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Chip-Zulieferer Globalwafers legt bei Angebot für Siltronic-Aktionäre erneut nach

Um die Chancen auf eine Übernahme zu steigern, hat Globalwafers sein „endgültiges Übernahmeangebot“ für Siltronic eingereicht. Die Frist für Aktionäre bleibt unverändert.
23.01.2021 Update: 22.01.2021 - 14:42 Uhr Kommentieren
Der Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium könnte einen neuen Eigentümer bekommen. Quelle: Siltronic
Siltronic

Der Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium könnte einen neuen Eigentümer bekommen.

(Foto: Siltronic)

München Der taiwanesische Chip-Zulieferer Globalwafers hat sein Übernahmeangebot für den deutschen Waferhersteller Siltronic nochmals aufgestockt. Statt wie zuletzt 140 Euro würden nun für alle ausstehenden Siltronic-Stammaktien 145 Euro pro Aktie angeboten, wie Globalwafers am Samstag mitteilte. Dies sei nun das „endgültige Übernahmeangebot“, hieß es. Erst am Freitag hatte Globalwafers die Offerte von 125 auf 140 Euro erhöht.

Alle anderen Bedingungen des Übernahmeangebots blieben unverändert. Die Aktionäre können damit weiterhin bis zum 27. Januar überlegen, ob sie die Offerte annehmen. Wafer sind dünne Scheiben aus Silizium, die als Grundplatte für elektronische Bauelemente dienen.

Der Großaktionär Wacker Chemie hatte bereits im Dezember vertraglich zugesichert, seinen knapp 31 Prozent Anteil an Siltronic abzugeben, was knapp 1,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen würde. Zudem hatte Globalwafers im Dezember eine Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent genannt. Insgesamt hält der Konzern laut der Mitteilung vom Freitag derzeit 4,53 Prozent an Siltronic.

Für den Fall, dass es zu einer erfolgreichen Übernahme kommt, hatte Globalwafers angekündigt, dass deutsche Siltronic-Standorte bis Ende 2024 vor Schließungen ebenso geschützt sind wie die Mitarbeiter in Deutschland vor betriebsbedingten Kündigungen.

GlobalWafers muss auf mindestens 65 Prozent der Anteile kommen, blieb aber zuletzt bei gut 35 Prozent stecken. Wacker hat seine 30,8 Prozent angedient, am Markt haben die Taiwaner weitere 4,5 Prozent gekauft. Weil sie dafür am Donnerstag bis zu 140 Euro zahlten, erhöht sich die Offerte automatisch auf diesen Betrag, ohne dass sich die Annahmefrist verlängern würde.

Milliardenschwere Investitionen möglich

GlobalWafers will mit dem Kauf von Siltronic, der Nummer vier, zum Weltmarktführer Shin-Etsu aus Japan aufschließen, der auf einen Marktanteil von 30 Prozent kommt. Der Vorstand um Christoph von Plotho hatte sich hinter die Übernahme gestellt: „Wir haben den richtigen Partner gefunden.“ In der Branche geht es traditionell um Größe; kleinere Anbieter kommen immer stärker unter Druck.

Gemeinsam ließen sich künftig milliardenschwere Investitionen in neue Fabriken für Wafer, also Siliziumscheiben zur Chip-Produktion, besser stemmen. Beide Partner setzen darauf, dass die Halbleiter-Nachfrage in diesem Jahr wieder anzieht und die Preise steigen.

Wacker Chemie hatte Siltronic 2015 an die Börse gebracht, damals wurden die Aktien zu 30 Euro ausgegeben. Wenig später gab Wacker seine Mehrheit ab, weil dem Unternehmen das Auf und Ab in der Wafer-Branche zu riskant war.

Siltronic steht hinter dem Plan: „Der Vorstand von Siltronic begrüßt den erhöhten Angebotspreis und hält das Übernahmeangebot für attraktiv", teilte das Unternehmen am Samstagabend mit. Die 125 Euro, die Globalwafers ursprünglich geboten hatte, lockten kaum einen Siltronic-Aktionär hinter dem Ofen hervor.

Auf die Aufstockung auf 140 Euro am Freitag reagierte die im MDax notierte Siltronic-Aktie mit einem Kurssprung bis auf 147,35 Euro. Globalwafers musste nachziehen und kaufte am Markt Siltronic-Aktien für 145 Euro, worauf sich die Offerte automatisch auf diesen Betrag erhöhte.

Mehr: Chip-Engpass: US-Autokonzerne appellieren an Joe Biden

  • dpa
  • rtr
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