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Chip-Zulieferer Siltronic senkt erneut den Ausblick

Der Handelskrieg zwischen den USA und China belastet die Nachfrage in der Halbleiterbranche. Auch Siltronic muss seine Prognose korrigieren.
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Der Auftragsschub, auf den der Münchener Hersteller von Siliziumscheiben für die Chip-Produktion im dritten Quartal gehofft hatte, bleibt aus. Quelle: Siltronic
Reinraum bei Siltronic

Der Auftragsschub, auf den der Münchener Hersteller von Siliziumscheiben für die Chip-Produktion im dritten Quartal gehofft hatte, bleibt aus.

(Foto: Siltronic)

München Der Chipzulieferer Siltronic rechnet für dieses Jahr mit einem noch stärkeren Umsatz- und Gewinnrückgang als bisher. Der Umsatz werde wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China um bis zu 15 Prozent schrumpfen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Bisher hatte Siltronic mit einem Minus von fünf bis zehn Prozent gerechnet.

Doch der Auftragsschub, auf den der Münchener Hersteller von Siliziumscheiben für die Chip-Produktion im dritten Quartal gehofft hatte, bleibt aus. Der Umsatz werde von Juli bis September vielmehr noch einmal zurückgehen. Dabei liegt er bereits im laufenden zweiten Quartal deutlich unter den 354 Millionen Euro vom Jahresbeginn. Für Siltronic ist es die zweite Umsatz- und Gewinnwarnung innerhalb von zwei Monaten.

Die Exportbeschränkungen der USA für chinesische Hightech-Firmen drückten auf die Nachfrage, erklärte das Unternehmen. Das belastet auch die Renditen: Siltronic geht für 2019 nur noch von einer Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) von 30 bis 35 Prozent aus. Im vergangenen Jahr waren es noch mehr als 40 Prozent, für das laufende Jahr hatte Siltronic auf 33 bis 37 Prozent gehofft.

Mit der neuen Prognose steuert das Unternehmen auf einen Umsatz von rund 1,25 (2018: 1,46) Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 370 bis 430 Millionen Euro zu – 2018 waren es noch fast 600 Millionen.

Verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs fiel die Aktie im nachbörslichen Handel auf der Tradegate-Plattform um mehr als sechs Prozent.

Erst am Freitag hatte der US-Chipkonzern Broadcom, eines der Schwergewichte der Branche, unter Verweis auf den Handelskrieg seine Umsatzprognosen eingedampft. Er rechnet nun mit einer Abschwächung der weltweiten Chipnachfrage auf breiter Front.

Mehr: Mit einer Kapitalerhöhung verschafft sich der Halbleiterhersteller Infineon die Mittel für eine große Übernahme. Die Aktie steht seit Monaten unter Druck.

  • dpa
  • rtr
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