Neues Smartphone Leap Blackberry versucht es noch einmal

Der kriselnde Smartphone-Hersteller hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Modell Leap vorgestellt. Im Laufe des Jahres will der kanadische Konzern drei weitere Geräte auf den Markt bringen.
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Das Smartphone hat einen Fünf-Zoll-Bildschirm, kann mit LTE ins Netz gehen und hält laut Hersteller 25 Stunden Dauernutzung durch. (Foto: pr)
Blackberry Leap

Das Smartphone hat einen Fünf-Zoll-Bildschirm, kann mit LTE ins Netz gehen und hält laut Hersteller 25 Stunden Dauernutzung durch. (Foto: pr)

BarcelonaBlackberry baut erneut ein Smartphone mit Touchscreen – und ohne Tastatur. Das Blackberry Leap, Nachfolger des Z30, habe einen Fünf-Zoll-Bildschirm, könne mit LTE ins Netz gehen und halte 25 Stunden Dauernutzung durch, teilte der Hersteller am Dienstag auf dem Mobile World Congress mit.

Apps können Nutzer bei Blackberry wie auch von der Amazon-Plattform herunterladen. In den USA soll das Gerät ohne Vertrag 275 Dollar kosten.

Im Laufe des Jahres will der kanadische Konzern drei weitere Geräte auf den Markt bringen, eines mit klassischer und eines mit herausschiebbarer Tastatur, außerdem ist eine Design-Version in Zusammenarbeit mit Porsche geplant. Sie alle zielten auf professionelle Nutzer, etwa Anwälte, Unternehmensberater und Banker – die Firma spricht von „Power Professionals“.

Der kriselnde Smartphone-Hersteller hatte Anfang 2013 ein Touchscreen-Modell vorgestellt, dessen Misserfolg ihn in eine tiefe Krise stürzte. Inzwischen richtet er sich auf Firmenkunden aus.

Die Smartphone-Stars aus Barcelona
Samsungs neue Flaggschiffe
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Samsung schickt im heiß umkämpften Smartphone-Markt zwei neue Flaggschiff-Modelle ins Rennen gegen Apples iPhones. Zum Auftakt der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona präsentierte das Unternehmen das neue Galaxy S6 (r.) sowie das S6 Edge. Bei beiden Modellen liegt der Schwerpunkt auf Design, Kamera-Ausstattung und Power-Management.

Die Zeit der Plastik-Gehäuse ist vorbei
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So sind die Zeiten der Plastik-Gehäuse vorbei: Beide Geräte sind aus hochwertigen Materialien wie Aluminium gefertigt. Die Displays beider Modelle sind 5,1 Zoll groß und mit der organischen Super-Amoled-Technologie gefertigt, bei der jedes Pixel alle drei Grundfarben darstellen kann.

Geschwungene Kanten
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Das neue Spitzenmodell S6 hat geschwungene Kanten, eine Rückseite aus Glas und einen Rahmen aus Metall, dem iPhone 6 nicht unähnlich.

Neue Design-Komponente
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Beim neuen Edge-Modell ist das Display an beiden Seitenkanten nach unten gebogen, was dem Gerät eine neue Design-Komponente verleiht. Zugleich bleibt noch Platz für den Einschaltknopf. An einer Seite lässt sich mit einem Fingerstrich eine Zeile Text, zum Beispiel die Wettervorhersage oder Nachrichten anzeigen. Streicht der Nutzer mit dem Finger von der Kante zur Bildschirmmitte, zeigt das Display verpasste Anrufe an.

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Das Galaxy S6 und das S6 Edge kommen jeweils mit 32, 64 und 128 Gigabyte Speicher ab dem 10. April auf den Markt. Zu den Preisen machte Samsung zunächst keine Angaben.

HTC One M9
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Alt oder neu? Das lässt sich beim HTC One M9 nicht so einfach sagen, so sehr ähnelt es dem Vorgänger M8. Der Hersteller wirbt mit einem besseren Prozessor, einer besseren Kamera und besserer Akkulaufzeit. Der Nachrichtenaggregator Blinkfeed blendet zudem Informationen, die für den Nutzer relevant sein könnten, auf dem Sperrbildschirm ein – etwa Empfehlungen zu umliegenden Restaurants.

Acer Liquid Jade Z Plus
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Mehr Griff: Acer stattet sein Liquid Jade Z Plus mit einer geriffelten Rückseite aus. Damit rutscht das Leichtgewicht nicht so schnell aus der Hand, zudem sind keine Fettfinger zu sehen. Das Fünf-Zoll-Gerät aus der Premiumserie des Herstellers hat einen Vierkernprozessor und geht mit LTE ins Netz. Ein Update auf die aktuelle Android-Version Lollipop ist in Arbeit. In Deutschland soll das Smartphone rund 230 Euro kosten.

Auch wenn Blackberry weiter Geräte herstellt, sieht das Unternehmen seine Zukunft offenbar zunehmend im Software-Geschäft. „Wir wollen dafür sorgen, dass unsere Software mit allen Geräten funktioniert“, sagte Blackberry-Chef John Chen. Das Unternehmen will Lösungen wie die Kommunikationszentrale Hub oder die Verschlüsselungs-App Secusmart an andere Hersteller vermarkten.

„Wir haben einen kleinen Anteil im Hardware-Bereich, so vergrößern wir die möglichen Markt“, begründete Chen den Schritt. Der Smartphone-Absatz fiel im vergangenen Jahr um gut zwei Drittel, der Marktanteil lag nur noch bei 0,4 Prozent.

Blackberry war einst ein führender Player im Smartphone-Geschäft, verlor aber nach dem Start des iPhone den Anschluss an Rivalen wie Apple und Samsung. Die Sanierung von Blackberry komme aber schneller voran als geplant, sagte Chen.

Die Umsatzentwicklung sei nach der Talfahrt der vergangenen Jahre stabilisiert worden, jetzt werde Blackberry auch die Gewinne steigern. „Ich habe nicht sehr viel Geduld. Es ist zwar ein Fünfjahresplan – aber einer, in dem wir jedes Jahr Geld verdienen“, sagte Chen.

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