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Chipbranche Starke Zahlen der Konkurrenz treiben Aktienkurs von Infineon

Chipherstellern geht es besser als erwartet, zeigen aktuelle Geschäftsdaten. Die Anleger reagieren begeistert auf die Aussichten der Branche für die kommenden Monate.
08.01.2021 - 12:06 Uhr Kommentieren
Chip von Infineon: Gute Zahlen der Wettbewerber lassen den Kurs des Dax-Konzerns kräftig klettern. Quelle: dpa
Infineon

Chip von Infineon: Gute Zahlen der Wettbewerber lassen den Kurs des Dax-Konzerns kräftig klettern.

(Foto: dpa)

München Investoren zeigen an diesem Freitag großes Interesse an Infineon. Der Aktienkurs des Halbleiterherstellers ist im Handel bis zum Mittag um rund sechs Prozent auf knapp 34 Euro gestiegen. Die Papiere des im Dax gelisteten Chipkonzerns erreichten damit den höchsten Wert seit fast zwei Jahrzehnten.

Auslöser des Kurssprungs auf dem Parkett sind überraschend gute Zahlen großer Wettbewerber. So überstiegen die Erlöse des französisch-italienischen Rivalen ST Microelectronics im jüngsten Quartal die eigene Prognose um knapp zehn Prozent.

„Wir haben das vierte Quartal mit einem Umsatz über dem Ausblick abgeschlossen, da die Marktdynamik während des gesamten Quartals deutlich besser als erwartet ausfiel“, sagte Vorstandschef Jean-Marc Chery. Nicht zuletzt die Autoindustrie hätte das Geschäft angetrieben.

Trotz Coronakrise sei der Umsatz von ST Microelectronics 2020 gegenüber dem Vorjahr geklettert, erläuterte Chery, und zwar um knapp sieben Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Das ist besonders ermutigend für Infineon, denn die Münchner sind der größte Autochiphersteller der Welt.

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    Es gab aber noch mehr gute Nachrichten aus der Halbleiterbranche an diesem Freitag. Der Speicherchip-Produzent Micron kündigte an, der Umsatz im laufenden Quartal werde vermutlich 5,8 Milliarden Dollar betragen. Das sind 300 Millionen Dollar mehr, als die Analysten bei dem US-Konzern bislang erwartet haben. Vor allem die sogenannten Dram-Chips sind gefragt, die in PCs und Notebooks verwendet werden.

    Ein Gradmesser für die Branche

    Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) gab zudem den höchsten Quartalsumsatz aller Zeiten bekannt. Das Unternehmen ist der größte Auftragsfertiger der Welt. Geht es TSMC gut, so geht es der ganzen Branche gut. Fast alle führenden Chipanbieter nutzen deren hochmoderne Werke. Der Aktienkurs der Taiwaner erreichte am Freitag ein Allzeithoch und innerhalb eines Jahres rund 70 Prozent an Wert gewonnen. TSMC produziert unter anderem die Chips für die iPhones von Apple.

    Darüber hinaus berichtete auch Samsung von einem glänzenden Geschäft seiner Halbleitersparte. Der Elektronikkonzern aus Südkorea ist weltweit führend bei Speicherchips, wie sie vor allem in Computern und Smartphones eingesetzt werden. Die Samsung-Aktie legte in Seoul am Freitag mehr als sieben Prozent zu.

    Infineon wird seine jüngsten Ergebnisse erst Anfang Februar vorlegen. Die Investoren erwarten allerdings Großes von Deutschlands wichtigstem Halbleiterkonzern: Binnen Jahresfrist ist der Kurs bereits um mehr als die Hälfte geklettert. Das dürfte es aber noch nicht gewesen sein, glauben Analysten.

    Das Jahr 2020 sei nun abgehakt und für 2021 werde der Horizont im asiatisch-europäischen Halbleitersektor heller, urteilte Anfang der Woche Analyst Mark Li von Bernstein Research. Der Banker rechnet mit einem weiteren Kursanstieg auf 35 Euro. Eine Normalisierung in der Branche werde im neuen Jahr wohl das Wachstum stützen. Infineon bleibe unter anderem wegen des Geschäfts mit der Autoindustrie sein Favorit unter den Halbleiterwerten.

    Mehr: Wie Infineons Finanzchef die Investoren in kurzer Zeit überzeugt hat

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