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Chiphersteller Broadcom plant offenbar Kauf von Symantec

Der Chiphersteller ist laut Berichten an der Cybersicherheitsfirma Symantec interessiert. Ein Deal könnte rund 14 Milliarden Dollar schwer sein.
Update: 03.07.2019 - 10:20 Uhr Kommentieren
Broadcom ist Insidern zufolge in Gesprächen über einen möglichen Kauf der Cybersicherheitsfirma Symantec. Quelle: Reuters
Broadcom

Broadcom ist Insidern zufolge in Gesprächen über einen möglichen Kauf der Cybersicherheitsfirma Symantec.

(Foto: Reuters)

New YorkDer Chipproduzent Broadcom will Insidern zufolge die Cybersicherheitsfirma Symantec übernehmen. Die Gespräche seien schon fortgeschritten, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters in der Nacht zu Mittwoch. Die „Financial Times“ bezifferte das Volumen der Transaktion auf mehr als 15 Milliarden Dollar.

Mit der Übernahme würde Broadcom seinen Vorstoß in neue Geschäftsfelder vorantreiben. Im vergangenen Jahr hatte der Chiphersteller das US-Softwareunternehmen CA Inc für 18,9 Milliarden Dollar gekauft. Die geplante Übernahme des Konkurrenten Qualcomm war dagegen an den Sicherheitsbedenken der USA gescheitert.

Der Broadcom-Symantec-Deal wäre die zweite große Übernahme eines Cybersicherheitsanbieters durch einen Chiphersteller. Im Jahr 2011 hatte Intel McAfee gekauft. Broadcom-Chef Hock Tan hat den Konzern bereits durch eine Reihe ehrgeiziger Deals aufgebaut. Als Konzernchef des US-Chipproduzenten Avago zog Tan die Übernahme von Broadcom für 37 Milliarden Dollar durch und brachte die beiden Unternehmen unter den Dachnamen Broadcom.

Symantec, bekannt für seine Antivirus-Software „Norton“, ist schon lange ein führender Anbieter von Computersicherheit, sieht sich aber einem wachsenden Wettbewerb gegenüber. Das Unternehmen ist außerdem ins Visier der US-Aufsicht geraten, die mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Rechnungslegung untersucht. Im Mai trat Vorstandschef Greg Clark überraschend zurück. Im Herbst vergangenen Jahres hatte bereits der Finanzinvestor Thoma Bravo Insidern zufolge sein Kaufinteresse signalisiert.

Die Symantec-Aktien stiegen nachbörslich um 22 Prozent, während Broadcom-Aktien vier Prozent verloren. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Pläne berichtet. Bei Broadcom war zunächst keine Stellungnahme erhältlich, Symantec wollte keinen Kommentar abgeben.

Mehr: China und Japan führt der Chipriese Infineon als separate Regionen. Dabei verspricht sich Konzernchef Ploss ganz woanders noch deutlich mehr Wachstum.

  • rtr
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