Künstliche Intelligenz auf der Cebit Wenn Siri sauer auf Paul ist

Der Verkaufsroboter als Kundenberater: Auf der Cebit sind etliche Maschinen zu sehen, die dem Menschen Rede und Antwort stehen. Doch noch können die Maschinenwesen die in sie gesetzten Erwartungen nur zum Teil erfüllen.
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Wenn Siri wegen Alexa sauer auf Paul ist

Wenn Roboter sprechen lernen

HannoverDen Weg zu den Geschirrspülern oder dem Regal mit elektrischen Zahnbürsten weist Paul, indem er vorwegrollt. Die Wetterprognose hat er genauso parat wie ein paar Witze. Und wenn ihm niemand Fragen stellt, dann tanzt er – in der Hüfte ist er unerwartet beweglich. Auf der Cebit zeigt der Elektronikhändler Saturn, wie er mit dem Verkaufsroboter den Kundenservice verbessern will.

Paul ist Teil eines Trends: Auf der Technologiemesse sind zahlreiche Maschinen zu sehen, die den Menschen Rede und Antwort stehen. Da ist ein autonomer Bus, der Passagieren die nächstgelegene Pizzeria nennt oder Sehenswürdigkeiten zeigt. Da ist Software für die Finanzbuchhaltung, die Fragen zu Umsatz oder Kundenzahl über die Lautsprecher des PCs beantwortet. Und da sind Roboter aller Art, ob als Verkaufshelfer oder Empfangspersonal im Hotel.

Die zehn besten Sprachbefehle
Sprechen statt Tippen
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Experten sind sich einig, dass die Zukunft der Sprachsteuerung gehört. Ob Alexa (Amazon), Siri von Apple, Cortana von Microsoft oder Google Home: Die digitalen Assistenten helfen bei der Suche nach dem Fernsehprogramm, steuern vernetzte Haustechnik, bestellen ein Taxi und vieles mehr. Die Zeitschrift „Computer Bild“ (6/2017) hat das Bierdosen-große System Alexa getestet und die zehn besten Sprechbefehle notiert.

„Alexa, leiser!“
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Was noch nicht klappt, so die Kollegen von „Computer Bild“, ist per Alexa und Fire TV die TV-Lautstärke zu regeln. Wohl aber mit den Echo-Lautsprechern. Auch „...lauter!“ soll gehen und mit „Alexa, Ton aus!“ lässt sich die smarte Assistentin stumm machen.

„Alexa, was steht in meinem Kalender?“
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Nach diesem Befehl liest die Sprachassistentin den nächsten Termin mit dem Chef oder einem Geschäftspartner vor, den Sie sich bei Google oder Outlook notiert haben. Neue Termine werden von Alexa mit dem Befehl: „Alexa, füge meinem Kalender einen Termin hinzu“ übernommen, eingerichtet wird der Kalender in der App.

„...suche nach Bruce Willis!“
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Für diejenigen, die Filmdienste wir Netflix oder Amazon Prima abonniert und Fire TV haben, durchsucht Alexa alles gleichzeitig nach beispielsweise Bruce Willis. Die Wiedergebe lässt sich mit Befehlen wie „Pause!“ oder „Nächste Episode“ steuern.

„Alexa, wie ist das Wetter in Rom?“
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Was die Kollegen von „Computer Bild“ aber auch entdeckt haben: Alexa ist fehlbar. So ertönt nach diesem Befehl die Wetterlage im mecklenburgischen Rom, denn das italienische scheint ihr unbekannt. Eine Prognose für Ihren Standort gibt es aber mit „Alexa, wie wird das Wetter?“.

„Alexa, was gibt es Neues?“
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Nach diesem Befehl nennt die Dame Alexa die neuesten Nachrichten. In der Alexa-App werden Themengebiete, die Sie interessieren, konfiguriert und mit „Alexa, weiter!“ springen Sie zur nächsten Nachricht.

„Alexa, wie hat Schalke 04 gespielt?“
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Auch über die aktuellsten Sportergebnisse informiert die Sprachassistentin. Lieblingsmannschaften lassen sich in der App eintragen, die nächsten Spieltermine gibt es nach dem Befehl: „Alexa, wann spielt Schalke 04 als Nächstes?“

Einige Unternehmen wollen damit ihren Kunden helfen, andere die Bedienung ihrer Produkte erleichtern – und zusammen machen sie sich daran, den Umgang mit Technologie zu verändern. Die Beispiele auf der Technologiemesse zeigen jedoch auch, wie schwierig es ist, eine Künstliche Intelligenz zu entwickeln, die der menschlichen nahe kommt.

Vom Smartphone bis zum Auto, vom Elektronikmarkt bis in die Fabrik: Die zunehmende Verbreitung der Technologie hat mit bemerkenswerten Fortschritten zu tun. Zum einen funktioniert die Spracherkennung zuverlässig, also das Transkribieren von Eingaben. Bei den besten Systemen liegt die Fehlerrate bei rund fünf Prozent. Die Maschine hat damit das Niveau des Menschen erreicht, und weitere Verbesserungen sind absehbar.

Zum anderen lässt sich die Technologie zu überschaubaren Preisen einbauen. Mikrofone, Prozessoren und Funkmodule sind dank des Smartphone-Booms der vergangenen Jahre bezahlbare Massenware. Diese Komponenten ermöglichen es, Sprache aufzunehmen und in ein Rechenzentrum zu übertragen, wo Algorithmen die Analyse übernehmen. Konzerne wie Amazon, Microsoft oder Nuance bieten diese Teildisziplin der Künstlichen Intelligenz als Dienstleistung an.

Doch Intelligenz kann sehr unterschiedliche Dinge bedeuten.

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