit anzuzeigen.

    Ob dies auf 200 Jahre alten Elektroschrott auch zutrifft, werden die Nachfahren sehen.

  • Der letzte Satz sollte heißen:

    Welches Argument können Sie dagegenhalten um Ihre Aussage zu rechtfertigen, dass eine Apple Watch einer Rolex gleichzusetzen ist? (Außer dem Preis)

    (Leider keine Edit-Funktion)

  • @Peter Gollong:
    Ich will Sie an dieser Stelle auf keinen Fall kritisieren oder ähnliches. Ich will Sie nur verstehen. Aus Ihrem Beitrag kann ich schließen, dass Sie ein Apple Fan sind. Vielleicht liege ich da auch falsch.

    Nun jedoch zu meiner Frage: Vergleichen Sie hier ernsthaft eine Rolex mit einer Apple Uhr? Wenn ich eine Rolex kaufe, so wird diese vielleicht wirklich in 200 Jahren noch von meinen Kindes-Kindern getragen werden können und funktioniert in dem Moment auch noch.
    Gehen Sie wirklich davon aus, dass eine Apple Watch ähnlich lange halten kann? Nur um ein paar Probleme zu nennen, die man von heutigen Smart-Phones schon kennt:
    Eingebrannte Pixel bei Bildschirmen, mit der Zeit nachlassen der Akku-Laufzeiten, Hardware die im Laufe der Zeit nicht mehr den aktuellen Software Anforderungen reicht. Zunehmend langsameres System bis zu abstürzen

    Ich denke diese Probleme werden auch bei Smartwatches auftreten. Und ich rechne damit, dass jede Smartwatch von heute in 3-4 Jahren nicht mehr Zeitgemäß ist und eventuell sogar auch schon ausfällt. Selbst wenn man jetzt argumentiert, dass Apple qualitativ bessere Hardware produzieren lässt in China. Ich bezweifle, dass selbst im besten Fall eine Smartwatch länger als sagen wir 10 Jahre hält. Somit ist ein Vergleich mit einer Rolex, Citizen, Junghans Uhr in meinen Augen nicht wirklich nachvollziehbar.

    Welches Argument dagegenhalten um Ihre Aussage zu rechtfertigen, dass eine Apple Watch einer Rolex gleichzusetzen ist? (Außer dem Preis)

  • Eigentlich habe ich von Handelsblatt-Foristen mehr Sachverstand und Abgeklärtheit erwartet. Ich habe noch nie Klagen und Ausbrüche unkontrollierten Widerwillens über Uhren von beispielsweise Seiko, Citizen, Junghans für 400 – 500 Euro gehört. Die Apple Watch ist zuallererst mal eine Uhr – und das wird sie auch in "200 Jahren" noch sein. Dass sie darüber hinaus noch ein bisschen mehr kann, ist doch eine feine Zugabe. Vor allem, wenn sich diese neuen und in anderen Uhren nicht angebotenen Funktionen von dem Einen oder Anderen sinnvoll nutzen lassen. Abgesehen davon, niemand wird verurteilt, eine Apple Watch zu kaufen. Und auch eine 30 oder 40.000 Euro teuere diamantenbesetzte Rolex schenkt mir keine Sekunde meines Lebens. Und niemand regt sich über die Kalkulation dieser Uhren auf: Auch Rolex ist ein äußerst profitables Unternehmen...

  • ich habe sicherlich einiges von Apple ( obwohl ich garantiert kein Jünger bin ^), aber solche Uhren...braucht kein Mensch; wer will sich schon den ganzen Tag mit seinem Herzschlag befassen. Wenn mich jemand anruft nehm ich das iP in die Hand. Überhaupt der Witz: die Phones werden immer größer (iP6 ist mir schon zu "fett") und auf einmal "soll" man Kleinbimsbams am Handgelenk tragen. Also ehrlich: da trag ich doch lieber eine gute alte Breitling von meinem alten Herrn; und ich bin sicherlich kein Uhrennarr. Merke: niemals kommt einem Mensch mit Stil eine elektrische Uhr an das Handgelenk. Aber Stil hat man, oder nicht. Kann man nicht kaufen ;-)

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