Computermesse Wie die Cebit erwachsen werden will

Für die weltgrößte Computerschau Cebit soll das Thema Digitalisierung zur rettenden Insel werden. Mit dem Trend will die Cebit - einst Spielwiese der Nerds und Daddelkids - erwachsen werden.
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Die Veranstalter erwarten auf der diesjährigen Cebit etwa 200.000 Besucher. Quelle: dpa
Computermesse CeBIT

Die Veranstalter erwarten auf der diesjährigen Cebit etwa 200.000 Besucher.

(Foto: dpa)

HannoverDas Digitale kennt schon viele Opfer. Es raubt der Musikindustrie die CD, den Innenstädten den Einzelhandel, den Taxis und Hotels ihre Monopole und den Printverlagen die Anzeigen. Als nächstes könnte die Versicherungsbranche dran sein, wenn Konkurrenten wie Google sie aufmischen. Oder Autohersteller, wenn Apple tatsächlich ein „iCar“ bauen sollte. Für die weltgrößte Computerschau Cebit könnte die Digitalisierung dagegen zur rettenden Insel werden. Nachdem die Messe seit 2001 stetig an Boden verlor und in die Zweitklassigkeit abzurutschen drohte, soll die Digitalisierung der Wirtschaft nun ihre Zukunft sichern.

„Wer heute nicht digitalisiert, kann morgen abgehängt werden“, sagte Cebit-Chef Oliver Frese bei seinem letzten Ausblick auf den diesjährigen Branchentreff (16. bis 20. März). Die Cebit-Macher sehen die Messe wieder als die „global wichtigste Veranstaltung der digitalen Welt“. Frese meint, Deutschland erkenne, „dass die Digitalisierung die treibende Kraft der Wirtschaft sein wird“. Und die Daten seien der Treibstoff dafür. „Jedes Unternehmen ist davon betroffen.“

Die Smartphone-Stars aus Barcelona
Samsungs neue Flaggschiffe
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Samsung schickt im heiß umkämpften Smartphone-Markt zwei neue Flaggschiff-Modelle ins Rennen gegen Apples iPhones. Zum Auftakt der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona präsentierte das Unternehmen das neue Galaxy S6 (r.) sowie das S6 Edge. Bei beiden Modellen liegt der Schwerpunkt auf Design, Kamera-Ausstattung und Power-Management.

Die Zeit der Plastik-Gehäuse ist vorbei
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So sind die Zeiten der Plastik-Gehäuse vorbei: Beide Geräte sind aus hochwertigen Materialien wie Aluminium gefertigt. Die Displays beider Modelle sind 5,1 Zoll groß und mit der organischen Super-Amoled-Technologie gefertigt, bei der jedes Pixel alle drei Grundfarben darstellen kann.

Geschwungene Kanten
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Das neue Spitzenmodell S6 hat geschwungene Kanten, eine Rückseite aus Glas und einen Rahmen aus Metall, dem iPhone 6 nicht unähnlich.

Neue Design-Komponente
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Beim neuen Edge-Modell ist das Display an beiden Seitenkanten nach unten gebogen, was dem Gerät eine neue Design-Komponente verleiht. Zugleich bleibt noch Platz für den Einschaltknopf. An einer Seite lässt sich mit einem Fingerstrich eine Zeile Text, zum Beispiel die Wettervorhersage oder Nachrichten anzeigen. Streicht der Nutzer mit dem Finger von der Kante zur Bildschirmmitte, zeigt das Display verpasste Anrufe an.

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Das Galaxy S6 und das S6 Edge kommen jeweils mit 32, 64 und 128 Gigabyte Speicher ab dem 10. April auf den Markt. Zu den Preisen machte Samsung zunächst keine Angaben.

HTC One M9
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Alt oder neu? Das lässt sich beim HTC One M9 nicht so einfach sagen, so sehr ähnelt es dem Vorgänger M8. Der Hersteller wirbt mit einem besseren Prozessor, einer besseren Kamera und besserer Akkulaufzeit. Der Nachrichtenaggregator Blinkfeed blendet zudem Informationen, die für den Nutzer relevant sein könnten, auf dem Sperrbildschirm ein – etwa Empfehlungen zu umliegenden Restaurants.

Acer Liquid Jade Z Plus
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Mehr Griff: Acer stattet sein Liquid Jade Z Plus mit einer geriffelten Rückseite aus. Damit rutscht das Leichtgewicht nicht so schnell aus der Hand, zudem sind keine Fettfinger zu sehen. Das Fünf-Zoll-Gerät aus der Premiumserie des Herstellers hat einen Vierkernprozessor und geht mit LTE ins Netz. Ein Update auf die aktuelle Android-Version Lollipop ist in Arbeit. In Deutschland soll das Smartphone rund 230 Euro kosten.

2014 hatte die Cebit ihre erste Auflage nach der Reform, mit der sie sich von der einstigen Publikums-Veranstaltung zur gefragten Business-Messe wandeln will. Unter dem Kunstwort-Motto „d!conomy“ rückt diesmal ein reichhaltiges Konferenzprogramm die Herausforderungen des rasanten digitalen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Mit dem neuen Profil will sich die Cebit auch besser gegen Konkurrenzveranstaltungen wie den Mobile World Congress in Barcelona, die CES in Las Vegas oder die Ifa in Berlin abheben.

Das Treffen in Hannover ist getrieben von der Gewissheit in der Branche, dass es kaum noch einen Bereich in Wirtschaft und Handel geben wird, den die Digitalisierung nicht erfasst. Die Frage ist nur wann, nicht mehr ob Unternehmen ihre Geschäftsmodelle entsprechend anpassen oder neu ausrichten. Mit dem Dreiklang „Information, Innovation und Inspiration“ will die Cebit Orientierung bieten, um die richtigen Weichen für die Digitalisierung zu stellen.

Top-Thema der Cebit: Internet der Dinge
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